Nur "leichter Infekt"
Herta Müller macht Aufregung zu schaffen
EIn leichter Infekt und die Aufregungen der vergangenen Tage haben die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller niedergestreckt. Die Termine auf der Frankfurter Buchmesse will sie dennoch wahrnehmen.
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Herta Müller hatte den diesjährigen Literaturnobelpreis gewonnen.
Der erste Nobelpreis überhaupt ging 1901 an den deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen – für Physik. Er entdeckte am 8. November 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Seine Entdeckung revolutionierte u. a. die medizinische Diagnostik.
Emil Adolf von Behring war ein deutscher Bakteriologe und Serologe. Er wurde durch seine Entdeckungen zur erfolgreichen Behandlung von Diphtherie 1901 erster Träger des Nobelpreises für Physiologie und Medizin.
Robert Koch entdeckte 1882 den Erreger der Tuberkulose und entwickelte später das Tuberkulin. Am 12. Dezember 1905 nahm Koch den Nobelpreis für Medizin für seine Arbeit über die Tuberkulose in Empfang.
Gerhart Hauptmann gilt als der bedeutendste deutsche Vertreter des Naturalismus. 1912 wurde er "vor allem als Anerkennung für sein fruchtbares und vielseitiges Wirken im Bereich der dramatischen Dichtung" mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Der deutsche Physiker Max Planck gilt als Begründer der Quantenphysik. Im letzten Kriegsjahr, 1918, erhielt Planck den Nobelpreis für die Entdeckung des planckschen Wirkungsquantums. Der Preis wurde ihm erst 1919 verliehen.
Albert Einstein erhielt seinen Nobelpreis für Physik nicht für „e=mc²", sondern für seine Theorie des Lichts. Diese Entdeckung publizierte Einstein bereits 1905, wurde aber erst 1921 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Gustav Stresemann war deutscher Politiker (DVP), Reichskanzler sowie Reichsminister des Auswärtigen in der Zeit der Weimarer Republik. Als erster Deutscher erhielt er 1926 den Friedensnobelpreis.
Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten Erzählern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Für seinen ersten Roman "Buddenbrooks" (1900, erschienen 1901) erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur.
Der deutsche Chemiker Otto Hahn gilt als Vater der Kernchemie. „Für seine Entdeckung der Spaltung schwerer Atomkerne“, so die offizielle Begründung der Jury, wurde Hahn 1944 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
Albert Schweitzer war evangelischer Theologe, Orgelkünstler, Musikforscher, Philosoph und Arzt. Als Arzt gründete Schweitzer das Krankenhaus in Lambaréné im Gabun (Zentralafrika). Er erhielt 1952 den Friedensnobelpreis.
Unter den 180 Physik-Nobelpreisträgern bis 2007 befanden sich nur zwei Frauen: Marie Curie und Maria Goeppert-Mayer. Die Physikerin Goeppert-Mayer wurde 1963 für ihre Entdeckungen über die Struktur des Atomkerns ausgezeichnet.
Willy Brandt erhielt 1971 den Friedensnobelpreis für seine Verdienste um die Ostpolitik, die auf Entspannung und Ausgleich ausgerichtet war. Der weltweit beachtete Kniefall von Warschau am 7. Dezember 1970 leitete symbolisch die Entspannungspolitik ein.
Der bisher einzige deutsche Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften: Der Volkswirt Reinhard Selten erhielt 1994 zusammen mit John Forbes Nash und John Harsanyi den Preis für die gemeinsamen Leistungen auf dem Gebiet der Spieltheorie.
Eine von den wenigen deutschen Preisträgerinnen: Christiane Nüsslein-Volhard. Die Biologin erhielt 1995 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für ihre Forschungen über die genetische Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung.
Günter Grass gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein Lebenswerk im Alter von 72 Jahren.
Der deutsche Physiker Peter Grünberg: Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Festkörperforschung. Seine bekannteste Entdeckung ist der Riesenmagnetwiderstand. 2007 wurde ihm dafür der Nobelpreis für Physik zuerkannt.
Und noch ein Nobelpreis ging im Jahr 2007 an einen Deutschen: Für seine "Studien von chemischen Prozessen auf Festkörperoberflächen" erhielt ihn der deutsche Physiker und Oberflächenchemiker Gerhard Ertl im Bereich Chemie.
Im Jahr 2008 erhielt der deutsche Mediziner Harald zur Hausen den "Nobelpreis für Physiologie oder Medizin" für seine "Entdeckung der Auslösung von Gebärmutterhalskrebs durch humane Papillomviren".
Die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller bekommt den Literatur-Nobelpreis 2009. In ihren Werken setzt sie sich unter anderem mit der einstigen Diktatur in Rumänien auseinander und mit den Lebensbedingungen der Menschen dort.
Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist entgegen anderslautender Berichte nicht schwer erkrankt. "Sie hat lediglich einen leichten Infekt und ist etwas mitgenommen durch die Aufregungen der vergangenen Tage", sagte Christina Knecht, Sprecherin des Hanser Verlags, auf der Frankfurter Buchmesse. Alles andere sei "absoluter Quatsch". Sie sei in einem Hotel in Frankfurt und werde versuchen, ihre Termine auf der bis zum Sonntag dauernden Messe einzuhalten.
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Die frisch gekürte Literaturnobelpreisträgerin hatte am Dienstagabend eine lange geplante Lesung in Essen kurzfristig abgesagt. Die Schriftstellerin sei "schwer erkrankt", hatten die Organisatoren von der Buchhandlung Proust erklärt. Müller sei am Montag "zusammengeklappt", hieß es. Die aus Rumänien stammende deutschsprachige Schriftstellerin hatte am vergangenen Donnerstag den diesjährigen Literaturnobelpreis zugesprochen bekommen. Müller werde versuchen, ihre Termine zu den Lesungen aus ihrem neuen Roman "Atemschaukel" alle wahrzunehmen, sagte Knecht. Der Roman ist im Hanser Verlag erschienen.
(dpa, N24)
14.10.2009 09:56 Uhr
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