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Marktmanipulationen?

Porsche wehrt sich gegen Verdacht

Porsche sieht sich wegen des Handels mit VW-Aktien dem Vorwurf der Marktmanipulation gegenüber und geht in die Offensive. Der Sportwagenbauer will ein Gutachten in Auftrag geben.

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Porsche stieg einst bei VW ein, der Volkswagen-Aktienkurs stieg und stieg. Nun sehen sich die Zuffenhausener mit dem Vorwurf der Marktmanipulation konfrontiert.
Porsche Panamera von TechArt: Tuning für die große Limousine
Zur Wahl stehen Felgen in 21 und 22 Zoll Größe
Auch die Heckschürze wird verändert
Zwischen den Abgasrohren gibt es nach dem Umbau einen Diffusor
Neu gestylte Frontschürze
Dezent, aber sichtbar sind die Änderungen am Seitenschweller
Helle Brauntöne für den Innenraum
Auch der Wählhebel bekommt einen Lederüberzug
Dunkel abgesetzte Mittelkonsole
Zudem gibt es Alu-Pedale und Einstiegsleisten
Das Leder findet sich auch am Armaturenbrett ...
... und an den Türinnenseiten
Die Ziernähte sind in der selben Farbe gehalten
Lederlandschaft auch im Fond
Schriftzug auf dem Edelstahl-Auspuffende
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Der Name Porsche steht für die Marke und den Mythos des Stuttgarter Sportwagenbauers.
Am 19. September wäre der Mann, der das Unternehmen maßgeblich geprägt hat und die Sportwagenschmiede nach den Zweiten Weltkrieg aufbaute, 100 Jahre alt geworden: Ferdinand Anton Ernst Porsche.
Seinen legendären Rufnamen erhielt er von seinem Kindermädchen. Sie nannte ihn als erste "Ferry".
Die technische Begabung und die Liebe zum Automobil gab der Vater an den Sohn weiter. "Ferry" Porsche saß bereits mit zehn Jahren hinter dem Steuer eines Autos und erhielt mit 16 Jahren per Sondergenehmigung den Führerschein.
Ferry war von 1931 an Mitarbeiter des von seinem Vater gegründeten Stuttgarter Konstruktionsbüros, das den Auftrag hatte, einen Volkswagen zu entwickeln.
Ferry selbst leitete 1934 die Erprobungsfahrten der Volkswagen-Prototypen.
Im Herbst 1944 wurde das Konstruktionsbüro von Stuttgart nach Gmünd in Kärnten ausgelagert. In Österreich wurde 1948 auch der Ur-Porsche entwickelt.
Der Porsche 356 gilt als Keimzelle des Erfolgs.
Der Sportwagen wurde von Ferry Porsche konstruiert. In Österreich wurden noch 52 Sportwagen in Handarbeit produziert, im März 1950 wechselte das Unternehmen wieder nach Stuttgart.
Insgesamt stellten die Schwaben 78.000 Sportwagen vom Typ 356 her.
Nachfolger des Ur-Porsche wurde der 911er, der 1963 vorgestellt wurde. Hier im Bild Vater Ferry (l) und Sohn Ferdinand Alexander bei der Erprobung der ersten Modelle.
Der erste 911er, der 1964 vom Band lief, war das auf der IAA 1963 vorgestellte sogenannte Urmodell mit einem 2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor.
In dieser einzigen Version wurde der Wagen drei Jahre lang produziert, bis die Modellreihe durch ein stärkeres Modell, den 911 S, erweitert wurde. In dieser sportlicheren Version lieferte der nahezu baugleiche Motor eine Leistung von 118 kW (160 PS).
Im Jahr 1969 ging Ferry Porsche eine nicht unumstrittene Kooperation mit den Wolfsburgern ein.
Mit dem VW-Porsche 914 wollte der Stuttgarter Konzern neue Käuferschichten unterhalb des 911er gewinnen.
Von dem 914er wurden fast 120.000 Fahrzeuge verkauft.
Ferdinand Porsche stand über zwei Jahrzehnte an der Spitze der Stuttgarter Sportwagenschmiede.
1971 beschlossen die Familien Porsche und Piëch, zukünftig keine Managementposten mehr mit Familienangehörigen zu besetzen. Ein Jahr später wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Ferry Porsche wurde Chef des Aufsichtsrats. Dieses Amt hatte er bis 1990 inne. Ferdinand Porsche starb 1998 im Alter von 88 Jahren.
Doch die Legende lebt weiter. Auf der 63. IAA in Frankfurt stellte der Sohn und Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Porsche das neue 911er Turbo Cabriolet vor.
Kunden-Renner: Der neue Porsche 911 GT3 Cup kommt zur IAA
Der Bolide basiert auf dem 911 GT3 RS
Ein mächtiger Flügel betont das Heck
Markantes Gesicht, aber ein typischer Elfer
Der Wagen kostet 178.321 Euro
Die Frontpartie wurde tiefergelegt
Breite Backen kennzeichnen das Heck
Für den Fahrer gibt es eine bessere Frischluftversorgung
Das Lenkrad kann nun auch in der Höhe verstellt werden
Der 3,8-Liter-Boxer liefert 450 PS
18-Zöller mit Zentralverschluss
Die Felgen bestehen aus drei Teilen
Die Bremsanlage verfügt über gelochte Verbundguss-Scheiben
"Cup" ist die Rennsportvariante des 911 GT3 RS
Der 3,8-Liter-Motor entsorgt das Abgas durch zwei Rohre
Video: VW & Porsche - Startschuss für neues Auto-Imperium
Video: VW und Porsche - Ziel: weltweit größter Autobauer werden

Porsche will einem Zeitungsbericht zufolge die Vorwürfe der Marktmanipulation durch ein Gutachten entkräften. Die vom Tübinger Juraprofessor Joachim Vogel erstellte Untersuchung solle beweisen, dass beim Handel mit den VW-Aktien alles mit rechten Dingen zugegangen sei, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Damit hoffe das Unternehmen auf eine schnelle Klärung der Vorwürfe gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter.

"Wir haben die gutachterliche Stellungnahme erhalten und werten sie aus", bestätigte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft der Zeitung. Der Sportwagenbauer bestätigte, dass eine Expertise in Auftrag gegeben wurde, ohne sich zum Inhalt zu äußern. Eine rasche Klärung der Vorwürfe sei auch im Interesse von Volkswagen, schreibt die "SZ" weiter. Der Wolfsburger Konzern plant den ersten Schritt der Übernahme des Sportwagenbauers noch in diesem Jahr. "Juristische Zeitbomben im Keller kann man da nicht gebrauchen", zitiert die Zeitung Konzernkreise. Sollte die Justiz feststellen, es habe Marktmanipulationen gegeben, könnten Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe folgen.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatte im August Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und unbefugte Weitergabe von Insiderinformationen beim Übernahmedrama zwischen VW und Porsche eingeleitet. Geklärt werden muss die Frage, ob Porsche im Zuge des Einstiegs bei Volkswagen Anleger und Akteure an der Börse möglicherweise falsch informierte und die Kursentwicklung unzulässig beeinflusste. Bei den Ermittlungen wurden Geschäftsräume von Porsche und die Privatwohnungen von Wiedeking und Härter untersucht und Unterlagen beschlagnahmt.

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hatte sich im Zuge des Übernahmeversuchs von VW Optionen auf VW-Stammaktien gesichert. Die Details der Options-Geschäfte blieben dem Markt aber weitgehend verborgen. Angesichts seiner Schuldenlast musste Porsche schließlich im vergangenen Juli von den Übernahmeplänen Abstand nehmen; Wiedeking und Härter mussten gehen. Nun soll der Sportwagenbauer umgekehrt im VW-Konzern aufgehen.

(dpa, N24)

30.10.2009 12:17 Uhr

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