Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft

 

Ein Jahr Finanzkrise

Chronologie der Ereignisse

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers löste vor einem Jahr eine dramatische Zuspitzung der Finanzkrise aus. Eine Chronologie der Ereignisse.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
15. September: Der "schwarze Montag" der Wall Street: Die Investmentbank Lehman Brothers muss Insolvenz anmelden, ihr Konkurrent Merrill Lynch wird von der Bank of America aufgekauft.
Die Lehman-Pleite erschüttert das Vertrauen in der Finanzbranche, der Kreditmarkt friert praktisch ein. Die Börsen stürzen ab.
17. September: Die US-Notenbank rettet den Versicherungsriesen AIG mit einem Kredit von ...
... 85 Milliarden Dollar.
Die US-Regierung kündigt ein 700 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket für die Finanzbranche an.
21. September: Die beiden letzten unabhängigen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley verzichten auf ihren Sonderstatus und werden zu gewöhnlichen Geschäftsbanken.
25. September: Die größte US-Sparkasse Washington Mutual bricht zusammen und wird ...
... von der Großbank J.P. Morgan Chase aufgefangen.
29. September: Für den deutschen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate wird ein 35 Milliarden Euro schweres Rettungspaket geschnürt.
30. September: Die irische Regierung beschließt eine etwa 400 Milliarden Euro schwere Garantie für alle Einlagen bei den sechs großen Banken des Landes.
5. Oktober: Die Bundesregierung verkündet eine Komplettgarantie für private Einlagen. Das Rettungspaket für die Hypo Real Estate muss von 35 auf 50 Milliarden Euro aufgestockt werden. Später wird die HRE verstaatlicht, ihre Rettung kostet rund 100 Milliar
7. Oktober: Islands Ministerpräsident Geir Haarde warnt vor einem "Staatsbankrott" und übernimmt die Kontrolle über das Bankensystem.
8. Oktober: Sechs große Notenbanken senken gemeinsam die Leitzinsen. Die Panik an den Börsen können sie nur kurz eindämmen.
13. Oktober: Die Bundesregierung stellt ein Banken-Rettungspaket im Volumen von 500 Milliarden Euro vor. Frankreich präsentiert einen 360 Milliarden Euro schweren Hilfsplan. Viele EU-Länder schnüren ebenfalls Notpakete.
Frankreich präsentiert einen 360 Milliarden Euro schweren Hilfsplan. Viele EU-Länder schnüren ebenfalls Notpakete.
21. Oktober: Die Landesbank BayernLB will als erste Bank auf das Paket zugreifen. Sie braucht 6,4 Milliarden Euro frisches Kapital. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy schlägt die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien vor. Berlin lehnt dies ab.
29. Oktober: Die US-Notenbank senkt ihren Leitzins angesichts düsterer Konjunkturerwartungen um 0,5 Prozentpunkte auf 1 Prozent.
3. November: Die Commerzbank - das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut - sowie die Landesbanken HSH Nordbank und WestLB greifen auf das staatliche Rettungspaket zu.
5. November: Die Bundesregierung beschließt ein rund 12 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket.
Damit sollen Investitionen von 50 Milliarden Euro angestoßen und eine Million Jobs gesichert werden. Später folgt ein zweites Konjunkturpaket.
6. November: Die EZB senkt den Leitzins auf 3,25 Prozent, der erste Schritt von mehreren zum aktuellen Niveau von 1,00 Prozent.
9. November: China kündigt ein fast 600 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket für die beiden kommenden Jahre an.
13. November: Deutschland ist offiziell in der Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte in zwei Quartalen in Folge.
14. November: Der Autobauer Opel bittet die Bundesregierung um Bürgschaften von gut einer Milliarde Euro.
15. November: Ein Treffen der G20-Länder in Washington macht einen ersten Vorstoß für eine Reform des Weltfinanzsystems.
25. November: Die US-Notenbank kündigt ein 800 Milliarden Dollar schweres Programm zum Aufkauf mit Krediten besicherter Wertpapiere an.
26. November: Die EU-Kommission schlägt ein 200 Milliarden Euro umfassendes Konjunkturpaket vor.
28. November: Die Dimension der Krise der BayernLB wird deutlich: Sie braucht Unterstützung von insgesamt 30 Milliarden Euro. Die Bank will 5600 Stellen streichen und das Auslandsgeschäft kappen.
Klicken Sie hier, um die Galerie zu starten!
GM-Chef Fritz Henderson: "Nach großen Anstrengungen, um offene Fragen zu klären und Details des deutschen Finanzierungspakets auszuarbeiten, haben sich GM und sein Verwaltungsrat dazu entschieden, Magna/Sberbank als Investor zu empfehlen."
Opel-Betriebsratsvorsitzender Klaus Franz: "Ich weiß, dass dies keine leichte Entscheidung für General Motors war, aber ich freue mich, dass Opel nun eine Zukunft hat."
Opel-Treuhand-Chef Fred Irwin: "Das bedeutet nicht, dass Adam Opel gerettet ist."
Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Ich weiß, dass vor Opel noch ein schwieriger Weg liegt."
Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier: "Ich bin froh, dass General Motors sich für die Investorenlösung entschieden hat."
FDP-Chef Guido Westerwelle: "Ob Opel wirklich schon über den Berg ist, wird man erst wissen, wenn alle Einzelheiten der GM-Beschlüsse belastbar geklärt sind."
Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer: "Das ist eine große Entscheidung, wenn sie wirklich so umgesetzt wird."
Hessens Ministerpräsident Roland Koch: "Insbesondere aber danke ich Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren Klugheit und Nervenstärke sich nach Monaten des harten Ringens nunmehr ausgezahlt haben."
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: "Das ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiter von Opel, für ihre Familien und für Nordrhein-Westfalen."
IG-Metall-Chef Berthold Huber: "Ich hoffe, dass jetzt der Knoten gelöst wurde, und dass niemand neue Hindernisse aufbaut."
Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel: "Auf dieser Grundlage können wir endlich anders planen als mit der Drohung, dass Standorte geschlossen werden."
Eisenacher Betriebsratsvorsitzender Harald Lieske: "Man muss aber noch sehen, ob Magna Wort hält."
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Volkswagen stößt Daimler vom Thron und ist somit das beliebteste deutsche Unternehmen.
Die letzten beiden Jahre stand Daimler in der Beliebtheitsskala an der Spitze, 2009 müssen sich Vorstandvorsitzender Dieter Zetsche und sein Unternehmen mit der Silbermedaille begnügen.
Vorstandschef Peter Löscher wird's freuen. Trotz eines weltweit geplanten Abbaus von 1.600 Stellen geht der dritte Platz wie in den Vorjahren an Siemens, dicht gefolgt von …
… BMW. Der Automobilkonzern aus Bayern erreicht in der Umfrage Platz vier.
Rang fünf für die vier Ringe: Vor kurzem feierte die Audi AG 100-jähriges Jubiläum, unter anderem mit Showmaster Thomas Gottschalk und Pianist Lang Lang.
Ebenfalls mit rund fünf Prozent der Stimmen konnte sich Opel Platz sechs sichern – nach den Negativschlagzeilen doch eine recht erfreuliche Nachricht!
Obwohl von VW geschluckt, ist Sportwagenhersteller Porsche im Ranking noch eigenständig auf Platz sieben vertreten. Vorstandsvorsitzender Wiedeking musste trotzdem gehen.
Bosch-Angestellter bei der Arbeit in Tamm: Der schwäbische Autozulieferer und Technologiekonzern kommt auf Platz acht.
Platz neun für den Chemiekonzern BASF. Eine Aufnahme zeigt das Gelände des Unternehmens in Ludwigshafen von oben.
Schlusslicht in der Top Ten: Der rosa Riese aus Bonn. Das Telekommunikationsunternehmen machte in den vergangenen Monaten vor allem durch Bespitzelungsvorwürfe von sich Reden.

(dpa, N24)

14.09.2009 13:52 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft