Keine klare Rechtslage

Überwachung im Büro technisch problemlos

Heimlich private E-Mails lesen, schnell mal die E-Bay-Auktionen checken - für viele trotz Verbots tägliches Vergnügen. Arbeitgeber gehen zur Offensive über. Doch wie weit dürfen sie dabei gehen?

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Privates Surfen während der Arbeit. Die Mitarbeiter dabei zu überwachen ist technisch kein Problem.

Das Überwachen von Mitarbeitern am Arbeitsplatz ist technisch kein Problem. Das gilt für das Abhören von Telefongesprächen ebenso wie das Protokollieren von Internetseiten. Zwar sind neugierigen Führungskräften gesetzliche Grenzen gesetzt. Die Rechtslage sei aber oft nicht eindeutig, berichtet das Computermagazin "c't" in seinem Sonderheft "Security".

Grundsätzlich gilt: Mitarbeiter überwachen darf nur, wer einen konkreten Verdacht hat und den Betrieb vor Schaden bewahren will. Denn das Recht der Arbeitnehmer auf Schutz vor lückenloser Überwachung wiege prinzipiell schwerer als der Kontrollwunsch mancher Arbeitgeber. Unter anderem regeln Strafvorschriften sowie Vorschriften des Datenschutzes, das Persönlichkeitsrecht sowie das Telekommunikationsgesetz die Überwachung von Arbeitnehmern.

Für den Arbeitgeber sei es daher schwer, den Umgang mit dem Datenschutz seiner Mitarbeiter eindeutig zu regeln. So finde sich in den Gesetzestexten beispielsweise ein prinzipielles Verbot von heimlicher Überwachung an Bildschirmgeräten. Allerdings sei die Überwachung der PC-Nutzung an anderer Stelle bei konkreten Verdachtsfällen erlaubt, erläutern die Experten.

(DPA, N24)

11.09.2009 09:55 Uhr

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