Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il hat in Gesprächen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen die Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Sechsparteien-Gespräche über sein Atomprogramm angekündigt.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il hat bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao Bereitschaft für eine Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Gesprächen über das Atomprogramm seines Landes signalisiert. Voraussetzung dafür seien aber erfolgreiche bilaterale Gespräche mit den USA, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.
Die USA forderten erneut die atomare Abrüstung Nordkoreas. Bei dem Gespräch mit Wen am Montagabend in Pjöngjang habe Kim seine Bereitschaft zu "multilateralen Verhandlungen" zum Ausdruck gebracht, berichtete KCNA. Das umfasse auch die Sechs-Parteien-Gespräche. Allerdings hänge das von den Ergebnissen der bilateralen Verhandlungen mit den USA ab. Anstelle des derzeitigen feindlichen Verhältnisses zwischen Nordkorea und den USA sollten "friedliche Beziehungen" zwischen beiden Ländern treten, sagte Kim demnach.
Verhaltene Reaktion der USA
Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Kim und Wen hätten in der Frage einen "sehr wichtigen Konsens" erreicht. Wen war am Sonntag zu einem dreitägigen "Freundschaftsbesuch" in Nordkorea eingetroffen. In den vergangenen Tagen war bereits spekuliert worden, Kim werde während des Besuchs seines chinesischen Gasts möglicherweise eine "wichtige Ankündigung" machen.
Die USA reagierten verhalten auf die Ankündigung Kims. "Wir sind nach wie vor bereit, mit Nordkorea auf bilateraler Ebene im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche zu diskutieren", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Ziel müsse aber eine "vollständige und überprüfbare" atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel sein. Diese müsse in "unumkehrbaren Etappen" vollzogen werden.
Pjöngjang hatte sich im April als Reaktion auf UN-Sanktionen nach dem Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete aus den Gesprächen mit den USA, Südkorea, China, Japan und Russland zurückgezogen und fordert seitdem verstärkt direkte Gespräche mit Washington. Die USA knüpfen bilaterale Verhandlungen an die Bedingung, dass sie der Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zum Ziel haben.