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Jubel und Trauer

Schwarz-Gelb gewinnt die Wahl

Jubel und Trauer bei den Parteien: Die Bundestagswahl hat den Regierungswechsel gebracht. Union und FDP werden künftig in Deutschland regieren. Die SPD wird auf die Ersatzbank geschickt.

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So sehen Sieger aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde nach der Bekanntgabe der Wahlhochrechnungen von ihren Anhängern frenetische gefeiert.
Die Union erlangte bei der Bundestagswahl 33,8 Prozent und kann jetzt gemeinsam mit der FDP (14,6 Prozent) regieren.
Entsprechend groß auch die Freude bei den Liberalen. FDP-Chef Guido Westerwelle hatte sich im Wahlkampf von Anfang an für ein ...
... schwarz-gelbes Bündnis stark gemacht. Seine klare Absage an eine mögliche Ampelkoalition hat sich offenbar ausgezahlt.
Mit nur 23 Prozent steckt die SPD hingegen weiter tief in der Krise. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier gestand in Berlin seine Niederlage ein und ...
... versprach, künftig aus der Opposition heraus die Regierungsarbeit mitzugestalten.
Die Grünen konnten zumindest leicht auf 10,7 Prozent zulegen, müssen aber ebenfalls weiter in der Opposition bleiben.
Für die Grünen-Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin ist dies jedoch kein Grund zur Trauer. Stattdessen sehen sie sich durch die Zugewinne in ihrer Politik bestätigt.
Ein weiterer großer Gewinner der Wahl ist die Linkspartei. Die Partei von Spitzenkandidat Gregor Gysi freut sich über einen deutlichen Stimmenzuwachs auf 11,9 Prozent.
In Brandenburg kann sie nach massiven Gewinnen sogar auf eine Regierungsbeteiligung hoffen.
Die Wahlbeteiligung erreichte mit rund 71 Prozent ein neues Rekordtief. Deutschlands Spitzenpolitiker gingen am Sonntag hingegen geschlossen an die Wahlurnen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Ehemann Joachim Sauer hatten bei der Stimmabgabe in Berlin allen Grund, gut gelaunt zu sein.
In allen Umfragen lag die CDU deutlich vor der SPD und ihrem Spitzenkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Der Sieg zeichnete sich bereits ab.
Dennoch kamen auch Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender gut aufgelegt an die Wahlurne in Berlin.
Im Wahllokal verbreitete Steinmeier noch gute Laune, vielleicht ein letzter Versuch noch einige unentschlossene Wähler zu überzeugen.
Auch FDP-Chef Guido Westerwelle setzte sich beim Wahlgang perfekt in Szene. Der Oberliberale konnte laut den letzten Umfragen ...
... auf eine Beteiligung an einer Schwarz-Gelben Bundesregierung hoffen und war entsprechend gut aufgelegt.
Ähnlich ging es auch dem Spitzenkandidat der Linkspartei Gregor Gysi und seiner Frau Andrea.
Schon ein Test für ein mögliches Gelöbnis? Nein, Gregor Gysi scherzte bei seinem Gang zur Wahlurne in Berlin-Pankow ...
... nur mit den wartenden Medienvertretern. Seine Partei konnte mit einem ordentlichen Stimmenzuwachs rechnen und den gab es dann ja auch.
Die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast probte in Berlin-Schöneberg vorsichtshalber noch einmal den Einwurf des Wahlzettels.
Beim Gang an die Urne hat dann auch alles problemlos geklappt. An ihr lag es also nicht, dass aus der Regierungsbeteiligung letztlich doch nichts wurde.
Der Unions-Politstar Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte gleich seine ganze Familie mit ins Wahllokal gebracht.
Standesgemäß befand sich dieses natürlich in Guttenberg (Oberfranken), dem Heimatort der namensgebenden Adelsfamilie.
Guttenberg konnte sich begründete Hoffnungen machen, auch künftig in Deutschland mitzuregieren. Kaum ein anderer Politiker hatte zuletzt ähnlich gute Zustimmungswerte.
Auch Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise gingen in der Bundeshauptstadt wählen.
Das deutsche Staatsoberhaupt ist normalerweise der Unparteilichkeit verpflichtet.
Bei der Bundestagswahl durfte und musste aber auch er sich für eine Partei entscheiden.
In Potsdam gingen Matthias Platzeck (SPD) und seine Frau Jeanette Jesorka wählen.
Für den Brandenburger Ministerpräsident ging es bei der Doppelwahl dort auch um die Fortsetzung seiner Regierungszeit und die hat er auch erreicht.
Auch in Schleswig-Holstein wurde neben dem Bundestag auch der Landtag neu gewählt. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) wollte künftig ohne die SPD regieren.
Auch dieser Plan ging offenbar auf, obwohl SPD-Spitzenkandidat Ralf Stegner gleich seine ganze Familie ...
... mit ins Wahllokal brachte.
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(N24)

27.09.2009 16:32 Uhr

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