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Studie zu Cannabis-Konsum

Jeder 25. Mensch raucht "Gras"

Laut einer neuen Studie ist bereits jeder 25. Erdenbürger Cannabis-Konsument. Insbesondere in den Industriestaaten ist das "Gras" weit verbreitet. Doch auch Afrika und Südamerika "holen auf".

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Cannabis ist weltweit die illegale Droge Nummer Eins. Jeder 25. Mensch gehört bereits zu den "Gras"-Konsumenten.
Nun also doch: Deutschlands Raucher müssen sich an Ekelfotos auf ihren Zigaretten-Schachteln gewöhnen. N24.de zeigt sämtliche Motive, die vor dem Griff zur Kippe abschrecken sollen. (Bild: EU / Deutsche Krebshilfe)
(Bild: EU / Deutsche Krebshilfe)
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"Richter Gnadenlos" Ronald Schill läßt sich beim Koksen in Brasilien filmen. Schon im Jahr 2002 gab es Kokain-Vorwürfe gegen den Hamburger Ex-Innensenator. Kokain scheint die Lieblingsdroge der Prominenz zu sein.
Fußball-Trainer Christoph Daum musste sich 2001 vor dem Landgericht Koblenz für den unerlaubten Erwerb von jeweils drei bis fünf Gramm Kokain in 63 Fällen verantworten.
Der Liedermacher Konstantin Wecker kämpfte in zweiter Instanz für eine Bewährungsstrafe, nachdem er 1996 wegen des Besitzes und Verbrauchs von insgesamt 1,5 Kilogramm Kokain zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt wurde.
Der inzwischen verstorbene Maler und Kunstprofessor Jörg Immendorff wurde 2004 vom Düsseldorfer Landgericht wegen Kokainbesitzes zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Diego Maradonna wurde 1994 positiv auf Drogen getestet. Am 4. Januar 2000 hatte Maradona einen schweren Herzinfarkt, der auf eine Überdosis Kokain zurückgeführt wurde.
Der Sänger der englischen Band "Babyshambles", Pete Doherty, macht wegen seinem exzessiven Drogenmissbrauch immer wieder Schlagzeilen in der internationalen Presse.
Auch Kate Moss, Top-Model und Ex-Freundin von Pete Doherty, wurde beim Schnupfen von Kokain abgelichtet. Ihre Drogenprobleme wirkten sich allerdings nie negativ auf ihre Karriere aus.
Schauspieler Nick Nolte musste sich 2002 vor Gericht verantworten ...
... nachdem er unter Alkohol- und Drogeneinfluß von der kalifornischen "Highway Patrol" gestoppt wurde.
Ein privates "Drogen-Video" brachte den Oscar nominierten Heath Ledger in die Schlagzeilen. Ledger verstarb im Januar 2008 nach missbräuchlicher Einnahme von mehreren Schmerz- und Beruhigungsmitteln.
Das sogenannte "Partygirl" Lindsay Lohan hatte in den letzten Jahren mit ihren Drogenproblemen zu kämpfen und befand sich schon einige Male in der Entzugsklinik.
Der britische Popsänger George Michael versucht weniger Marihuana zu rauchen. "Ich würde gerne weniger konsumieren, und es ist gewissermaßen ein Problem", sagte der ehemalige Wham!-Sänger im BBC-Radio.
Der deutsche Schaupieler Dietmar Bär ("Tatort") ist mit einer kleinen Menge Marihuana erwischt worden. In einem Marmeladenglas wurden bei ihm während einer Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn 0,8 Gramm der Droge gefunden.
"Dauerbrenner" Snoop Dog, seines Zeichens Rapper und Pornofilm-Produzent, raucht angeblich bis zu 30 Gramm Marihuana am Tag.
Die brillante Sängering Amy Winehouse sorgt mit ihrem Drogen- und Alkoholkonsum fortwährend für Schlagzeilen.
Nicole Richie machte schon im zarten Alter von 13 Jahren die ersten Erfahrungen mit Drogen und Alkohol.
Wegen seiner Alkoholabhängigkeit, die zu mehreren Schlägereien und Verhaftungen führte, bekam Christian Slater eine Zeit lang nur noch Nebenrollen angeboten.
Jan Ullrich wurde nach einer feucht-fröhlichen Disco-Nacht und zwei Ecstasy-Tabletten für sechs Monate gesperrt.
Drew Barrymore geriet wegen ihrer wilden Drogen- und Alkoholexzesse schnell in den Focus der Öffentlichkeit.
Auch das britische Königshaus hat seinen eigenen Drogenskandal: Tom Parker Bowles, Sohn von Prinz Charles Gefährtin Camilla, musste nach einem Beweisfoto den Konsum von Kokain eingestehen.
Beamte im US-Bundesstaat Oklahoma fanden bei einer Verkehrskontrolle im Wagen von Macaulay Culkin ("Kevin - allein zu Haus") Marihuana und ein verschreibungspflichtiges Medikament.
Das amerikanische Pop-Sternchen Whitney Housten wurde auf Hawaii mit 15 Gramm Marihuana erwischt.
Kein unbeschriebenes Blatt: Skandalnudel und Witwe von Nirvana-Sänger Kurt Cobain macht nicht nur durch ihren Drogenkonsum regelmäßig von sich reden.

Etwa jeder 25. Mensch weltweit zwischen 15 und 64 Jahren konsumiert Cannabis. Am häufigsten werde die Droge in den USA verwendet, gefolgt von Australien und Neuseeland sowie Europa, berichten australische Forscher im Fachmagazin "The Lancet". Sie stützen sich dabei auf UN-Zahlen aus dem Jahr 2006 sowie mehrere Studien. Die Autoren warnen vor den gesundheitlichen Folgen, zu denen Abhängigkeit, ein erhöhtes Risiko für Verkehrsunfälle, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine eingeschränkte Atemfunktion und psychische Probleme zählen.

Studien hätten gezeigt, dass rund 9 Prozent der Cannabis-Nutzer abhängig werden. Für Nikotin oder Heroin liege dieser Wert mit 32 beziehungsweise 23 Prozent zwar deutlich höher, schreiben die Autoren. Es habe sich aber gezeigt, dass Cannabis-Konsumenten eher auf härtere Drogen umsteigen. Der Effekt sei umso stärker, je früher und häufiger sie Cannabis nutzten. In Nordamerika würden einer Studie zufolge zehn Prozent aller Menschen mit Kontakt zu der Droge zu Dauernutzern, die täglich Cannabis konsumieren.

Ärmere Länder "holen auf"

Auf starke Unterschiede innerhalb der verschiedenen Regionen weisen die Autoren ebenfalls hin. Cannabis sei zwar in den reicheren Ländern die unter jungen Menschen am weitesten verbreitete illegale Droge. In Australien und Neuseeland - dort nimmt acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung die Droge - sowie in Westeuropa werde jedoch laut einer UN-Statistik nicht mehr so viel Cannabis konsumiert wie früher. Dagegen steige in Ländern mit geringerem Einkommen wie in Südamerika und einigen Staaten Afrikas der Verbrauch an.

Zu den Hauptwirkstoffen von Cannabis zählt Tetrahydrocannabinol (THC), das zu einem leichten euphorischen Hoch rund eine halbe Stunde nach der Einnahme führt und etwa zwölf Stunden anhält. Zwischen fünf und 24 Prozent des gerauchten THC wandern Studien zufolge ins Gehirn, wo der Stoff Unruhe, Panikreaktionen und psychotische Symptome auslösen kann. Als weitere Wirkungen gelten Entspannung, bei hoher Dosierung aber auch Halluzinationen, erläutern die Autoren.

(dpa, N24)

16.10.2009 13:00 Uhr

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