Für Toleranz in USA

Homosexuelle demonstrieren für mehr Rechte

Schwule und Lesben kämpfen in den USA um eine Verbesserung ihrer Rechte: Zehntausende kamen nun in Washington zu einer Demonstration, um sich für mehr Toleranz einzusetzen.

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Zehntausende kamen zur Kundgebung vor dem Capitol in Washington: Sie kämpfen für mehr Rechte der Homosexuellen in den USA.
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"Stück für Stück ins Homoglück - Alle Rechte für Alle " - unter diesem Motto tanzten ...
... tausende Schwule, Lesben und Transsexuelle zwischen Siegessäule ...
... und Brandenburger Tor durch Berlin. Sie demonstrierten mit ihrer Parade für ...
... den gesetzlich verankerten Schutz der Homosexuellen vor Diskriminierung.
Wie immer in möglichst bunten, ...
... schrillen ...
... noch bunteren ...
... hautengen oder ...
... möglichst sparsamen Aufzügen. Etwa 550.000 Teilnehmer feierten den Christopher Street Day in Berlin, der sich ...
... auf etwa 50 großen, bunt geschmückten Wagen friedlich durch die Stadt zog.
Etwa 50.000 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr waren damit in die Hauptstadt gekommen.
Natürlich lockten die schrillen Verkleidungen auch unzählige ...
... Schaulustige auf die Straßen.
Der CSD geht auf Vorfälle im Juni 1969 in New York zurück, als es nach einer Razzia und Übergriffen der Polizei zum Aufstand ...
... von Schwulen und Lesben kam. Hauptschauplatz der Straßenschlachten war die Christopher Street in Greenwich Village.
Zum 31. Mal gab es die Demonstration für die Rechte der Homosexuellen nun in Berlin, ...
... unterstützt auch von Politikern wie Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast.
Auch in Paris zogen die Homosexuellen durch die Straßen, hier waren ...
... etwa 700.000 Menschen bei der Christopher-Street-Parade unterwegs.
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"Friede, Freude, Eierkuchen" lautete das Motto der ersten Loveparade im Jahr ...
... 1989. Mit inzwischen 18 Veranstaltungen in Berlin und dem Ruhrgebiet sowie ...
... etwa 12 Millionen Besuchern seit ihrer Gründung ist die Loveparade die größte Tanzveranstaltung der Welt. Entstanden aus einer ...
... spontanen Laune des Mitbegründers Matthias Roeingh alias Dr. Motte, der die "Friede, Freude, Eierkuchen"-Veranstaltung 1989 als politische Demonstration anmeldete.
Zirka 150 Mitfeierer konnte Motte mit seinem alten, mit einer Anlage verstärkten, VW-Bus locken. Seit dem Jahr 1991 explodierten die Teilnehmerzahlen und machten die Loveparade über die Berliner Stadtgrenzen hinaus bekannt. In den folgenden Jahren ...
... verwandelte sich die Hauptstadt Anfang Juni in eine gigantische Partymeile. Besonders konzentriert sammelten sich die Massen um den Berliner Tiergarten, der kurzerhand in Rave Garden umgetauft wurde.
Bis zu 1,5 Millionen Besucher zog ...
... das Event der bundesweiten Technoszene jedes Jahr ...
... auf die Straße. Dr. Motte hatte sich ...
... Mitte/Ende der 90er Jahre sein eigenes Denkmal geschaffen. Die Begeisterung ...
... für die Loveparade war keine Frage ...
... des Alters oder der ...
... Witterung. Immer mehr Clubs und Labels beteiligten sich mit eigenen Wagen und Rahmenprogrammen.
Auch wenn die Loveparade schon in ihren Anfängen seltsame Blüten ...
... trieb - letztlich ging es den Veranstaltern um ...
... Liebe ("Love Rules" 2003) ...
... Liebe ("Join the Love Republic" 2001) ...
... Liebe ("The Love Is Back" 2006) und ...
... nochmals Liebe ("Love Is Everywhere" 2007).
Doch wie die Mode und die Auffassung von ...
... schrillen Outfits sich über die Jahre ...
... langsam aber stetig ...
... wandelten bzw. ganz in Luft auflösten, ...
... wuchs die Kritik an der Veranstaltung.
In den Jahren 1998 bis 2001 gab es im Berliner Senat teilweise heftige Auseinandersetzungen ...
... über Lärmbelästigung und vor allem die Müllbeseitigung.
Insbesondere polarisierte die Tatsache, dass die Kosten für die Schäden zunächst von der Allgemeinheit getragen wurden, da die Loveparade ja als politische Demonstration anerkannt wurde.
Seit 2001 tragen die Veranstalter der Loveparade die Kosten selbst. Die Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe bewiesen von Anfang an Humor. Sprüche wie "We kehr for you" oder "Spurensicherung" ...
... zierten die Arbeitskleidung der "After-Party-Worker".
Hatten Ordnungshüter zu Beginn der Loveparade noch weniger Einsätze, ...
... weiteten sich selbige mit steigender Besucherzahl auch auf die Tage nach der Veranstaltung aus - sollte der Rückreiseverkehr doch rauschfrei bleiben.
Auch sonstige Sicherheitsvorkehrungen mussten ...
... der Macht der Masse weichen. Ein weiteres Problem, das der Loveparade ...
... massive Kritik einbrachte, war der steigende Drogenkonsum der ...
... Besucher. "Irokese", "Boomerang" und Co. hielten immer mehr Raver und letztlich auch Rettungssanitäter und Drogenfahnder auf Trab.
Der massive Protest eigens gegründeter Bürgerinitiativen ...
... konnte zunächst nichts gegen die Großveranstaltung ausrichten. Die Parade war inzwischen ...
... ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für die Stadt geworden. Außerdem hatten ...
... Nachwuchswissenschaftler 2001 im Rahmen von "Jugend forscht" nachweisen können, dass die ungewohnten Urinmengen zu Veranstaltungszeiten der Natur keinen Schaden zufügten, wie Gegner behauptet hatten.
Neben den Protesten von Anwohnern und Sittenwächtern gab es aber auch Unmut in den eigenen Reihen. Die fortschreitende Kommerzialisierung, ...
... die Werber und mehr ...
... oder weniger bekannte Promis auf den Plan rief, motivierte bereits 1997 einige Veranstalter ...
... zur Abspaltung und Gründung einer eigenen ...
... Straßen-Demonstration: der Hateparade, die ab 1998 unter dem Namen Fuckparade fortgeführt wurde.
Wie seine Gründerkollegen hat Loveparade-Vater Dr. Motte seine Anteile an der Loveparade GmbH an Fitnessketten-Betreiber Rainer Schaller abgetreten und ...
... sucht die Liebe auf anderen Gebieten oder Konkurrenzveranstaltungen ...
... wie der Nature One im Hunsrück, die ...
... immerhin jedes Jahr um die 50.000 Besucher anlockt. Überhaupt hat die Loveparade ...
... zahlreiche Nachahmer gefunden. Den Union Move in München (Bild), die Streetparade in Zürich, ...
... den Schlagermove oder ...
... den Generation Move in Hamburg, der zumindest optisch der ...
... Loveparade in nichts nachsteht.
Loveparade-Geschäftsführer Rainer Schaller (r., im Bild mit dem Künstlerischen Direktor Kreativwirtschaft der Ruhr 2010, Dieter Gorny) verlegte ...
... die Loveparade 2007 kurzerhand nach Essen als ersten Veranstaltungsort ...
... der von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr GmbH unterstützten "Loveparade Metropole Ruhr".
1,2 Millionen Besucher in Essen und 1,6 Millionen im darauffolgenden Jahr in Dortmund machten die Pott-Parade zumindest kommerziell zu einem vollen Erfolg.
Bestimmte Accessoires aus den guten alten Berliner Zeiten, wie die standesgemäße Trillerpfeife, bleiben auch nach 20 Jahren Standardausrüstung ...
... für Straßenparaden jedweder Art. Ebenso beliebt ist ...
... nach wie vor das Weglassen unnötiger Oberbekleidung. Schließlich ...
... feiert es sich in Unterwäsche oder ...
... was dazu umfunktioniert wird, wesentlich freier. Außerdem ist der Loveparade-Look heute ...
... fast alltagstauglich. Das alles kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ...
... alte Helden der Ravenation wie Marusha, ...
... DJane der ersten Stunde, inzwischen in die Jahre gekommen sind und optisch wie ...
... musikalisch etwas gediegenere Töne anschlagen. Vielleicht gibt es ja in Zukunft ...
... auch wieder eine Neuauflage der Parade der Herzen ...
... in der Hauptstatd, wo dann ...
... wieder nach Herzenslust geknutscht und gefeiert werden kann. Ganz im Sinne der ...
... Urparade: "Friede, Freude, Eierkuchen".

Zehntausende Menschen sind in der US-Hauptstadt Washington für die Rechte von Homosexuellen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten bevölkerten die rund drei Kilometer langen National Mall zwischen Kapitol und Weißem Haus. Nach Angaben der Organisatoren nahmen mehr als 150.000 Menschen an der Veranstaltung teil, die Polizei gab dagegen keine Schätzung ab.

"Gleiche Rechte überall in den USA", hieß es auf der Banderole, die an der Spitze des Protestzuges entrollt wurde. Überall waren Regenbogen-Fahnen und Plakate mit Aufschriften wie "Gleiche Rechte jetzt!" zu sehen. Ein Mann trug ein T-Shirt mit dem Slogan "Zwei Väter sind besser als einer", bei einer Frau lautete die Aufschrift "Küss' mehr Mädchen". Mit der Demonstration wollte die Human Rights Campaign (HRC), die größte Homosexuellen-Organisation der USA, vor allem für gleichgeschlechtliche Ehen eintreten und gegen die Benachteiligung von Homosexuellen in der Armee ins Feld ziehen.

Am Samstag hatte US-Präsident Barack Obama sein Versprechen erneuert, das Homosexualitätsverbot in der Armee abzuschaffen. "Dazu habe ich mich Euch gegenüber verpflichtet", sagte er in einer Rede auf einer Gala der HRC. "Patriotische Amerikaner, die dem Land dienen", sollten nicht bestraft werden.

Duldungsregel in den USA überholt

Derzeit gibt es im US-Militär die so genannte "Nichts fragen, nichts sagen"-Regelung, wonach Homosexuelle in der Armee dienen können, solange sie ihre sexuelle Orientierung nicht ausleben oder davon erzählen. Die Duldungsregel war in den 90er Jahren unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton eingeführt worden und hatte Homosexuellen erstmals die Möglichkeit eröffnet, in der Armee zu dienen. Seit Einführung der Regelung wurden nach Angaben von Bürgerrechtlern jedoch mehr als 12.000 Soldaten aus der US-Armee entlassen, weil sie sich zu ihrer Homosexualität bekannten.

Der demokratische Senator Carl Levin, der dem Wehrausschuss des Senats vorsitzt, sprach sich für Ende des Verbots aus. Allerdings müsse auf die Unterstützung innerhalb der Streitkräfte für die Reform geachtet werden. Die Änderungen erforderten "Bedacht und Vorsicht", sagte Levin im TV-Sender NBC.

(AFP, N24)

12.10.2009 08:00 Uhr

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