In Kanalschacht geworfen
Kassandra wohl mit Peiniger gesehen
Die Polizei hat eine neue Spur im Fall Kassandra: Ein Zeuge hat das Mädchen, das missbraucht und in einen Kanalschacht geworfen wurde, kurz vor der Tat mit einem 30 bis 40 Jahre alten Mann gesehen.
Im Fall der schwer verletzt aus einem Kanalschacht geretteten Kassandra aus Velbert verfolgt die Polizei eine neue Spur. Etwa zum Zeitpunkt des Verschwindens der Neunjährigen am 14. September wurde im Stadtteil Neviges ein 30 bis 40 Jahre alter Mann in Begleitung eines Kindes in rosafarbener Jacke und bunten Turnschuhen gesehen, wie die Polizei Mettmann mitteilte. Es müsse sich aber nicht zwangsläufig um Kassandra gehandelt haben.
Die Polizei sucht nun Zeugen, die die beiden Personen ebenfalls gesehen haben oder Angaben zu ihrer Identität machen können. Entsprechende Plakate und Handzettel sollten ab Donnerstag verteilt werden. Die Mordkommission ermittele darüber hinaus weiter in alle Richtungen und gehe sämtlichen bisher bekannten Hinweisen nach.
Kassandra war in der vergangenen Woche aus dem Koma erwacht und ist ansprechbar, allerdings nach den Angaben der Polizei weiterhin nicht vernehmungsfähig. "Da Psyche, Genesung und medizinische Versorgung des Opfers Vorrang genießen, entscheidet nur der Gesundheitszustand von Kassandra, wann sie für Fragen der Mordkommission bereit und vernehmungsfähig ist", hieß es. Ihr Gesundheitszustand verbessere sich täglich - dennoch sei derzeit eine Vorhersage unmöglich, wann sie vernommen werden könnte.
Ein Unbekannter hatte das Kind Mitte September im Velberter Stadtteil Neviges fast zu Tode geprügelt, in einen Kanalschacht geworfen und diesen anschließend mit einem Deckel verschlossen. Suchhunde hatten die vermisste Neunjährige in der Nacht während starker Regenfälle entdeckt. Laut Polizei wäre das Kind gestorben, wenn es nicht bald gefunden worden wäre.
(AP, N24)
30.09.2009 15:45 Uhr








