"Wunderschöne" Sprache
Westerwelle will weiter Deutsch sprechen
Außenminister, Finanzminister, Superminister? Egal. Hauptsache bei offiziellen Anlässen in Deutschland wird weiter Deutsch gesprochen. Dafür will sich FDP-Chef Guido Westerwelle einsetzen.
Es gilt das gesprochene Wort: Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will auch künftig bei offiziellen Anlässen Deutsch sprechen. Er sei der Auffassung, dass "in Deutschland bei offiziellen Anlässen" Deutsch gesprochen werde, sagte Westerwelle der "Bild am Sonntag". Die deutsche Sprache sei "wunderschön", und er sehe keinen Grund, "warum wir uns für die eigene Sprache genieren sollten", sagte er weiter.
Der FDP-Chef hatte sich bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl geweigert, die Frage eines BBC-Reporters auf Englisch zu beantworten. Der Auftritt hatte auch international für Schlagzeilen gesorgt. Nach seiner eigenen Darstellung bekam er aber abgesehen von "der Kritik einiger Intellektueller" überwiegend positive Reaktionen. "Hunderte Bürger haben mir geschrieben: Endlich sagt es mal einer", sagte Westerwelle "Bild am Sonntag".
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Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage für das Blatt teilt eine Mehrheit der Deutschen Westerwelles Meinung, dass auf einer Pressekonferenz in Deutschland ausschließlich Deutsch gesprochen werden solle. 54 Prozent der 503 Befragten gaben demnach dem designierten Vize-Kanzler in dieser Frage recht. 44 Prozent stimmten der Aussage "in Deutschland wird Deutsch gesprochen" nicht zu. Bei zwei Dritteln der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren stieß die Englisch-Weigerung allerdings auf kein Verständnis.
(AFP, N24)
04.10.2009 22:18 Uhr









