Ursache ungeklärt

Der Untergang der Estonia

Es war das schwerste Schiffsunglück in Europa nach 1945: Am 28. September 1994 sinkt die Fähre "Estonia". Rund 900 Menschen kommen ums Leben. Bis heute wird über den Unfallhergang gerätselt.

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Am 28. September 1994 ereignet sich das schwerste Schiffsunglück Europas nach dem zweiten Weltkrieg. Mit rund 1.000 Passagieren an Bord sinkt die Ostsee-Fähre "MS Estonia" (im Bild). Rund 900 Menschen sterben, nur 137 überleben das Unglück.
Bis heute sind die Umstände der Katastrophe nicht zweifelsfrei aufgeklärt. Bei hohem Seegang ist die "Estonia" nachts von Tallinn nach Stockholm unterwegs. Die Scharniere der Bugklappen, die zum Beladen geöffnet werden können, halten dem Druck ...
... nicht Stand, brechen, Wasser dringt auf das Deck ein und die "Estonia" sinkt. Doch das sind nur die nüchternen Fakten. An Bord spielen sich Dramen ab. So gibt es zwar eine Warndurchsage, doch sie ist in estnischer Sprache. Die meisten Passagiere ...
... sind Schweden, ihnen bleibt verborgen, dass sie sich retten sollen. Weil sich die "Estonia" auf einer viel befahrenen Route befindet, sind nach dem "Mayday" rasch andere Schiffe am Unglücksort. Doch hoher Wellengang behindert die Rettungsmaßnahmen.
Die meisten Passagiere, die sich noch von Bord retten konnten, ertrinken oder sterben auf Rettungsinseln an Unterkühlung.
Das Wasser ist an diesem Tag 13 Grad kalt. Nur 94 Leichen können geborgen werden. Erst nach und nach werden Wrackteile geborgen.
Die Frage, die sich die Angehörigen der Opfer stellen bleibt: Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen?
Zweifel an der offiziellen Version des Unglückshergangs bleiben in der Welt. Aufnahmen eines Unterwasserroboters …
… werden teilweise von den Behörden unter Verschluss gehalten. Die Regierung will das Wrack nicht heben, sondern mit einer Beton-Hülle versiegeln – um die Totenruhe zu gewährleisten, so die Begründung.
Noch bevor der umstrittene und teure Plan umgesetzt wird, transportierten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Schiffe tonnenweise Schutt an die Unfallstelle und begraben das Wrack damit. Was haben die Behörden zu verbergen?
Es gibt Vermutungen, dass sich nicht kontrollierte Waffenlieferungen aus Russland an Bord der Estonia befanden. Ein schwedischer Zollbeamter befeuert diese Geschichten mit Aussagen 2004. Daraufhin wieder aufgenommene Untersuchungen ...
... sind noch nicht abgeschlossen. Andere Quellen behaupten, dass Mafiosi Heroin und tonnenweise radioaktives Kobalt an Bord gebracht hätten. Das Material befinde sich noch immer an Bord des Wracks und könnte zum Bau einer Bombe missbraucht werden.
Ungewiss ist auch, ob der zum Unglückszeitpunkt bestehende Wasserdruck ausreichte, um die Scharniere der Bugklappen zum Bersten zu bringen. Es wird über Detonationen spekuliert.
Bis heute gedenken die Angehörigen der Opfer zu den Jahrestagen. Sowohl in Estland als auch Schweden gibt es Gedenkstätten. Der Schmerz …
… sitzt noch immer tief.
Washington: Aus noch ungeklärter Ursache ist im Berufsverkehr eine vollbesetzte U-Bahn in einen anderen, vor dem Bahnhof wartenden Zug, gerast.
Kurz nach 17 Uhr ereignete sich das Unglück, bei dem laut neuester Angaben die Zahl der Toten auf neun gestiegen ist.
Bis spät in die Nacht arbeitete die Feuerwehr an der Bergung der ...
... über 70 Verletzten.
An der Grenze der US-Hauptstadt zum Bundesstaat Maryland werden die Züge von einem Zentralcomputer kontrolliert, ...
... der solche Unfälle eigentlich ausschließen soll.
Rettungsmannschaften mussten nach dem Unfall ...
... mit Schneidbrennern die zum Teil schwer verletzten Passagiere befreien, ...
... die in den ineinander verkeilten und aufgeschlitzten U-Bahnwagen eingeschlossen waren.
Das Zugunglück ist in der 33-jährigen Geschichte das schwerste U-Bahn-Unglück in Washington.
Unter den Toten soll auch die Fahrerin des aufgefahrenen Zuges sein.
Über die Ursache des Unglücks ist noch nichts Genaues bekannt. Man weiß nur, dass der Zug überraschend zwischen zwei Stationen angehalten habe, ...
... erklärt Washington Metro Area-Mitarbeiter John Catoe.
Auch der washingtoner Bürgermeister Adrian Fenty (links) und der Leiter der Feuerwehr Dennis Rubin ...
... begaben sich zur Unfallstelle, um das Unglück genauer zu untersuchen.
Am Nachmittag des 23. Februar 1999 geschieht das Unfassbare. Eine Lawine von bis dahin ungeahnten Ausmaßen stürzt …
… mit unglaublicher Wucht auf das kleine Bergdorf Galtür am Ende des Paznautals in Tirol nieder.
Nur 24 Stunden später geht eine zweite Lawine im benachbarten Valzur nieder. Die Folgen sind verheerend.
Insgesamt 38 Tote, darunter 22 deutsche Urlauber, mehrere Gebäude zerstört, Autos unter meterhohen Schneemassen verschüttet.
Die ungeheuren Schneemassen, die über eine Distanz von rund 1000 Metern auf das 800-Seelen Dorf zurasen, reißen alles mit sich, was im Weg steht.
Das zerstörte Areal ist mindestens so groß wie sieben Fußballfelder. Aus dem Gemenge aus Steinen und Schnee ragen Hunderte zerborstener Holzbretter, viele Matratzen und auch ein Plüschtier hervor.
Während professionelle Rettungskräfte wegen schlechten Witterungsbedingungen warten müssen, können die verzweifelt grabenden Anwohner zehn Verschüttete bergen, einige davon lebensgefährlich verletzt.
Schließlich können Retter mit ausgebildeten Lawinenspürhunden …
... ihren Einsatz beginnen.
Mit Hubschraubern der Bundeswehr …
… werden die Überlebenden evakuiert ...
... und aus dem Katastrophengebiet gebracht.
Mit einem Sonderzug gelangen die Urlauber dann nach München.
Der Schrecken steht den Beteiligten ins Gesicht geschrieben und ein gigantisches …
… Medieninteresse überwältigt die Heimkehrenden noch zusätzlich.
Neben der Freude über die eigene Rettung ...
... überwiegt die Trauer ...
... um die 38 Opfer der Katastrophe.
Bei einem Trauergottesdienst in Innsbruck können die Angehörigen Abschied nehmen.
"Wir werden auch in diesem Jahr die Angehörigen der 38 Opfer zum Gedenken am 23. Februar einladen", kündigt der Galtürs Bürgermeister, Anton Mattle, an. Denn das Lawinendesaster hat bei der Bevölkerung einen tiefen Eindruck hinterlassen.
"Wir sind nach der Katastrophe kleiner geworden", meinte der Sprengelarzt und Galtür-Ehrenbürger Walter Köck schon vor fünf Jahren: "Wir haben gemerkt, dass wir nie Herr über die Natur sein werden."
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(N24)

26.09.2009 11:03 Uhr

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