Laut einem Medienbericht will US-Präsident Barack Obama nicht am Klimagipfel in Kopenhagen teilnehmen. Sein Fernbleiben wäre ein verheerendes Zeichen für den Klimaschutz.
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US-Präsident Barack Obama wird nach einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Times" wahrscheinlich nicht zum Klimagipfel nach Kopenhagen reisen. Stattdessen wolle sich Obama bei seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember in Oslo auf Klima- und Umweltfragen konzentrieren, schrieb die "Times" im Internet. Eine Bestätigung des Weißen Hauses dafür gab es nicht. Schon zuvor war berichtet worden, Obama mache eine Reise nach Kopenhagen von substanziellen Fortschritten bei der Vorbereitung des Klimagipfels abhängig.
Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen will sich als Gastgeber bei der Kopenhagener Klima-Konferenz für ein juristisch bindendes und schon ab 2010 geltendes Klimaabkommen einsetzen. Rasmussen kündigte dazu am Samstag die Bildung eines Sonderkreises mit mehreren Staats- und Regierungschefs an, der ab sofort wöchentliche Videokonferenzen abhalten soll. Als erste Teilnehmer nannte Rasmussen Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd und den mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón.
Weltweite Demonstrationen
Weltweit haben Menschen am Samstag für mehr Klimaschutz und weniger Kohlendioxid in der Luft demonstriert. Wenige Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen warben Aktivisten unter anderem am Kilimandscharo in Ostafrika, an den Pyramiden in Ägypten, in Indien, Australien, aber auch in Berlin für eine sauberere Umwelt. Dies dokumentierte die Organisation 350.org auf ihrer Internetseite. Mehr als 5400 Versammlungen, Aktionen und Demonstrationen weltweit waren geplant.
Im Mittelpunkt stand die Zahl 350: Laut Organisatoren soll die Belastung der Luft mit dem Treibhausgas Kohlendioxid auf 350 Teile pro Million Teile Luft (ppm) reduziert werden. Der Wert derzeit liege bei 387 Teilen pro Million. In Berlin trafen sich rund 350 mit Masken als Angela Merkel verkleidete Demonstranten und verlangten von der Kanzlerin: "Angie, werde Klimakanzlerin". Merkel solle persönlich am UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen teilnehmen, forderten die "Klimapiraten".