Um rund 90 Prozent

Obama kürzt Managern die Gehälter

Wasser auf die Mühlen der Kritiker: US-Präsident Obama wird wegen seiner geplanten Gesundheitsreform bereits als Sozialist beschimpft. Und nun will er die Gehälter der Top-Manager beschneiden.

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Wer Staatshilfe bekommen hat, muss Gehaltseinbußen hinnehmen: Obama will den Managern an den Kragen.
Allerorten Angst um die Kohle - schlafen die Superreichen in Zeiten der Finanzkrise eigentlich besonders schlecht? Das "Manager Magazin" hat in einem Ranking ermittelt, wer in Deutschland aktuell die meisten Milliarden bunkert.
Das Dauerabo auf Platz eins bleibt weiterhin im Hause Aldi: Mitgründer und Aldi-Süd-Besitzer Karl Albrecht ist mit einem Vermögen von geschätzten 17,55 Milliarden Euro der reichste Deutsche ...
... dicht gefolgt vom zweiten Gründer, Aldi-Nord-Besitzer und Bruder Theo Albrecht (Archivbild aus dem Jahr 1999). Er hat weitere 17,05 Milliarden - damit sitzen die Aldi-Brüder auf über 34 Milliarden Euro.
Satter Aufstieg für die Porsches: Im letzten Jahr noch auf Platz acht, finden sie sich nun auf dem Siegertreppchen wieder.
Da kann sich Wolfgang Porsche über 15,5 Milliarden Euro freuen.
Mit 11 Milliarden Euro und der Lidl-Gruppe landet Dieter Schwarz auf Platz vier in der Liste der vermögendsten Deutschen.
Das Unternehmerpaar Maren und Werner Otto rangiert dahinter. Geschätztes Vermögen: 8,1 Milliarden Euro.
Mit Reinigungsmitteln zu 7,95 Milliarden Euro. Damit landet die Familie Reimann auf Platz sechs. Ihr gehört das Unternehmen Reckitt Benckiser.
Sie ist die reichste deutsche Frau: Susanne Klatten. Das Vermögen der Großaktionärin von BMW und Altana liegt bei 7,8 Milliarden Euro. Auswirkung der Aktieneinbrüche: Von Platz vier im letzten Jahr ist sie auf Rang sieben abgerutscht.
Der Herr der Schrauben: Reinhold Würth rangiert mit seinem Handwerksgeräte-Unternehmen und 7,4 Milliarden Euro Vermögen auf Platz acht.
Auch Dr. Oetker freut sich über ein paar Milliarden: GmbH-Vorsitzender August Oetker hat 6,75 Milliarden Euro auf der hohen Kante.
Und auch er ist noch in den Top Ten vertreten: SAP-Gründer Dietmar Hopp. Sein Vermögen liegt bei 6,5 Milliarden Euro ...
.. und findet auch rege Verwendung im Fußballclub 1899 Hoffenheim - aktuell auf Platz zwei in der Bundesliga.
Soviel zu den Einzelleistungen, doch auch auf die Großfamilien lohnt sich ein Blick: Dort wird nämlich noch mehr gescheffelt. Führend in diesem Ranking ist die Familie Brenninkmeijer mit 26 Milliarden Euro, der die Modekette C&A gehört.
Dahinter rangieren die Besitzer der Metro Group, die Familie Haniel. Geschätzes Vermögen: 14 Milliarden Euro.
Es folgen die Henkels mit 6,85 Milliarden Euro. Der Familie gehört das Konsumgüterunternehmen Henkel, das unter anderem Waschmittel herstellt.
Auch in den Top Ten der reichsten Großfamilienvertreten: Der Siemens-Clan mit einem Vermögen von 4,15 Milliarden Euro.
Und auch sie freuen sich über ein dickes Konto mit 2,1 Milliarden Euro: Markus Miele, Gesellschafter des Haushaltsgeräteherstellers, und sein Anhang.
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Sie hat gut lachen: Sie wurde nicht nur zur einflussreichsten Frau der Welt gewählt. Ab jetzt führt Angelina Jolie auch die Riege der bestverdienenden Schauspielerinnen in Hollywood an.
Wie das Wirtschaftsmagazin "Forbes" berichtet, strich die Lebensgefährtin von Brad Pitt in einem Jahr (Juni 2008 bis Juni 2009) eine Gage von ...
... 27 Millionen Dollar (19 Mio Euro) ein. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Pitts Ex-Frau ...
... Jennifer Aniston ist Jolie dicht auf den Fersen. Sie verdiente mit Rollen in "Er steht einfach nicht auf dich" und "Marley & Ich" im vergangenen Jahr ...
... 25 Millionen Dollar. Den dritten Platz in der Riege der Top-Verdienerinnen ergattert Hollywood-Oldie ...
... Meryl Streep, die mit "Mamma Mia!" und anderen Projekten immerhin 24 Millionen Dollar absahnte.
Die mehrfache Oscar-Preisträgerin ist seit über 30 Jahren im Filmgeschäft tätig. Auf Platz vier schaffte es ...
... "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker. Noch mehr darf sich die 44-Jährige aber über die Geburt ihrer beiden Zwillings-Töchter im Juni 2009 freuen.
Parker schaffte es mit 23 Millionen Dollar Jahresverdienst knapp vor ...
... Cameron Diaz, die mit 20 Millionen Dollar den fünften Platz ihren nennen darf. Erst kürzlich wurde der "Love Vegas"-Star mit ...
... einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet.
Platz 6: Hier freut sich Sandra Bullock über einen Jahresverdienst von 15 Millionen Dollar. Die Schauspielerin mit deutschen Wurzeln ...
... kämpft momentan für die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihr dicht auf den Fersen ...
… ist "Natürlich Blond"-Darling Reese Witherspoon, die ebenfalls einen Jahresverdienst von 15 Millionen Dollar aufweisen kann. In die Berechnungen von "Forbes" ...
… flossen neben Schauspielgagen auch lukrative Nebenverdienste durch Werbeauftritte ein.
Den achten beziehungsweise neunten Platz müssen sich ebenfalls zwei Schauspielerinnen teilen: Mit 12 Millionen Dollar Jahresverdienst ...
... sind Nicole Kidman und ...
... Drew Barrymore gleich auf. Zuletzt wirkte Barrymore in dem Film ...
... "Er steht einfach nicht auf dich" mit.
Das Schlusslicht unter den Hollywood-Top-Verdienerinnen ist Renee Zellweger. Mit ihrem ...
... Jahreseinkommen von "nur" 10 Millionen Dollar belegt sie den zehnten Platz.

Der richtige Schritt zur richtigen Zeit? Die Regierung von US-Präsident Barack Obama will Topmanagern von Firmen, die Milliarden an Staatshilfe erhalten haben, die Gehälter und Boni drastisch kürzen. Durchschnittlich soll die Vergütung der 25 bestbezahlten Manager der Unternehmen um 90 Prozent gekappt werden, wie ein mit der Entscheidung vertrauter Beamter sagte. Das Finanzministerium wolle die Entscheidung in den kommenden Tagen offiziell bekanntgeben, sagte der Beamte am Mittwoch.

Nach Angaben des Regierungsvertreters soll die Gesamtsumme der Vergütungen in den sieben Firmen um 50 Prozent abnehmen. Zudem wird demnach jeder Manager, der mehr als 25.000 Dollar Sondervergütungen erhält - etwa für die Nutzung von Firmenjets oder Dienstwagen - dafür eine Erlaubnis der Regierung beantragen müssen. Bislang gab es für diese Sondervergütungen nur unverbindliche Richtlinien.

Betroffen sind sieben Firmen, die Gelder aus dem 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für den Finanzsektor bekommen hatten und immer noch am Staatstropf hängen. Dabei geht es um die Bank of America, den taumelnden Versicherungsgiganten American International Group (AIG), die Großbank Citigroup, die Autokonzerne General Motors (GM) und Chrysler sowie deren Autobanken, GMAC und Chrysler Financial. Banken wie Goldman Sachs oder JPMorgan Chase, die ihre Staatshilfe bereits wieder zurück erstattet haben, sind von der Regelung nicht betroffen.

Die Entscheidung über die neuen Vergütungsregelungen trifft letztlich Kenneth Feinberg, der Sonderbeauftragte für Manager-Bezahlung im Finanzministerium. Er muss bis 30. Oktober Regeln für die Vergütung der 25 bestbezahlten Manager vorlegen. Der Kongress hatte im Februar die rechtliche Grundlage dafür gelegt. Im Juni berief das Finanzministerium Feinberg, dessen Amt die Interessen der Steuerzahler durchsetzen soll.

Rückkehr der Milliarden-Boni

Bei AIG, wo die Regierung inzwischen kaum mehr vorstellbare 180 Milliarden Dollar Steuergeld investiert hat, soll es noch strengere Regeln geben. Dort soll kein Manager der Handelssparte - also jenes Bereichs, der den Konzern ins Taumeln brachte - mehr als 200.000 Dollar Gehalt bekommen dürfen. Auch die geplante Ausschüttung von insgesamt 198 Millionen Dollar Boni soll weiter gekappt werden. An der Wall Street fließen die Boni indes schon wieder recht üppig. Goldman Sachs hat dafür in diesem Jahr 16,7 Milliarden Dollar eingeplant - mehr als 500.000 Dollar pro Mitarbeiter. Citigroup will 5,3 Milliarden Dollar Sondervergütungen ausschütten, bei Bank of America soll es 3,3 Milliarden Dollar Boni geben.

Ein GM-Sprecher, Tom Wilkinson, erklärte auf Anfrage, die Gespräche mit Feinberg dauerten noch an. Bei der Autobank GMAC sagte Sprecherin Gina Proia, das Unternehmen arbeite an einer Lösung, die es erlaube, die neuen Regelungen umzusetzen, aber trotzdem die nötigen Talente zu halten, um die Bank zu sanieren. Chrysler, Chrysler Financial, AIG, Bank of America und Citigroup nahmen dazu nicht Stellung. Hohe Jahresgehälter und üppige Boni für Manager in Unternehmen, die vom Staat gerettet werden mussten, haben in den USA für politischen Sprengstoff gesorgt. Die Regierung Obama kann daher bei den Gehaltskürzungen mit großer Zustimmung rechnen.

(AP, N24)

22.10.2009 18:15 Uhr

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