Verstopfte Nasen, das leidige Kratzen im Hals und ein anhaltender Hustenreiz - Herbstzeit ist Grippezeit. Doch nicht bei jedem Schnupfen handelt es sich gleich um die Influenza oder Schweinegrippe.
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Dem RKI zufolge treten die ersten Fälle der klassischen Wintergrippe meist ab Oktober auf. In diesem Jahr könnte die Schweinegrippe die saisonale Influenza allerdings in gewissem Maß verdrängen, wie Institutssprecherin Susanne Glasmacher erklärt. Erfahrungen aus der aktuellen Grippesaison auf der Südhalbkugel legten nahe, dass auch hier mit einer zunehmenden Verbreitung des neuen H1N1-Virus zu rechnen sei. Noch sei die Situation mit täglich 100 bis 300 neuen Fällen aber relativ stabil. Seit Ende April sind dem RKI knapp 20.000 Schweinegrippe-Erkrankungen gemeldet worden.
Wer ist von Grippe-Erkrankungen besonders gefährdet?
Ältere Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke wie etwa Asthma-Patienten leiden bei der saisonalen Influenza erfahrungsgemäß häufiger unter schweren Krankheitsverläufen. Möglich ist, dass sie zum Beispiel eine lebensgefährliche Lungenentzündung bekommen. Laut RKI sterben in jedem Winter zwischen 8.000 und 11.000 Menschen in Deutschland an der saisonalen Influenza. Bei der neuen Grippe scheinen dagegen auch Jüngere stärker gefährdet. Bei vielen zuvor gesunden jungen Personen sind demnach bereits schwere Verläufe aufgetreten.
Wie steckt man sich an?
Erkältungs- und Grippeviren werden überwiegend durch Tröpfchen übertragen, die beim Sprechen, Niese oder Husten entstehen. Gelangen die Tröpfchen über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute von Personen, wird eine Infektion ausgelöst. Möglich ist eine Ansteckung laut RKI auch über Oberflächen wie Türklinken oder Lichtschalter, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigt sind. Dabei gelangen die Viren über die Hand in Mund, Nase oder Augen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegt bei der saisonalen und neuen Influenza bei ein bis vier Tagen.
Sollte man sich impfen lassen?
Das RKI rät vor allem Risikogruppen, sich gegen die klassische Wintergrippe impfen zu lassen. Als Impftermin wird die Zeit von September bis November empfohlen. Da der Grippeschutz für die normale Grippe nicht auch für die Schweinegrippe gilt, sollten sich laut Sprecherin Glasmacher gerade Menschen mit Grunderkrankungen auch rechtzeitig gegen den neuen H1N1-Erreger impfen lassen. Der Impfstoff soll ab Ende Oktober beziehungsweise Anfang November auf dem Markt sein.
Wie kann man sich noch schützen?
Bereits mit Hilfe einiger simpler Hygieneregeln kann das Ansteckungsrisiko Medizinern zufolge deutlich gesenkt werden. Dazu zählt etwa, das Anhusten oder Anniesen von Personen zu vermeiden, häufiges Lüften, Papier- statt Stofftaschentücher zu benutzen und sich vor allem immer wieder gründlich die Hände zu waschen.
Was ist zu tun im Krankheitsfall?
Patienten mit Symptomen, die für eine Grippe sprechen, sollten sich in ärztliche Behandlung begeben, rät die Internistin und Lungenfachärztin Ulrike Henschel in einem Ratgeber des Bayer-Konzerns. Auf dem Weg zur Praxis sollte laut RKI dabei enger Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden. Empfohlen wird auch, in den Ärmel zu husten oder zu niesen. Bei einer Erkältung gilt laut Henschel vor allem, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. «Dazu sollten die Betroffenen ihrem Körper mehr Ruhe gönnen als sonst, bei Fieber im Bett bleiben, nicht rauchen und ausreichend trinken - am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees», erklärt sie. Nach einer überstandenen Erkältung sollte das Immunsystem dann mit vitaminreicher Ernährung sowie ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft wieder gestärkt werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.
Was ist der BMI?
Der Body Mass Index ist eine Maßzahl zur Bewertung des Körpergewichts. Der Kennwert berechnet sich aus: Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße.
BMI-Bewertung für Männer
Für Männer gelten folgende Richtwerte:
BMI weniger als 20: Untergewicht
20 bis 25: Normalgewicht
26 bis 30: Übergewicht
31 bis 40: Adipositas (Fettleibigkeit)
mehr als 40: starke Adipositas
Bei Adipositas und starker Adipositas sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
BMI-Bewertung für Frauen
Für Frauen gelten folgende Richtwerte:
BMI weniger als 19: Untergewicht
19 bis 24: Normalgewicht
25 bis 30: Übergewicht
31 bis 40: Adipositas (Fettleibigkeit)
Mehr als 40: starke Adipositas
Bei Adipositas und starker Adipositas sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.