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Erstwähler

Sido erklärt die Bundestagswahl

Mit 28 Jahren geht Sido im September das erste Mal wählen. Damit andere den Schuss früher hören, will der Berliner Rapper seine Fans zum Urnengang motivieren.

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Sido polarisiert wie wenige andere Stars der deutschen Musikszene: Vor der Bundetagswahl will er sich von seiner engagierten Seite zeigen.
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Zwischen Fotoshooting und Set-Klappe gehen immer mehr Stars und Sternchen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach. Ein beliebter Einsatzort ist hierbei Afrika. Unabhängig davon, ob es sich nun um Flüchtlingshilfe, ...
... Tetanus-Schutzimpfungen, ...
... Menschenrechte oder ...
... das klassische Thema Aids handelt, unsere Stars machen sich stark. Doch das Spektrum an Wohltätigkeit ist noch nicht ausgereizt. Denn neben den Problemen in Afrika gibt es noch mehr Schauplätze furchtbarer Ereignisse.
So unterstützen die einen die Hurrikan-Opfer in New Orleans, während andere ...
... das Übel an der Wurzel bekämpfen möchten und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Klimaerwärmung und den damit verbundenen Treibhauseffekt richten. Doch das war nur ein Umriss. Wollen wir mal genauer hinsehen, was unsere Stars so bewegt:
Allen voran sollte man Angelina Jolie ins Visier nehmen. Das nicht nur deshalb, weil der Anblick entzückend ist, ...
... sondern, weil die ehrenamtliche UN-Botschafterin sich bereits seit 2001, wie hier in Birma, engagiert.
Die damals erst 26-Jährige war zu dem Zeitpunkt die jüngste unter den Botschaftern und reist bis heute ...
... immer wieder in Krisenregionen, um sich mit dem Leid der Bedürftigen auseinander zu setzen und ...
... das Interesse der Öffentlichkeit auf vorherschende Missstände aufmerksam zu machen. Nur einige ihrer Ziele waren hierbei ...
... der vom Krieg erschütterte Kongo (2003), ...
... Afghanistan, wo sie Flüchtlinge in der Nähe von Islamabad besuchte (2005), ...
... Indien, wo sie 2006 in Neu Delhi den Handelsminister Anand Sharma traf, ...
... Syrien im Jahr 2007 oder ...
... der Irak, wo sie sich in Bagdad 2008 mit US General David Patraeus und und dem irakischen Premierminister Nouri al-Maliki traf. Allein in der ersten Hälfte von 2009 bereiste sie ...
... als Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR bereits ...
... Kinderhilfswerke der Vereinten Nationen in Birma und ...
... stattete einem Lager von Binnenvertriebenen im Irak einen Kurzbesuch ab. Es war bereits ...
... der dritte Besuch von Angelina Jolie im Irak. Und auch ...
... die zweite Hälfte von "Brangelina", Brad Pitt, ist sozial engagiert.
Der Hollywood-Megastar hat mit fünf Millonen Dollar ein Projekt angeschoben, das 150 Öko-Häuser für die Opfer von Hurrikan Katrina errichten soll. Diese sollen nach ...
... ökologischen Kriterien errichtet werden und resistent gegen Stürme und Hochwasser sein. Und das vor allem ...
... zu einem erschwinglichen Preis für die ehemaligen Bewohner. "Make it Right" hat Pitt das Projekt getauft. Kommen wir zu dem nächsten Hollywood-Star, der mit einer sozialen Ader von sich reden macht:
Oscar-Preisträgerin Charlize Theron ist ebenfalls Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen. Die aus Südafrika stammende US-Schauspielerin ...
... will sich vor allem dafür einsetzen, Gewalt gegen Frauen zu beenden. Außerdem ...
... eröffnete sie in Mtubatuba ihr Projekt "Mpilonhle", das ...
... im Kampf gegen Aids unter anderem Gesundheitstests und Computer-Training für Schulkinder vorsieht.
Die von Theron gesponserte Initiative wird auch von der US-Regierung und der Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey unterstützt. Doch wir sind noch lange nicht am Ende der Liste wohltätiger Promi-Frauen angelangt.
Salma Hayek ist Sprecherin des "Pampers"-Programms "One Pack = One Vaccine". Dieses kümmert sich in Kooperation mit Unicef um Tetanus-Schutzimpfungen von bedürftigen Müttern und Kleinkindern in Afrika und Asien.
"Das ist einfach eine kleine Möglichkeit, wie eine Mutter wie ich anderen Müttern weltweit helfen kann," so die 41-jährige Schauspielerin über das Programm, das ...
... mit "für jede gekaufte Windel gibt's einen Pieks" wirbt.
Zu weiteren Unicef-Botschafterinnen können sich die Schauspielerinnen Nicole Kidman, ...
... "Sex and the City"-Star ...
... Sarah Jessica Parker und ...
... Drew Barrymore zählen. So sagt Letztere: "Ich kann mir nichts Wichtigeres vorstellen, als dafür zu arbeiten, dass kein Schulkind dieser Welt mehr Hunger leiden muss."
Doch auch Musikerinnen sind ganz vorn mit dabei. Popsängerin Shakira, ...
... die sich seit 2003 ebenfalls UN-Botschafterin nennen darf, möchte wie Barrymore ...
... etwas für die rund 120 Millionen Kinder tun, die weltweit nicht zur Schule gehen. Doch als Musiker kann man auch andere Wege als die eines UN-Botschafter gehen, um aktiv zu werden. Über das weltumspannende Rockkonzert "Live 8" zum Beispiel ...
... traten 2005 170 Rock- und Popstars in zehn Städten auf vier Kontinenten auf. Unter dem Motto „Make Poverty History“ (Macht Armut zur Vergangenheit) standen Alicia Keys (Bild), Elton John, Mariah Carey, Bryan Adams, Madonna und ...
... viele mehr auf der Bühne. Iniziiert und organisiert wurden die Konzerte von Bob Geldof (Mitte, hier mit Tony Blair rechts) und Bono (links), dem Sänger der Band U2. Die gesamte Band wurde ...
... übrigens für ihre Arbeit für die Menschenrechte von der Organisation "Amnesty International" ...
... mit einem Award als "Botschafter des Gewissens" ausgezeichnet. Für die Menschenrechte und gegen die Ausbreitung der Immunsschwächekrankheit Aids macht sich auch Action-Legende ...
... Jackie Chan stark. Der Hollywood-Star informiert sich im Rahmen seiner Tätigkeit als UN-Botschafter über dies hinaus auch ...
... über die Arbeit von Rehabilitationszentren für Landminenopfer. Doch die Einsatzgebiete der Stars sind vielseitig. Die Schauspielerin ...
... Natalie Portman arbeitet zum Beispiel mit der Organisation "Finca" zusammen. Ziel ist es, sozial schwachen Mitgliedern der Gesellschaft die Chance zu geben, Jobs zu kreieren, um ihren eigenen Lebensstandard zu verbessern. Diese Art der Arbeit ...
... soll nachhaltiger sein, als einfach mit Hilfe von Spenden über Missstände hinweg zu trösten. Zum Stichwort Nachhaltigkeit macht sich auch Cameron Diaz ihre Gedanken. Zwar kreisen sich ihre mehr um den Bereich Umwelt und ...
... Schlagwörter wie "Carbon footprint", jedoch steht das Ziel fest: Mit Hilfe von Aufrufen und Gastauftritten in Dokumentationsfilmen möchte sie das Bewusstsein für unsere Umwelt steigern. So arbeitete sie zum Teil bereits mit Al Gore und ...
... Leonardo DiCaprio zusammen. Gemeinsam haben die beiden nämlich die Katastrophen-Doku "The 11th Hour" ("5 vor 12") produziert, in der ...
... der Schauspieler erklärt, dass wir im Bezug auf unsere Klimaerwärmung das Ruder noch herumreißen können, um die Erde vor dem Kollaps zu bewahren.
Doch auch die Sportler sind nicht untätig. Bereits seit 2001 ist David Beckham Botschafter für Unicef und reiste ...
... im Namen der Organisation erst 2008 das letzte Mal nach Sierra Leone. Zu den wohltätigen Sportlern kann sich auch ...
... der Tennisstar Roger Federer zählen. Er ist als erster Schweizer zum internationalen Unicef-Botschafter ernannt worden. Ebenfalls ein großer Verfechter besserer Lebensbedingungen auf der ganzen Welt ist ...
... Roger Moore, der innerhalb seines Ehrenamts verstärkt gegen Kinderpornografie kämpft. Laut Unicef-Statistik werden im Jahr 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen zum Sex gezwungen. "Die Täter ...
... müssen länderübergreifend verfolgt werden!", fordert der ehemalige 007-Held. Das meint auch Latino-Sänger ...
... Ricky Martin. Im kambodschanischen Seam Reap traf der Popstar mit Opfern sexueller Ausbeutung zusammen und ...
.... verkündete: „Ihr seid alle meine Helden. Ihr seid ein Geschenk meines Lebens". Auch in der Vergangenheit haben große Stars sich für den guten Zweck der Organisation Unicef angschlossen. Eine davon war ...
... der "Frühstück bei Tiffany's"-Star Audrey Hepburn. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Robert Wolders und dem Fotografen John Isaac reiste sie für Unicef bis kurz vor ihrem Tod ...
... in viele krisengeplagte Länder, um die Projekte von Unicef dort zu unterstützen.
Video: Kampagne "Geh wählen" - Im Studio: Johanna Klum, Moderatorin
Video: Kampagne "Geh wählen" - Peter Limbourg, N24-Chefredakteur
Video: Kampagne "Geh wählen" - Prominente gehen ... zur Bundestagswahl!

Der Berliner Rapper Sido (28) geht bei der Bundestagswahl am 27. September zum ersten Mal in seinem Leben wählen - und er möchte auch andere junge Leute dazu motivieren. "Ich habe mir früher nie einen Kopf über Politik gemacht. Dazu war ich, ehrlich gesagt, einfach zu faul. Doch es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen. Wählen gehen ist wichtig", sagte der 28-Jährige laut einer ProSieben-Mitteilung. Anlass ist die Sendung "Sido geht wählen", die der Privatsender am Tag vor der Bundestagswahl um 23.00 Uhr zeigt.

In der Dokumentation interviewt Sido Politiker, erklärt für junge Zuschauer das Wahlsystem, wofür die Parteien stehen und welche Aufgaben ein Bundeskanzler hat. Die Sendung entstand mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.

(dpa, N24)

01.09.2009 14:23 Uhr

Bundestagswahl - Zitate

öffnenschließen"Kanzlerin aller Deutschen" "Ich möchte Bundeskanzlerin aller Deutschen sein, damit es unserem Land bessergeht, und das gerade in einer solchen Krise."
Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU

öffnenschließen"Eine bittere Niederlage" "Da gibt es nichts drumherum zureden. Das ist eine bittere Niederlage."
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier

öffnenschließen"Wollen jetzt mitregieren" "Wir sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen jetzt Deutschland mitregieren."
FDP-Chef Guido Westerwelle

öffnenschließen"Knallgrüne Opposition" "Schwarz-Gelb hat eine starke Opposition verdient. Und die bekommen sie jetzt - knallgrün!"
Grüne-Vorsitzende Claudia Roth

öffnenschließen"Was wir erreicht haben ..." "1989 konnte ich mir nicht vorstellen, was wir hier erreicht haben."
Linke-Fraktionschef Gregor Gysi

öffnenschließen"SPD wird kämpfen" "Die Sozialdemokratie wird sich nach vorne kämpfen."
SPD-Chef Franz Müntefering

öffnenschließen"CSU-Ergebnis nicht zufriedenstellend" "Das Abschneiden der CSU in Bayern ist nicht zufriedenstellend."
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU

öffnenschließen"Eine schwere Stunde" "Das ist eine schwere Stunde für uns heute."
SPD-Fraktionschef Peter Struck

öffnenschließen"Soziales Profil schärfen" "Die SPD wird ihr soziales Profil schärfen müssen."
Der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit, SPD

Wahl-ABC

öffnenschließenAbgeordnete Die Abgeordneten des Bundestages sind nach dem Grundgesetz Vertreter des ganzen Volkes. Sie sind nur ihrem Gewissen unterworfen. Dem 16. Deutschen Bundestag gehören derzeit 612 Abgeordnete an.

öffnenschließenBriefwahl Wer sich am Wahltag nicht in seinem Wahlbezirk aufhält, der hat die Möglichkeit der Briefwahl. Die Unterlagen müssen auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung beantragt werden. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen am Wahltag bis zum Ablauf der Abstimmungszeit bei der zuständigen Gemeindebehörde vorliegen. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht mehr berücksichtigt. Seit der Änderung des Wahlrechts im Januar 2008 muss er dafür keine Gründe mehr angeben.

öffnenschließenBundestag Der Bundestag ist das einzige vom Volk direkt gewählte Verfassungsorgan (Volksvertretung). Der Bundestag wird aller vier Jahre gewählt. Die wesentlichen Aufgaben: Gesetzgebung, Wahl des Bundeskanzlers, Kontrolle der Bundesregierung und Bewilligung des Staatshaushalts.

öffnenschließenFünf-Prozent-Hürde Eine Partei erhält erst Mandate für den Bundestag, wenn sie einen Anteil von mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhält. Hat eine Partei weniger Stimmen, dann zieht sie nicht in das Parlament ein. Nur ihre direkt gewählten Kandidaten werden Abgeordnete.

öffnenschließenLandeslisten Von den mindestens 598 Bundestagsmandaten werden 299 über so genannte Landeslisten vergeben. Die Listen können nur von Parteien eingereicht werden. Sie bestimmen die Reihenfolge, in der die Kandidaten die Bundestagssitze besetzen, die ihrer Partei in einem Bundesland zustehen. Die Festlegung erfolgt in geheimer Abstimmung.

öffnenschließenStimmzettel Bei der Wahl zum Bundestag hat jeder Wähler eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Erststimme ist für den Direktkandidaten im jeweiligen Wahlkreis, die Zweitstimme für eine Partei. Gewählt wird durch Ankreuzen je eines Kreises auf einer Liste. Kreuzt ein Wahlberechtigter mehrere Direktkandidaten oder Parteien an oder schreibt Anmerkungen auf den Stimmzettel, ist dieser ungültig.

öffnenschließenWahlbenachrichtigung Jeder Wahlberechtigte erhält per Post eine Wahlbenachrichtigung. Damit wird er über Wahlort, Wahlraum, Wahlzeit informiert und darüber, wie man eine Briefwahl beantragt. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhält, sollte bei der zuständigen Gemeindebehörde im Wählerverzeichnis überprüfen lassen, ob er als Wahlberechtigter eingetragen ist.

öffnenschließenWahlbezirk Jeder Wahlkreis wird noch einmal in Wahlbezirke unterteilt, um das Wählen einfacher zu gestalten. Dabei sollen grundsätzlich nicht mehr als 2500 Wahlberechtigte in einem Wahlbezirk sein. Grund: Kein Wahlbezirk darf so klein sein, daß erkennbar wird, wie einzelne Wahlberechtigte gewählt haben.

öffnenschließenWahlgrundsätze Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden laut Grundgesetz in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. "Allgemein" bedeutet, dass grundsätzlich jeder Bürger wählen darf, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. "Unmittelbar" heißt, dass die Wähler die Kandidaten ohne die Zwischenschaltung von Wahlmännern wählen. "Frei" bedeutet, dass auf die Wähler kein Druck ausgeübt werden darf. "Gleich" heißt, dass jeder Stimme gleiches Gewicht zukommt. "Geheim" bedeutet schließlich, dass niemand wissen darf, wer wie gewählt hat - es sei denn, die Wählenden geben dies selbst bekannt.

öffnenschließenZweitstimme Die Zweitstimme entscheidet darüber, wie stark eine Partei im Parlament vertreten ist. Nach dem Verhältnis der gültigen Zweitstimmen wird der Anteil der Abgeordnetenmandate festgelegt, der auf eine Partei entfällt.

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