Blitzer-TV ins Haus
Liveübertragung aus der Radarfalle
Eigentlich hatte ein Mann in Niedersachsen seinen Sportsender im Fernsehen eingeschaltet - doch er bekam Unglaubliches zu sehen: Die Blitzerfotos aus einer Radarfalle in seiner Nachbarschaft.
Ein Mann aus Langenhagen bei Hannover hat die Bilder von geblitzten Autofahrern aus einer Radarfalle in seiner Nachbarschaft live in seinem Fernseher empfangen. Das Ordnungsamt der Stadt Langenhagen bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach wurde die Videofunkübertragung der Radarbilder offensichtlich auf derselben Frequenz gesendet wie der Sportsender, den der Mann eigentlich schauen wollte.
Neben der Videokamera, die Fotos von den Rasern machte, stand ein Funkgerät, das diese Bilder in das nebenan stehende Auto eines Ordnungsamtsmitarbeiters übertrug.
Die Frequenz der Messgeräte wurde inzwischen umgestellt. Der Geschäftsführer der Firma Leivtec in Wetzlar, die das Gerät vertreibt, sagte dazu: "Es handelt sich um eine öffentlich zugängliche Frequenz, wie sie zum Beispiel auch Überwachungskameras nutzen." Da es sich nicht um datenschutztechnisch relevante Informationen handle, sei der Fall juristisch unproblematisch.
Der ADAC geht davon aus, dass die Raser keine Handhabe haben, sich gegen die Rechtmäßigkeit der Geschwindigkeitskontrolle und ihre Bußgeldbescheide zu wehren. "Die Messung ist unzweifelhaft richtig, und die Daten sind verwertbar", sagte Maximilian Maurer vom ADAC.
(dpa, N24)
31.08.2009 14:55 Uhr








