Deutsche Autorin geehrt

Literaturnobelpreis für Herta Müller

Mit Herta Müller wird zum 13. Mal ein Vertreter der deutschsprachigen Literatur mit der Auszeichnung geehrt. Auf den Anruf aus Stockholm soll Müller mit einem "herrlichen Lachen" reagiert haben.

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Video: Deutsche Autorin geehrt - Literaturnobelpreis für Herta Müller
Video: Alternativer Nobelpreis - Im Gespräch: Monika Hauser
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Starfotografin im doppelten Sinne: Annie Leibovitz.
Ihre Aufnahmen von Prominenten aus Politik, Kultur und Film, oft aufwändig und außergewöhnlich inszeniert, machten die Fotografin selbst zu einem Star.
Anna-Lou, so Leibovitz' richtiger Name, wird am 2. Oktober 1949 als Kind einer jüdischen Großfamilie geboren.
Eigentlich will sie nach ihrem Malerei- und Fotografie-Studium Kunstlehrerin werden. Nachdem sie 1970 aber ihre Fotomappe beim Musikmagazin "Rolling Stone" einreicht, wird sie vom Fleck engagiert. Damit beginnt ihre steile Karriere.
Nach mehr als zehn Jahren wechselt sie dann 1983 zum Lifestyle-Magazin "Vanity Fair". Auf dessen Cover erscheint 1991 auch eines ihrer bekanntesten Porträts: Das der hochschwangeren Demi Moore.
Weitere berühmte Cover für das Magazin: Das Ehepaar Cruise/Holmes zeigt im Oktober 2006 stolz sein Töchterchen Suri.
Und Madame Bruni-Sarkozy kokettiert im Juli 2008 auf dem Titelbild mit der Frage, ob sie die nächste Jackie O. sei.
Auch die Werbebranche entdeckt Leibovitz für sich: Die Plakate zur Fußball-WM 1986 stammen von der Fotografin.
Wenn sie ruft, kommen die Stars garantiert - wie hier Dustin Hoffman - und sind meist auch bereit, bei den Aufnahmen Einiges auf sich zu nehmen.
US-Schauspieler Brad Pitt fotografiert von Annie Leibovitz im Jahr 1994.
Und auch die Queen höchstpersönlich stand schon "Porträt".
Ihre Zusammenarbeit mit dem renommierten Fashionmagazin "Vogue" (l. im Bild: Chefredakteurin Anna Wintour) macht sie zudem zu einer der gefragtesten Modefotografen.
Für eine Kampagne der Luxus-Marke Louis Vuitton fotografiert sie 2007 den ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow mit der Berliner Mauer im Hintergrund, ...
... das Ehepaar Steffi Graf und André Agassi beim Kuscheln und ...
... die französische Filmdiva Catherine Deneuve sitzend auf den sündhaft teuren Gepäckstücken auf einem Bahngleis. Durch den Einblick in die verschiedenen Branchen, gelingt es Leibovitz, ...
... Kunst, Glamour und Promotion meisterhaft miteinander zu verknüpfen. Für den Disney-Konzern setzt sie 2007 eine ganze Reihe von bekannten Persönlichkeiten wahrhaft märchenhaft in Szene. Da wird Model Gisele Bündchen zu …
… "Wendy" aus "Peter Pan".
Und Komikerin Whoopie Goldberg verwandelt sich in …
... den Geist aus "Aladdin und die Wunderlampe".
Was Jennifer Lopez und ihr Ehemann Marc Anthony hier verkörpern sollen, lässt sich bereits erahnen.
Traumhaft-kitschig: "Prinzessin Jasmin" schwebt mit "Aladdin" auf dem fliegenden Teppich durch den Orient.
Schauspielerin und Justin Timberlake-Freundin Jessica Biel schmeißt sich im Indianerkostüm in Pose und …
… sieht später auf dem Foto mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung aus wie "Pocahontas".
Mit ihrem elfenbeinfarbigen Teint und den dunklen, langen Haaren ist Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz wie geschaffen für die Rolle als Schneewittchen.
Ein paar Tipps und Anweisungen von der Meisterin erhält Darstellerin Julianne Moore, bevor sie …
… letztendlich als "Kleine Meerjungfrau" auf dem Foto durchs Wasser schwimmt.
Und Roger Federer schwingt für eine Aufnahme als "König Arthur" schon mal das Schwert anstatt den Tennisschläger.
Auch wenn die Starfotografin für ihre Arbeit mit Tagesgagen im fünfstelligen Bereich bezahlt wird, droht ihr momentan die Pleite. Seit jeher wird ihr ein nachlässiger Umgang mit Geld nachgesagt.
Dem Edel-Pfandhaus "Art Capital Group" schuldet Leibovitz 24 Millionen Dollar. Erst vor kurzem bekam sie für die Rückzahlung eine Fristverlängerung.
Es ist jedoch gut möglich, dass sich Leibovitz zur Schuldentilgung von einigen kostbaren Schätzen ihres Lebenswerkes trennen muss.
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Spiderman gehört künftig zu Walt Disney.
Der Disney-Konzern hat für vier Milliarden Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) das traditionsreiche Comic-Haus Marvel gekauft.
Zu Marvel gehören neben Spiderman auch die Kult-Comic-Figuren Iron Man, ...
... X-Men, ...
... Captain America, ...
... Hulk, ...
... der Silver-Surfer, ...
... Union-Jack und ...
... Die Fantastischen Vier.
Marvel ist einer der größten Comic-Konzerne der Welt.
In sieben Jahrzehnten hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ...
... rund 5000 Comic-Charaktere erschaffen.
Heute gehören zu dem Unternehmen auch Filmstudios ...
... und Zeichentrick-Studios.
Zentrales Geschäft von Marvel ist inzwischen die Vermarktung der bekanntesten Figuren ...
... auf Merchandising-Produkten.
Marvel ging aus dem in den 1930er Jahren gegründeten Verlag Timely Publications hervor, der zur Zeit des Zweiten Weltkrieges die Abenteuer von Superhelden wie Captain America, Human Torch und Namor dem Sub-Mariner in Serien veröffentlichte.
Während des Zweiten Weltkrieges gab es insgesamt 160 verschiedene Superheldentitel von mehr als zwei Dutzend Verlagen mit einer Gesamtauflage von 300 Millionen Heften und einem jährlichen Umsatz von 30 Millionen Dollar.
In den frühen 60er Jahren setzte der Verlag, inspiriert von DC Comics, Aufschwung durch die Wiederbelebung von Superhelden wie dem Flash, ebenso auf eine Superheldenrenaissance und lag damit goldrichtig.
The Fantastic Four von Stan Lee (l) und Jack Kirby war ein großer Erfolg und wurde bald von einer Flut von Superheldentiteln begleitet.
Auch einige der Monstercomics wurden kurzerhand zu Superheldentiteln umfunktioniert.
In den 70er Jahren ließ das Interesse der Öffentlichkeit an Superhelden wieder nach und ...
... Marvel konterte mit einem erhöhten Output von Horrorcomics wie Tomb of Dracula, Man-Thing oder Werewolf by Night.
Außerdem reduzierte Stan Lee sein Arbeitspensum und gab die meisten der von ihm geschriebenen Serien an andere Autoren ab.
1988 wurde Marvel von Ron Perelman gekauft, der das Unternehmen an die Börse brachte und während der Comic-Spekulations-Blase der frühen 90er den Titelausstoß vervielfachte.
Viele der Comichelden wurden für Filme lizenziert. Dank des Erfolgs von Spider-Man, X-Men und einigen anderen, stand Marvel finanziell seit den 90er Jahren recht gut da.
Der Verkauf an Disney soll Marvel einen enormen Schub bei der Vermarktung geben. Das weltweite Disney-Netzwerk sei geradezu perfekt dafür, erklärte Marvel-Chef Ike Perlmutter.

(N24)

08.10.2009 16:54 Uhr

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