Fußball: Champions League

VfB sucht in Rumänien nach Stabilität

Stuttgart erhofft sich Auftrieb nach dem Erfolg in der Liga. Beim rumänischen Meister Unirea Urziceni muss ein Sieg her - sonst hat der VfB laut Trainer Babbel in der Königklasse nichts verloren.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

An das Erfolgserlebnis vom Wochenende will der VfB Stuttgart anknüpfen, der rumänische Meister Unirea muss dazu in der Champions League geschlagen werden.
Sie sind die "Königlichen" und sie gehen standesgemäß einkaufen: Real Madrid hat für die teuersten Transfers in der Fußballgeschichte gesorgt. Die Wirtschaftskrise scheint spurlos am Verein vorüberzugehen, denn ...
... seit Manuel Pellegrini (im Bild) als neuer Trainer und der steinreiche Bauunternehmer Florentino Perez als zurückgekehrter Präsident bei Real das Sagen haben, heißt die Devise: Einkaufen bis der Arzt kommt.
Nur die besten Spieler sollen es sein: Gerade haben die Madrilenen mit dem Rekordangebot von 94 Millionen Euro für Cristiano Ronaldo seinen Verein Manchester United und die übrige Fußballwelt geschockt. Wenn ManU da mal nicht schwach wird.
Auch auf Bayern-Star Franck Ribéry haben die Spanier mehr als ein Auge geworfen. Doch schon in den vergangenen Jahren haben sie die Maßstäbe in Sachen Transfersummen gesetzt. Hier die Top Ten der teuersten Einkäufe (Ablösesummen zum Teil geschätzt): ...
... Platz 10 für Juan Verón. Der Argentinier wechselte 2001 für 43,7 Millionen Euro von Lazio Rom zu Manchester United.
Auf Platz 9: Ronaldo. Als er sich noch in physischer Hochform befand (2002), legte Real Madrid 45 Millionen Euro bei Inter Mailand auf den Tisch.
Rang 8 für Andrej Schewtschenko. Er ging 2006 für 46 Millionen Euro vom AC Milan zum FC Chelsea.
Auf Rang 7 findet sich Christian Vieri wieder. 1999 kaufte ihn Inter bei Lazio für 46,5 Millionen Euro.
Einen Innenverteidiger ließ sich ManU 2002 46,7 Millionen Euro kosten. Rio Ferdinand kam von Leeds United und landet mit dieser Summe auf Platz 6.
Rang 5 für den Spanier Gaizka Mendieta (M.). Für 48 Millionen Euro kaufte ihn Lazio Rom 2001 beim FC Valencia ein.
Platz vier und 50-Millionen-Grenze geknackt: Hernan Crespo kostete im Jahr 2000 Lazio Rom 56,2 Millionen Euro. Ligakonkurrent AC Parma freute sich über das Geld.
Platz drei für diesen Transfer, der in der spanischen Liga im selben Jahr für Aufruhr sorgte: Portugals Mittelfeld-Genie Luís Figo ging für ...
... 61,4 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Real Madrid.
Erst vor wenigen Tagen wurde dieser Hammertransfer bekannt, der damit den 2. Platz besetzt: Real Madrid - wer sonst - holte sich den Brasilianer Kaká ...
... für schlappe 65 Millionen Euro. Das Konto des AC Mailand machte einen gehörigen Sprung.
Bislang unerreicht bleibt aber er: Frankreichs Ballzauberer Zinedine Zidane ist der teuerste Transfer aller Zeiten. Wiederum die "Königlichen" schlugen ...
... 2001 bei Juventus Turin zu und holten ihn für 71,6 Millionen Euro. Inzwischen ist auch Zidane wieder für Real aktiv: Er steht dem neuen Präsidenten als Berater zur Seite. Vielleicht flüstert er ihm ja noch mehr spektakuläre Transfers ein.
Hier noch der teuertste Torwarttransfer: Er ging 2001 in Italien über die Bühne. Juve überwies für Gianluigi Buffon 38,3 Millionen Euro nach Parma.
Von Rekordsummen ist die Bundesliga weit entfernt, doch auch hier ging gerade der teuerste Transfer über die Bühne. Für 30 Millionen Euro lotste sich der FC Bayern Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart ins Haus.
Fußball-Fan sein, ist eine Herzensangelegenheit. Klubbesitzer sein, ist purer Luxus. Und immer mehr ...
... Milliardäre leisten ihn sich. Jüngstes Beispiel: Real Madrids neuer Klubpräsident Florentino Perez. Der Spanier will die "Königlichen" zu den "Neo-Galaktischen" machen - in Anlehnung an die Ära mit Fußballikonen wie Zidane, Figo und Beckham. Dafür ...
... will Perez 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Nach Kaka (r.) für 65 Millionen Euro soll auch Cristiano Ronaldo kommen. Für mehr als 90 Millionen Euro lässt ManU den Portugiesen ziehen. Ole Perez! Die N24.de-Rangliste der "Soccer Billionaires":
Rang zehn geht an Philip Anschutz. In den Medien meidet er Auftritte und lässt eher seine Teams sprechen. Laut "Forbes" beläuft sich sein Vermögen auf acht Milliarden Dollar. "Seine" Fußballteams sind ...
... L.A. Galaxy um den englischen Superstar David Beckham, Houston Dynamo und Hammarby IF, schwedischer Erstligist. In Deutschland ist Anschutz vor allem als Erbauer der ...
... O2-Arena in Berlin bekannt. Dort spielen seine ...
... "Eisbären", Deutschlands ...
... vierfacher Eishockey-Champion, auch Titelträger 2009.
Platz neun schafft Dietmar Hopp. Der SAP-Gründer, geschätzte 8,5 Milliarden Dollar (etwa 6 Milliarden Euro) schwer, engagiert sich in seiner Heimatregion Rhein-Neckar und unterstützt dort die Sport- und Jugendarbeit. Sein bekanntestes Ziehkind ...
... heißt TSG Hoffenheim. Dort soll er in den vergangenen Jahren rund 170 Millionen Euro investiert haben. Herausgekommen ist bisher ein neues Stadion und der Titel des Herbstmeisters - und das Maskottchen "Hoffe".
Sportlich noch weit vor Hoffenheim rangiert Arsenal London, unter anderem mehrfacher englischer Meister und Pokalsieger. Mit dem Buch "Fever Pitch" und dem gleichnamigen Film wurde den "Gunners" ein Denkmal gesetzt. Auch ...
... dank des Geldes von Alisher Usmanov. Der Milliardär (geschätztes Vermögen 9,3 Milliarden Dollar) ist derzeit größter Aktionär des Klubs.
Platz sieben geht an Silvio Berlusconi. Der italienische Medienmogul und Ministerpräsident, dessen Vermögen bei 9,4 Milliarden Dollar liegen soll, ist seit 1986 "Presidente" des ...
... AC Mailand. Seinen Millionen ist so mancher Titel zu verdanken, seinen Gehältern so mancher Stareinkauf - wie Brasiliens Superstar Ronaldinho (l.). Berlusconis neueste Eroberung ...
... hat mit "Milan" aber nichts zu tun. Noemi, blutjung und wohl seit längerem mit Berlusconi "befreundet".
Hätten sie die Herren auf dem Bild erkannt? Links: Paul Allen, rechts: Bill Gates. Microsoft-Gründer. Allen ist auch Fußball-Fan, in den USA Soccer genannt. Sein Team ...
... sind die Seattle Sounders. Allen sitzt auf etwa 16 Milliarden Dollar.
Francois Pinault belegt Rang fünf. Sein Vermögen beträgt geschätzte 16,9 Milliarden Dollar. Es stammt zum Großteil aus den Gewinnen des Luxuskonzerns PPR, zu dem auch der Sportartikler Puma gehört. Seine Leidenschaft heißt aber ...
... Stade Rennes.
Amancio Ortega macht auch in Mode und Luxus: Sein Firmenimperium nennt sich Inditex, dazu gehört beispielsweise die Kette ...
... Zara und die floriert. Ortegas Vermögen beläuft sich derzeit auf 20,2 Milliarden Dollar. Der Spanier versucht seit Jahren ...
... Deportivo La Coruna erfolgreich zu machen.
Lakshmi Mittal ist Inder und macht in Stahl (ArcelorMittal). 20,5 Milliarden Dollar beträgt laut "Forbes" sein Vermögen. Eigentümer ist er von den ...
... Queen's Paar Rangers - neben Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Renault-Teamchef Flavio Briatore. Kein Wunder, dass die Fans schon ein wenig größenwahnsinnig erscheinen.
Auch bei Chelsea hat man (noch) keine Geldsorgen. Der Grund heißt ...
... Roman Abramowitsch. Der Milliardär sitzt auf geschätzten 23,5 Milliarden Dollar, trotz Scheidung. Damit kann sich der Russe auch noch einen ...
... Hubschrauber samt ...
... Jacht dazu leisten - und das Gehalt für den derzeit wohl besten ...
... deutschen Fußballspieler Michael Ballack. "You can't mess with the Blues." Lediglich ...
... Oleg Deripaska (im Bild rechts mit Russlands Präsident Medwedew) hat unter den Fußballfans dieser Welt noch mehr Kohle (geschätzte 28 Milliarden Dollar). Die steckt er vorzugsweise in den (noch) nicht so erfolgreichen russischen Klub Kuban Krasnodar.
Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Buddhas auf dem Dach? DJ-Pult für Bayern-Partys? Bibliothek zur geistigen Erbauung? Der Firlefanz der Klinsmann-Ära musste ...
... weichen. Mit dem Niederländer Louis van Gaal weht beim Rekordmeister FC Bayern München ein neuer Wind. Ab jetzt wird trainiert, nicht meditiert.
Der Trainer hat einiges an Material zum Formen. Neu im Team (von oben links nach unten rechts): Thomas Müller, Holger Badstuber, Mario Gomez, Anatoli Timoschtschuk, Ivica Olic, Edson Braafheid, Alexander Baumjohann, Daniel Pranjic und Andreas Görlitz.
Und bei der ersten Trainingseinheit mussten die Neulinge - wie hier Ex-HSV-Angreifer Olic - gleich ordentlich ran. Unter den Augen ...
... unzähliger Kameras bemühten sich die Bayern-Kicker, einen guten Eindruck beim als streng geltenden ...
... van Gaal zu hinterlassen. Mit an die Isar brachte der Holländer 13 neue Experten, zuvorderst Co-Trainer Andries Jonker (re.).
Bindeglied zwischen "altem" und "neuem" FC Bayern ist Haudegen Hermann Gerland (re., mit Jonker), der zuletzt die zweite Mannschaft der Münchner trainierte.
Trotz Trainings ließ es der neue Übungsleiter am ersten Tag locker angehen. Rekord-Neuling Mario Gomez - er kam für schlappe 30 Millionen Euro vom VfB - verging zumindest nicht das Lachen.
Ob die Bayern-Profis, zu denen am ersten Trainingstag zumindest auch noch Franck Ribery gehörte, verstehen, was ihr neuer Coach von ihnen verlangt, können Fans erst in ...
... einigen Wochen sehen - wenn der Ball in der Liga wieder rollt.

Nach zwei Siegen in der Fußball-Bundesliga und im DFB-Pokal möchte der VfB Stuttgart nun auch in der Champions League Boden gutmachen. Beim rumänischen Meister Unirea Urziceni benötigt er in Bukarest (ab 20.45 Uhr) einen Sieg, um den schwachen Auftakt gegen Glasgow (1:1) ausgleichen zu können. "Das ist für den Verein ein unheimlich wichtiges Spiel. Wir müssen an die sehr, sehr gute Leistung von Frankfurt anknüpfen", sagte Teamchef Markus Babbel.

Was das 3:0 vom Samstag ausgelöst hat, darüber ist man sich in Stuttgart nicht ganz einig. Bei den meisten Spielern wirkte dieser Sieg wie eine Befreiung. "Das war sehr wichtig für uns. Wir hoffen, dass wir dadurch endlich heraus sind aus der Krise", sagte Ciprian Marica. Babbel klang weitaus gedämpfter: "Wir müssen diese Leistung erst bestätigen und auch hier eine Top-Performance abliefern", sagte er. Sonst habe man in der Champions League "nichts zu suchen" und sonst sei auch der Erfolg in Frankfurt nicht viel wert.

Zu sehr auf Erfolg der Vorsaison ausgeruht

Die Stuttgarter haben gelernt, sich selbst zu misstrauen. Zu groß ist noch immer der Kontrast zur vergangenen Saison. Dort hielt eine Mannschaft eng zusammen und kämpfte verbissen "um jeden Zentimeter Boden", wie ihr Trainer gern beschreibt. Nur wenige Monate später ist das bis auf Alexander Hleb, Pawel Pogrebnjak (beide neu) und Gomez (zum FC Bayern) weitgehend identische Team nur noch sehr schwankend in seinen Leistungen und sucht nach seiner inneren Stabilität. Dafür gab es zuletzt mehrere Anzeichen; Jens Lehmanns Ausflug zum Oktoberfest zum Beispiel oder ein Interview von Thomas Hitzlsperger in den "Stuttgarter Nachrichten": "Es wäre hilfreich, wenn der eine oder andere seinen Teil der Verantwortung mitträgt", sagte er darin.

Sportchef Horst Heldt hat für diesen Kontrast eine plausible Erklärung: Seine Spieler hätten sich zunächst etwas ausgeruht auf dem Erfolg der Vorsaison. Und seien dann, als es nicht lief, nervös geworden. Das Erfolgserlebnis von Frankfurt sei genau das, "was wir benötigt haben", sagte er. "Die Spieler glauben wieder an sich."

Die Partie im Steaua-Stadion von Bukarest wird für den VfB trotzdem nicht leicht. Hleb fällt wegen seines Muskelfaserrisses sowohl dort als auch am Sonntag gegen Werder Bremen aus. Dazu wird sich am Dienstag zeigen, wie gefestigt die Mannschaft tatsächlich ist. Ihr Gegner lässt sich leicht unterschätzen. Urziceni hat nur 17 000 Einwohner. Das eigene Stadion ist für die Champions League zu klein. Seine Erfolge verdankt der Club einem steinreichen Präsidenten, der hat ihn binnen sieben Jahren von der dritten rumänischen Liga in die Königsklasse geführt.

Unirea keine Eintagsfliege

Ein Reporter wollte von Ciprian Marica wissen, wo Unirea leistungsmäßig anzusiedeln sei: eher in der 2. Bundesliga oder im unteren Drittel der ersten. "In der Champions League gibt es keine schlechten Gegner", entgegnete der. Markus Babbel warnt deshalb nicht nur vor dem eigenen Übermut, sondern auch vor den Rumänen: "Sie sind aktueller Meister und stehen in ihrer Liga schon wieder vorn", sagte er. "Das ist keine Eintagsfliege, sondern ein harter Brocken." Urzicenis Trainer Dan Petrescu gab die Komplimente prompt zurück: "Um gegen Mannschaften wie Sevilla und Stuttgart bestehen zu können, müssten wir schon mit 15 Mann spielen", scherzte er.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Lehmann - Celozzi, Tasci, Delpierre, Boka - Hilbert, Khedira, Hitzlsperger, Gebhart - Cacau, Schieber.

Unirea Urziceni: Arlauskis - Maftei, Galamaz, Bruno Fernandes, Bordeanu - Paduretu, Paraschiv, Apostol, Balan - Bilasco, Rusescu.

(dpa, N24)

29.09.2009 11:36 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Sport