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Studien-Finanzierung

BAföG, Stipendium oder Kredit?

Das neue Semester steht vor der Tür, viele Erstsemestler werden wieder die Unis bevölkern. Doch wie finanziert man das Studium am besten: Ein Vergleich zwischen BAföG, Krediten und Stipendien.

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Finanzierungsvarianten fürs Studium: BAföG, Stipendien oder Studienkredit bieten sich als Möglichkeiten an.

Tausende junge Menschen starten in wenigen Wochen ein Studium. Angesichts hoher Lebenshaltungskosten und der in einigen Bundesländern fälligen Studiengebühren fragen sich viele: Wie finanziere ich mein Studium? Wichtigste Quellen sind nach wie vor die Eltern, von denen 90 Prozent aller Studierenden unterstützt werden, sowie Nebenjobs. Aber auch BAföG, Stipendium und Studienkredit bieten Alternativen zur Finanzierung.

BAFÖG:

Der Staat greift Studenten unter die Arme, wenn Eltern nicht für den Unterhalt aufkommen können. Wer BAföG will, darf zu Studienbeginn das 30. Lebensjahr nicht vollendet haben. Der Höchstbetrag nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz liegt für Studierende bei 648 Euro monatlich - der Durchschnitt bei 363 Euro. Neben eigenem Einkommen oder Vermögen spielen auch der Familienstand, das Einkommen der Eltern und die Geschwisterzahl eine Rolle. Den voraussichtlichen Förderbetrag können sich Interessenten beim Deutschen Studentenwerk (DSW) vorab errechnen lassen.

Das Studenten-BAföG besteht je zur Hälfte aus einem Zuschuss und einem zinslosen Darlehen. Dieses Darlehen von maximal 10.000 Euro muss nach Ende des Studiums zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer und dauert höchstens 20 Jahre. Einen Teilerlass gibt es etwa für ein besonders schnelles Studium. Wer sehr wenig verdient, kann sich von der Rückzahlung freistellen lassen. Rund ein Viertel der Studierenden bekommt BAföG.

KREDITE:

Banken bieten spezielle Kredite für Studenten an. Das Studentenwerk empfiehlt das Angebot der staatseigenen KfW-Bankengruppe als eines der besten. Es richtet sich an Studierende im Erststudium, die zu Kreditbeginn nicht älter als 30 sind. Die Förderbeträge liegen monatlich zwischen 100 und 650 Euro. In der Regel wird bis zum zehnten Semester gezahlt. Eine Verlängerung um vier weitere Semester ist möglich. Nach der Auszahlung folgt eine Karenzzeit von maximal 23 Monaten. Danach beginnt die Rückzahlung, die maximal 25 Jahre dauern darf. Der Zinssatz ist variabel, er wird zweimal im Jahr angepasst. Beim Abschluss wird aber ein maximaler Zinssatz für einen Zeitraum von 15 Jahren garantiert. Etwa zwei bis drei Prozent der Studierenden beantragen laut DSW einen Kredit dieser Art.

Von staatlicher Seite gibt es zusätzlich Bildungskredite, die sich an Studenten und Schüler in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen richten. Die Abwicklung erfolgt über die KfW. Das Darlehen wird in monatlichen Raten von 300 Euro ausgezahlt. Es wird maximal 24 Monate gewährt. Auch für dieses Programm sind Zinsen fällig.

STIPENDIEN:

Elf Begabtenförderungswerke sowie weitere private Institutionen und Stiftungen unterstützen talentierte und bedürftige Studenten. Allerdings deckt ein solches Stipendium in der Regel nur einen Teil der Lebenshaltungskosten. Etwa zwei Prozent der Studierenden bekommen ein Stipendium.

(AFP, N24)

26.09.2009 11:41 Uhr

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