Eine Erfolgsgeschichte

Windows ist Microsoft

Die Erfolge von Windows und Microsoft sind untrennbar mit einander verbunden. Nach dem Aufstieg in den IT-Olymp stellte Vista einen Stolperstein dar. Mit Windows 7 will Microsoft alles besser machen.

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Mit der erfolgreichen dritten Windows-Version legte Microsoft 1990 den Grundstein für sein späteres Quasi-Monopol bei den PC-Betriebssystemen.
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Nach dem eher mäßigen Erfolg von Windows Vista holt Microsoft mit Windows 7 wieder zum großen Wurf aus. Schneller und cleverer, ...
... sicherer und schicker soll sie sein, die (laut Microsoft-Zählung) siebente Version des weltweit erfolgreichsten Computer-Betriebssystems.
Das "schicker" lässt sich bereits kurz nach der Installation bestätigen. Windows 7 bringt nicht nur stylishe Designs mit, ...
... die sich auch noch ganz nach Geschmack einstellen lassen, es wirkt auch insgesamt aufgeräumter und durchdachter.
Bei der Hardware ist es dennoch ausgesprochen anspruchslos. Bereits ab 1 GHZ Rechenpower und 1 GB Ram lässt es sich mit Windows 7 gut arbeiten. Das System bietet jedoch auch eine Menge ...
... cleverer Funktionen, die es teils aber schon unter Vista gab und die für Windows 7 nur noch einmal "aufgebohrt" wurden. Mit der "Snap"-Funktion etwa lassen sich Fenster einfach am Bildschirmrand "andocken" und in der Größe verändern.
Die "Flip"-Funktion zeigt alle geöffneten Fenster neben einander als Miniaturansicht an und holt das jeweils aktivierte Fenster nach vorne. So findet man schneller wieder zum richtigen Fenster zurück.
Die Funktion "Taskbar-Peek" zeigt eine Vorschau der geöffneten Fenster an, wenn der Nutzer den Mauszeiger auf eine Schaltfläche in der Taskleiste bewegt.
Bewegt man die Maus auf eines der Vorschaufenster, wird automatisch auch das entsprechende Fenster im Vollbild nach vorne geholt.
Praktisch sind auch die "WMP Taskbar Controls". Mit den wichtigsten Steuerelementen lässt sich der Windows Media Players auch über die Fenstervorschau bedienen.
Die Suchfunktion ist direkt in das Startmenü integriert. Einige Buchstaben genügen und Windows unterbreitet sofort Vorschläge zu gefundenen Dateien.
Sehr hilfreich sind die Sprunglisten. Nach dem Anklicken eines Programmsymbols in der Taskleiste mit der rechten Maustaste werden häufig verwendete Funktionen und Dokumente angezeigt.
Mit den neuen Libraries lassen sich Dokumente an einem Ort zentral verwalten, betrachten und ...
... durchsuchen, obwohl sie physisch an ganz unterschiedlichen Stellen des Systems liegen.
Durch Heimnetzgruppen lassen sich Dateien innerhalb eines Netzwerks gemeinsam nutzen. Speziell für Multimediadateien wie ...
... Fotos, Videos und Musik ist das Media Streaming gedacht, das unter Windows 7 deutlich vereinfacht wurde. Damit und mit ...
... der Funktion "Play to" können Dateien auch zur Wiedergabe an ein anderes Gerät im Netzwerk gesendet werden.
Die Funktion "Preview Pane" zeigt - von Bildern bis zu Videos - zu den meisten Dokumenten eine Vorschau an, ohne dafür extra ein anderes Programm starten zu müssen.
Und mit dem "BitLocker" lassen sich Datenträger ganz einfach und dennoch sicher verschlüsseln.
Ab dem 22. Oktober 2009 gibt es Windows 7 in Deutschland zu kaufen. Der Anwender hat die Wahl zwischen sieben verschiedenen Versionen. Für Privatanwender dürften jedoch nur "Starter", "Home Basic" und "Home Premium" interessant sein.
Video: Windows 7 - Die wichtigsten Neuheiten
Video: Windows 7 - Was der Vista-Nachfolger besser kann

Ohne Windows kein Microsoft: Die Milliarden-Einnahmen aus dem Verkauf seiner Betriebssysteme sind das Rückgrat des weltgrößten Softwareherstellers. Microsofts Aufstieg zur Nummer 1 im Softwaregeschäft begann 1980: Der Hardware-Riese IBM benötigte ein Betriebssystem - Bill Gates und Kollegen kauften die Software eines anderen Anbieters und passten sie für den Auftraggeber an. Eine grafische Benutzeroberfläche zur Vereinfachung der Navigation hatte dieses System namens MS-DOS allerdings noch nicht, dies gab es zunächst nur bei Apple, Atari oder dem Commodore Amiga.

Microsoft legte 1985 mit Windows 1.0 nach. Nennenswerten Erfolg erzielte das Unternehmen allerdings erst mit der Version 3.0, die 1990 veröffentlicht wurde. Mit Nachfolgern wie Windows 95 (1995) und XP (2001) sowie diversen Zwischenversionen baute das Unternehmen Schritt für Schritt ein Quasi-Monopol auf. Für Unternehmenskunden kam bereits 1993 erstmals eine Windows-NT-Version auf den Markt, die Microsoft ursprünglich gemeinsam mit IBM entwickelt hatte. Nach einem Streit vermarktete IBM seine Betriebssystem-Variante unter dem Namen OS/2, hatte damit allerdings weit weniger Erfolg als Microsoft mit Windows NT.

Vista setzte Windows-Ruf zu

Mit dem Windows-7-Vorgänger Vista fuhr Microsoft allerdings nicht gut: Trotz einer rund fünfjährigen Entwicklungszeit waren die Kunden nicht zufrieden. Viele Privatnutzer schimpften über Ressourcenhunger und mangelnde Unterstützung für ihre Geräte, viele Unternehmen verzichteten gleich auf die Installation des im Januar 2007 veröffentlichten Betriebssystems. Windows 7 soll mit dem Start im Oktober den Ruf der Windows-Familie aufpolieren - und den Umsatz wieder ankurbeln.

Die verschiedenen Windows-Versionen laufen auf mehr als 90 Prozent aller PCs weltweit. Alternativen wie das freie Betriebssystem Linux konnten bislang an der überwältigenden Marktstellung von Windows nichts ändern. Nur im Server-Markt spielt die quelloffene Software eine nennenswerte Rolle. Allerdings wächst die Konkurrenz: Apple hat in den vergangenen Jahren rund 5 Prozent des Marktes erobert. Und Erzrivale Google hat mit Chrome OS ein Betriebssystem für die derzeit beliebten Mini-Notebooks angekündigt.

Windows-Chronologie:

- Windows 1.0 wurde im November 1985 ausgeliefert. Das System kannte Mausbedienung, aufklappbare Befehlsflächen (Pull-Down-Menüs) und Symbole (Icons) für Dateien oder Programme: Mit Windows 1.0 konnte der Anwender DOS-Programme einfacher starten und zwischen ihnen umschalten. Die Resonanz der PC-Nutzer blieb aber zunächst verhalten.

- Windows 2.0 folgte im Oktober 1987 mit kleineren Verbesserungen wie sich überlappenden Fenstern. Damals brachte Microsoft auch das erste speziell für Windows entwickelte Anwendungsprogramm heraus, die Tabellenkalkulationssoftware Excel.

- Windows 3.0 unterstützte im Mai 1990 die neuen Intel-Prozessoren.

- Windows 3.1 war im April 1992 das erste richtig erfolgreiche Windows - dank neuer Techniken wie OLE (Object Linking and Embedding) für das Einfügen von Bildern in Texten, Sound-Unterstützung und neuartigen Truetype-Schriften. Für die Arbeit im Netzwerk kam Windows for Workgroups hinzu.

- Windows NT war im Juni 1993 das erste Microsoft-System, das gezielt auf die Bedürfnisse von Unternehmen abzielte. Dort begann der PC langsam den behäbigen Großrechner zu verdrängen. Windows NT unterstützte intern bereits eine Busbreite von 32 Bit: Die Daten wurden nicht mehr wie bei Windows 3.1 in einem engen Kanal von 16 Bit transportiert, sondern über die doppelt so große Breite.

- Windows 95 brachte im August 1995 auch Privatanwendern die 32-Bit-Unterstützung. Erstmals war auch ein Programm für den Internet-Zugang mit dabei, was den "Browser-Krieg" mit Netscape einleitete und Kartellverfahren in den USA und Europa auslöste.

- Windows 98 verknüpfte im Juni 1998 die Oberfläche enger als bisher mit Internet-Standards.

- Windows 2000 war im Februar 2000 der Nachfolger des Business-Systems NT 4.0, fand aber wegen seiner verbesserten Stabilität auch bei Privatanwendern Anklang.

- Windows ME ("Millenium Edition") führte im September 2000 "Systemwiederherstellungspunkte" ein, um den Zustand des Betriebssystems zum Status eines früheren Zeitpunkts zurückzusetzen. Ansonsten blieb Windows ME aber hinter Windows 2000 zurück und fand bei Privatanwendern keinen großen Anklang.

- Windows XP führt im Oktober 2001 die Systeme für Privatanwender und Unternehmen zusammen, unterscheidet aber zwischen Versionen für "Home"- und "Professional"-Ansprüche. Für Rechner mit 64-Bit-Technik wird 2005 eine entsprechende Version von Windows XP Professional eingeführt. XP ist weitaus stabiler als noch Windows 98, dennoch werden zahlreiche Sicherheitslücken aufgedeckt.

- Windows Vista legt daher nach langer Pause im Januar 2007 den Schwerpunkt auf die PC-Sicherheit und führt mit der Aero-Technik eine grafische Oberfläche mit 3D-Unterstützung ein. Das System ist allerdings weder bei Privatanwender noch bei Unternehmen besonders beliebt, so dass viele bei XP bleiben.

- Windows 7 verringert im Oktober 2009 die Anforderungen an die Hardware-Leistung, vermeidet Schwächen des Vorgängers, erneuert unter anderem das Bedienelement der Taskleiste und vereinfacht die Vernetzung.

(dpa, AP)

20.10.2009 09:48 Uhr

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