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Nach "Hubble"-Einsatz

Sensationsbilder aus dem All

Das "Hubble"-Teleskop ist erneuert, die Mission erfolgreich beendet: Das Teleskop liefert Bilder in nie dagwesener Schärfe und die Raumfähre "Discovery" ist wieder sicher auf der Erde gelandet.

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Im Mai 2009 wurde Hubble noch einmal aufwändig überholt. Es hat sich offensichtlich gelohnt: Nun präsentierte die US-Raumfahrtbehörde NASA gestochen scharfe Bilder von Himmelskörpern in mehreren tausend Lichtjahren Entfernung.
Die Aufnahmen sehen im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch aus. Große Begeisterung bei den Astronomen lösten die Aufnahmen eines "Schmetterlings-Nebels" ...
... und einer sogenannten "Säule der Schöpfung" aus - einer gigantischen Formation aus Gas und Staub.
Bereits im Juli 2009 hatte das "Hubble"-Teleskop einen rätselhaften, dunklen Fleck am Südpol des Jupiters aufgenommen.
Dieser stammt wahrscheinlich von einem Kometen- oder Asteroideneinschlag.
Gewaltig: Herrlicher Anblick einer farbenfrohen Auswahl von rund 100.000 Sternen, die sich in dem überfüllten Kern eines riesigen Sternenhaufens befinden.
Video: Planetengeburt - Weltraumteleskop Hubble sendet neue Fotos
Die Spiral-Galaxie NGC 6217 aufgenommen mit der neuen Hubble-Technik.
Farbenprächtiger Ausschnitt aus dem Sternenhaufen Omega Centauri.
Kometeneinschlag auf dem Jupiter fotografiert mit dem "neuen" Hubble-Teleskop.
Zwei Astronauten 560 Kilometer über der Erde: John Grunsfeld und Andrew Feustel haben sieben Stunden und zwanzig Minuten ...
... im Weltall verbracht, um eine neue Kamera am Weltraumteleskop anzubringen und einen Computer auszutauschen.
Die Mission war nicht einfach. Andrew Feustel musste kämpfen - ...
... und zwar mehr als eine Stunde lang mit einem festsitzenden Bolzen an der alten Kamera.
"Der saß da seit 16 Jahren und wollte einfach nicht herauskommen", sagte Grunsfeld.
Die Männer der US-Raumfähre "Atlantis" mussten mehrere Werkzeuge ausprobieren, bevor er sich bewegte. Und dann geschah das!
Eine Niete rutschte aus einem Werkzeugbeutel und drohte, in der Schwerelosigkeit zu entschweben.
Doch Grunsfeld bekam sie in letzter Sekunde zu fassen.
Diese Reparatur war die erste von fünf geplanten Außeneinsätzen. Die NASA hofft, dass das Teleskop ...
... durch die Modernisierung mindestens bis 2014 in Betrieb bleiben kann.
Vor Grunsfeld und Feustel liegt noch eine Menge Arbeit. Deshalb wollen sie heute gleich zum nächsten Außeneinsatz aufbrechen.
Am 4. Oktober 1957 schoss die Sowjetunion den Satelliten Sputnik 1 ins Weltall. Die piepsenden Funksignale konnten auf der ganzen Welt empfangen werden.
Am 3. November des gleichen Jahres schoss das kommunistische Land mit der Hündin Laika das erste Lebewesen ins All. Die Sowjetunion war mit beeindruckenden Erfolgen ins Rennen um die Vorherrschaft im All gestartet.
Aufgeschreckt von der technologischen Macht der Kommunisten ging die US-Regierung in die Aufholjagd. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act".
Es war die Geburtsstunde der NASA. Mit einem, für damalige Verhältnisse, beeindruckenden Budget von 80 Millionen Dollar und 8.000 Mitarbeitern nahm die Weltraumagentur im Oktober 1958 ihre Arbeit auf.
Nach dem "tierischen Erfolg" der Russen wollte die NASA gleich einen Menschen ins All schicken und begann mit dem Mercury-Programm. Doch erneut kam ihnen der Gegner zuvor. Am 12. April 1961 absolvierte Juri Gagarin seinen Raumflug um die Erde.
Der Amerikaner Alan B. Shepard kam wenige Wochen später als zweiter Mensch ins Weltall. Mit dem Apollo-Programm ging die NASA Anfang der 1960er Jahre in die Vollen und bereitete eine Mondlandemission vor.
Während des Apollo-Programms kam es zum bis dahin schwersten Unglück in der NASA-Geschichte. An Bord von Apollo 1 brach während eines Bodentests ein Feuer aus und tötete alle drei Astronauten.
Am 16. Juli 1969 gelang der NASA das Unglaubliche, die erste Landung von Menschen auf dem Mond. Legendär wurden Neil Armstrongs erste Worte auf dem Mond: "That's one small step for man, one giant leap for mankind."
Fünfmal kehrte die NASA mit Astronauten auf den Mond zurück, zuletzt mit der Besatzung von Apollo 17 am 7. Dezember 1972. Die Weltraumbehörde hatte den Zenit des Erfolges erreicht und die Sowjetunion technologisch überholt.
Am 14. Mai 1973 brachte die USA mit dem Skylab auch die erste Raumstation ins All. Skylab war jedoch nur für wenige Monate besetzt und verglühte nach sechs Jahren in der Erdatmosphäre.
Ein weiterer Meilenstein für die NASA war die Entwicklung der Space Shuttles in den 1970er Jahren. Am 12. April 1981 flog mit der Columbia erstmals ein wiederverwendbarer Raumgleiter ins All.
Zweimal kam es bei Shuttle-Missionen zu tragischen Unglücken. Am 28. Januar 1986 explodierte die Raumfähre Challenger während des Starts. Am 1. Februar 2003 brach die Raumfähre Columbia während des Landemanövers auseinander.
Trotz der beiden Unglücke ist das Shuttle-Programm ein großer Erfolg. Bis heute werden die Raumfähren etwa zur Versorgung der ISS eingesetzt. Dennoch sind ihre Tage gezählt. Die NASA sucht längst nach moderneren und billigeren Alternativen.
Seit Anfang der 1960er Jahre schickte die NASA auch zahlreiche unbemannte Sonden und Satelliten ins All, um Daten über die Erde, das Sonnensystem und andere Galaxien zu sammeln. Waren dies Anfangs einfache Vorbeiflugsonden wie die Mariner
so wurden diese im Laufe der Zeit immer komplexer. Sonden wie Pioneer (Jupiter, 1972), Viking (Mars, 1976), Galileo (Jupiter, 1989) oder Pathfinder (Mars, 1996) flogen an Planeten vorbei oder landeten auf ihnen.
Zudem schickte die NASA zur Weltraumforschung zahlreiche Teleskope ins All, darunter OAO (1972), COBE (1989), Hubble (1990) und Spitzer (2003).
Einen für Jedermann erfahrbaren praktischen Zweck erfüllen die seit 1990 gestarteten NAVSTAR-Satelliten. Sie ermöglichen die Positionsbestimmung an jedem Punkt der Welt und damit die Funktion der so genannten Navis für Autos, Schiffe oder Flugzeuge.
Obwohl die NASA zurzeit fast 20.000 Mitarbeiter beschäftigt und über ein Jahresbudget von 19 Milliarden Dollar verfügt, stößt sie seit jeher immer wieder an Ressourcengrenzen, muss Projekte zusammenstreichen oder ganz einstellen.
Dennoch hat die Weltraumbehörde auch für die Zukunft ehrgeizige Pläne. Bis 2024 soll auf dem Mond eine dauerhaft besetzte Basis aufgebaut werden. 2037 sollen erstmals Menschen die Marsoberfläche betreten.
Man darf gespannt sein, was die US-Weltraumbehörde in den nächsten 50 Jahren wirklich schafft. Betrachtet man die Erfolge der Vergangenheit, könnte dies eine Menge sein. Happy Birthday NASA!

Besser spät als nie: Mit eintägiger Verspätung ist die US-Raumfähre "Discovery" sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Shuttle mit der siebenköpfigen Besatzung landete im September 2008 nach zweiwöchigem Aufenthalt im All auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien.

Ursprünglich sollte die Fähre bereits gut 24 Stunden vorher in Florida landen. Wegen schlechten Wetters wurde die Rückkehr um einen Tag verschoben. Da die Witterungsverhältnisse in Cape Canaveral auch am Freitag eine Landung dort unmöglich machten, entschied sich die NASA für den Ausweichlandeplatz in Kalifornien.

Wegen des kostspieligen Rücktransports nach Florida hätte die US-Weltraumbehörde die Landung in Kalifornien gerne vermieden. Der aufwendige Transfer eines Shuttles auf einem umgebauten Flugzeug dauert immer rund eine Woche und schlägt mit 1,7 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro) zu Buche.

Das Kontrollzentrum gratulierte der Besatzung der "Discovery" unmittelbar nach der Landung für eine "außerordentlich erfolgreiche Mission". Das Shuttle hatte der Internationalen Weltraumstation (ISS) mehr als 8.000 Kilogramm an Ausrüstung und Geräten für wissenschaftliche Experimente gebracht. In der vergangenen Woche waren insgesamt 13 Astronauten fast rund um die Uhr im Einsatz, um einen neuen Kühltank für die ISS anzubringen und 18 Meter Kabel für einen neuen Aufenthaltsraum im All zu verlegen.

Zu den Heimkehrern gehört auch der NASA-Astronaut Timothy Kopra. Er war fast zwei Monate im All. Seinen Platz in der ISS-Bordmannschaft nahm NASA-Kollegin Nicole Stott ein. Mit zurück auf die Erde kam außerdem "Buzz Lightyear", die Figur aus dem Film "Toy Story", die im 2008 im Rahmen eines Bildungsprogramms auf die ISS gebracht worden war.

Die "Discovery" hatte am Dienstag von der Internationalen Raumstation abgedockt. An der Mission nahm auch der ESA-Astronaut Christer Fuglesang teil.

(AP, N24)

11.09.2009 17:16 Uhr

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