Importe zu teuer

Island wird McDonald's-frei

Island wird in Kürze eines der wenigen Länder sein, in denen es keine McDonalds-Filiale gibt. Die beiden verbliebenen Restaurants müssen geschlossen werden, weil die Warenimporte zu teuer wurden.

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Auch wenn McDonald's von der Insel verschwindet: Fastfood soll es weiterhin auf Island geben, nur unter einem anderen Namen.
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Die amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) hat eine Rangliste der größten US-Arbeitgeber in Deutschland für das Jahr 2008 herausgegeben. Auf Platz 10 liegt der Autozuliefrer Johnson Controls GmbH mit 10.000 Arbeitsplätzen.
Rang 9: TRW Automotive GmbH (11.000 Stellen) - ebenfalls ein Autozulieferer.
Coca-Cola kommt mit 12.000 Jobs in Deutschland auf Platz 8. Dicht gefolgt von ...
... Procter&Gamble. Der Konsumgüter- und Haushaltswarenhersteller beschäftigt hierzulande 15.000 Menschen und belegt damit Rang 7.
Der Deutsche-Post-Konkurrent United Parcel Service, besser bekannt als UPS, landet auf Platz 6: 16.000 deutsche Arbeitsplätze.
Mit 21.100 Arbeitsplätzen rangiert die IBM Gruppe auf Platz 5.
Knapp am Treppchen vorbei geht's für die Fast-Food-Kette Burger King. Trotz "Angry Triple Whopper" nur Rang 4 mit 23.000 Beschäftigten.
24.000 Menschen arbeiten für Ford in Deutschland, genauer in der Ford-Werke GmbH. Das bedeutet ...
... Platz 3.
"Wir sind Opel": Das können in Deutschland immerhin rund 25.100 Menschen von sich behaupten. Sie sind ...
... bei der Adam Opel GmbH beschäftigt.
Größter US-Arbeitgeber in Deutschland ist aber - wen wundert's - ...
... McDonald's Deutschland Inc. mit 58.000 Beschäftigten, Aushilfspromis wie ...
... Joe Jackson nicht mitgezählt.

Island wird in wenigen Tagen keinen einzigen McDonald's mehr haben. Die beiden Filialen der US-Fast-Food-Kette in dem Inselstaat im Nordatlantik schließen am 1. November, wie die isländische Betreiberfirma Lyst mitteilte. Grund seien die in der Krise deutlich gestiegenen Kosten. "Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen", sagte Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson. Zwar sei McDonald's "noch nie so gut besucht gewesen" wie zuletzt. "Aber die Gewinne waren zugleich nie so klein."

McDonald's musste in Island alle Waren - Fleisch, Gemüse, Käse und sogar die Verpackungen - importieren. Der isländische Markt war zu klein, um diese Produkte vor Ort zu produzieren. Bislang bezogen die Fast-Food-Restaurants ihre Ware den Angaben zufolge aus Deutschland. Nach dem Absturz der isländischen Krone in Folge der Finanzkrise, die Island besonders stark getroffen hat, hätten sich die Kosten dafür verdoppelt, sagte Ogmundsson. Der Euro hat seit März 2008 gegenüber der isländischen Krone fast 80 Prozent an Wert gewonnen.

Ogmundsson will die Imbisse nach eigenen Angaben nun unter einem anderen Namen weiterbetreiben - und setzt darauf, dann günstigere isländische Produkte verarbeiten zu können. Die erste McDonald's-Filiale in Island hatte 1993 eröffnet. Der damalige Regierungschef David Oddsson hatte den ersten Burger gegessen.

(AFP, N24)

26.10.2009 19:45 Uhr

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