Zu wenige Fortschritte

Schwänzt Barack Obama den Klimagipfel?

Laut einem Medienbericht will US-Präsident Barack Obama nicht am Klimagipfel in Kopenhagen teilnehmen. Sein Fernbleiben wäre ein verheerendes Zeichen für den Klimaschutz.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Barack Obama nimmt möglicherweise nicht am Klimagipfel in Kopenhagen teil. Der US-Präsident will laut Medienberichten nur erscheinen, wenn deutliche klimapolitische Fortschritte erkennbar sind.
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Damit hat niemand gerechnet: US-Präsident Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis 2009. Das Osloer Komitee würdigt damit seine "außergewöhnlichen Bemühungen um eine Stärkung der internationalen Diplomatie und um Zusammenarbeit zwischen den Völkern".
Damit kommt Barack Obama (im Bild mit First Lady Michelle) schon ein Jahr nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt der USA zu höchsten Weihen. Dabei ist eine anschließende Bilanz seiner Amtszeit noch nicht möglich. Doch der ...
... fünfköpfige Nobelpreisausschuss begründet den Schritt damit, dass eine Person selten so viele Hoffnungen auf Frieden geweckt habe. Zudem habe seine Vision für eine atomwaffenfreie Welt die Entscheidung beeinflußt.
Barack Obama wird es gut tun. Hat er doch derzeit innenpolitisch mächtig zu kämpfen. Der Glanz der ersten Wochen ist dahin und sein Mammutprojekt Gesundheitsreform stottert gewaltig. Zu ungewöhnlich ist das Vorhaben für US-amerikanisches Empfinden.
Doch ungewöhnliche Maßnahmen passen ins Bild eines ungewöhnlichen Präsidenten. Barack Obama ist der erste schwarze Staatslenker Amerikas. In seinem Land gilt er als Symbol für die Hoffnung, Rassendiskriminierungen ein Ende zu bereiten. Und vor allem ...
... gilt er in der Welt und bei seinen Landsleuten als Gegenentwurf zu seinem umstrittenen Vorgänger, dem republikanischen Hardliner George W. Bush. Seine liberale Einstellung ist sicherlich auch der Biografie Obamas zu verdanken.
Barack Obama wird 1961 als Barack Hussein Obama Jr. auf Hawaii geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham und sein Vater Barack Obama haben sich an der Universität von Hawaii kennengelernt.
Obamas Großeltern kümmern sich rührend um den Familiennachwuchs. Hier spielt der kleine Barack Obama mit seinem Großvater am Strand.
Barack Obamas Eltern lassen sich 1963 scheiden. Seine Mutter heiratet erneut. Mit dem späteren Ölmanager ging die kleine Familie nach Indonesien.
In dieser Schule in Indonesien drückt Barack Obama die Schulbank.
1971 kommt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er von seinen Großeltern aufgezogen wird. 1979 legt er seinen Highschool-Abschluss ab.
Nach zwei Jahren am Occidental College in Los Angeles zieht es Barack Obama 1981 an die Columbia-Universität in New York, wo er einen Abschluss in Politikwissenschaften erlangt.
Nach kurzer Tätigkeit für eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft geht Obama nach Harvard. An der Harvard Law School macht er 1991 seinen Doktor der Rechtswissenschaft „mit großem Lob“.
In Harvard lernt Barack Obama seine spätere Ehefrau Michelle Robinson kennen. Später wächst die Familie mit der Geburt der beiden Töchter Malia (*1999) und Sasha (*2001).
Seit 1992 engagiert sich Obama als Landespolitiker des Bundesstaates Illinois, wo er 1996 in den Senat gewählt wurde. Im Jahr 2000 strebt Obama den Gang ins US-Repräsentantenhaus an, unterliegt in den Vorwahlen jedoch seinem Kontrahenten Bobby Lee Rush.
2004 zieht Barack Obama in den US-Senat ein. Gleichzeitig unterstützt er den damaligen Präsidentschaftsbewerber John Kerry bei dessen Wahlkampf.
Am 10. Februar 2007 verkündet Barack Obama in Springfield (Illinois) unter großem Jubel erstmals seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur.
Seine Gegner bei den Vorwahlen sind Hillary Clinton und John Edwards. Edwards gibt sich am 30. Januar 2008 bereits frühzeitig geschlagen.
Als harte Gegnerin erweist sich jedoch Hillary Clinton, die frühere First Lady. Bis zum Ende der Vorwahlen hält sie an ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten fest.
Obwohl längst chancenlos, gibt Clinton erst am 7. Juni offiziell ihren Rückzug bekannt. Gleichzeitig versichert sie Obama ihre volle Unterstützung.
Obamas Gegner zum Wahltag am 4. November 2008 heißt nun John McCain. Auch wenn die beiden Kontrahenten in Wahlumfragen lange gleichauf liegen, unterliegt McCain. Zu groß ist der Wunsch der Amerikaner nach "Change", dem Schlüsselwort Obamas Kampagne.
Am 20. Januar 2009 tritt Barack Obama sein Amt an. Die sehr frühe Ehrung des Nobelpreiskomitees ist Segen und Fluch zugleich. Denn letzten Endes ist sie auch Verpflichtung, die ausgerufenen Ziele zu erreichen.
Barack Obama packt zu. Der US-Präsident beweist hier im Kenilworth Aquatic Garden in Washington, dass er den Problemen nicht nur in der großen Politik an die Wurzeln geht.
Gerade hatte Obama ein Gesetz unterschrieben, das Freiwilligenarbeit in den Vereinigten Staaten fördert. Klar, dass der mächtigste Mann der Welt da symbolträchtig selbst tätig werden musste.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Obama, ganz Macho, ließ zunächst Gattin Michelle alleine buckeln. Das Lachen ...
... sollte dem Präsidenten aber bald vergehen. Dann nahmen ihn die freiwilligen Helfer nämlich auch an die Kandare. Bäumchen pflanzen für die Fotografen - und das alles ...
... im schicken Anzug. Die Obamas erhielten bei der PR-Aktion im Übrigen ...
... prominente Unterstützung. Vorgänger im Amt, Bill Clinton, hatte sich in sein blassrosa Landoutfit geworfen und packte mit an.
Dass dem Polit-Pensionär mit 62 Jahren dabei bald die Luft ausging, ist verständlich. Aber auch die ...
... 17 Jahre jüngere First Lady ...
.... musste sich von Zeit zu Zeit einmal ein Päuschen gönnen.
Nur einer hackte und ...
... schaufelte wie im Wahn: The president himself ließ die Schippe erst sinken, ...
... als auch das letzte Bäumchen stand.
Nach getaner Arbeit reichte es dann auch zu einem kleinen Plausch mit dem Volk und für ...
... Erinnerungsfotos mit Politgrößen. Dann ging's aber rasch wieder ins Büro. Zu viel frische Luft tut schließlich nicht gut.

US-Präsident Barack Obama wird nach einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Times" wahrscheinlich nicht zum Klimagipfel nach Kopenhagen reisen. Stattdessen wolle sich Obama bei seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember in Oslo auf Klima- und Umweltfragen konzentrieren, schrieb die "Times" im Internet. Eine Bestätigung des Weißen Hauses dafür gab es nicht. Schon zuvor war berichtet worden, Obama mache eine Reise nach Kopenhagen von substanziellen Fortschritten bei der Vorbereitung des Klimagipfels abhängig.

Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen will sich als Gastgeber bei der Kopenhagener Klima-Konferenz für ein juristisch bindendes und schon ab 2010 geltendes Klimaabkommen einsetzen. Rasmussen kündigte dazu am Samstag die Bildung eines Sonderkreises mit mehreren Staats- und Regierungschefs an, der ab sofort wöchentliche Videokonferenzen abhalten soll. Als erste Teilnehmer nannte Rasmussen Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd und den mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón.

Weltweite Demonstrationen

Weltweit haben Menschen am Samstag für mehr Klimaschutz und weniger Kohlendioxid in der Luft demonstriert. Wenige Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen warben Aktivisten unter anderem am Kilimandscharo in Ostafrika, an den Pyramiden in Ägypten, in Indien, Australien, aber auch in Berlin für eine sauberere Umwelt. Dies dokumentierte die Organisation 350.org auf ihrer Internetseite. Mehr als 5400 Versammlungen, Aktionen und Demonstrationen weltweit waren geplant.

Im Mittelpunkt stand die Zahl 350: Laut Organisatoren soll die Belastung der Luft mit dem Treibhausgas Kohlendioxid auf 350 Teile pro Million Teile Luft (ppm) reduziert werden. Der Wert derzeit liege bei 387 Teilen pro Million. In Berlin trafen sich rund 350 mit Masken als Angela Merkel verkleidete Demonstranten und verlangten von der Kanzlerin: "Angie, werde Klimakanzlerin". Merkel solle persönlich am UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen teilnehmen, forderten die "Klimapiraten".

(dpa, N24)

25.10.2009 19:55 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik