Angela Merkel

Vom FDJ-Mädchen zur Bundeskanzlerin

Angela Merkel ist seit 2005 die erste Frau an der Spitze der deutschen Regierung.Erste politische Erfahrungen sammelte sie in den Jugendorganisationen der DDR und später beim Demokratischen Aufbruch.

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Angela Merkel als als Bundesministerin für Frauen und Jugend im April 1991. Später wurde sie Umweltministerin, CDU-Generalsekretärin, CDU-Vorsitzende und schließlich Bundeskanzlerin.
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Angela Merkel und Guido Westerwelle haben mit ihren Parteikollegen wochenlang beraten, das grobe Programm steht - und das Personaltableau ebenfalls.
Schon lange war klar, dass Guido Westerwelle traditionellerweise das Außenamt übernehmen wird. Aber es gab auch einige unerwartete Personalentscheidungen.
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Das Bundesinnenministerium von Wolfgang Schäuble besetzt künftig der CDU-Mann und bisherige Kanzleramtsminister Thomas de Maizière. Seinen frei werdenden Posten als rechte Hand der Kanzlerin ...
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Im Amt bleibt auch Ilse Aigner. Mit den Bayern als Stammklientel legt die CSU Wert darauf, dass sie den Bereich Agrar/Verbraucher behält.
Einer fehlt noch - ein Neuling: CSU-Landesgruppenchef im Bundestag Peter Ramsauer. Der bayerische Mann fürs Grobe wird Bundesverkehrsminister.
Ach so, und eines ist ja sowieso klar: Angela Merkel (CDU) wird auch in der neuen Regierung Bundeskanzlerin bleiben.

Angela Merkel ist die erste Frau und die erste Ostdeutsche im höchsten deutschen Regierungsamt. Mit dem Wahlsieg am 27. September reihte sie sich zudem in die Reihe der Kanzler ein, die vom Volk wenigstens einmal im Amt bestätigt wurden. Sie steht damit in einer Reihe mit Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder.

Am 17. Juli 1954 in Hamburg als Angela Kasner geboren, wuchs Merkel als Tochter eines Pfarrers und einer Lehrerin vor allem in der Uckermark nordöstlich von Berlin auf. Die DDR prägte die ersten 35 Jahre ihres Lebens. In der Schule und während ihres Studiums war sie Mitglied der Pionier-Organisation und der Jugendorganisation FDJ. Aufgrund ihrer Begabung konnte sie in Leipzig Physik studieren und später an der Akademie der Wissenschaften arbeiten, wo sie ihren zweiten Ehemann Joachim Sauer kennenlernte.

Blitzkarriere in der CDU

Nach der Wende schloss sich Merkel dem Demokratischen Aufbruch an, der später in der CDU aufging. Als Vize-Regierungssprecherin geriet sie ins Blickfeld Kohls, der sie nach der Vereinigung zuerst als Bundesministerin für Frauen und Jugend sowie dann als Umweltministerin in seine Kabinette berief. Nach der Wahlniederlage Kohls wurde sie 1998 CDU-Generalsekretärin und in der Zeit der CDU-Spendenkrise zur Leitfigur für einen Neuanfang der Partei - auch weil sie sich als erste vom System Kohl distanziert hatte.

Im April 2000 wurde Merkel zur ersten weiblichen Vorsitzenden der CDU gewählt. 2002 verlor sie den unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gegen Edmund Stoiber (CSU), wurde jedoch drei Jahre später zur Spitzenkandidatin der Union ausgerufen, als Kanzler Schröder eine vorgezogene Neuwahl durchgesetzt hatte. Seit November 2005 ist sie erste Bundeskanzlerin Deutschlands.

(dpa)

28.10.2009 19:12 Uhr

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