Eine strahlende Zukunft?

RWE fordert deutlich längere AKW-Laufzeiten

Union und FDP schicken sich an, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zu verlängern. RWE reicht das noch nicht. Der Protest von Grünen, Gewerkschaften und Anti-Atomaktivisten ist absehbar.

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Die Atomkraftgegner formieren sich. Sie sprechen eine deutliche Sparache. Den Energiekonzernen sind die Bedenken scheinbar egal. RWE-Chef Großmann will deutlich längere Laufzeiten der deutschen Atommeiler.
Video: Schwarz-gelbe Pläne - Atomgegner formieren sich zum Protest

Weil's billiger ist? RWE fordert eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. "Baugleiche Reaktoren laufen in den Niederlanden, Frankreich oder Belgien 60 Jahre und mehr, in den USA sind jetzt sogar 80 Jahre im Gespräch", sagte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann der "Rheinischen Post". Das sei zwar kein Präjudiz für Deutschland, aber mit der derzeitigen Laufzeitbegrenzung von 32 Jahren "bleiben wir unter unseren volkswirtschaftlichen Möglichkeiten".

Großmann erneuerte sein Angebot für einen Energiepakt: "Bereits vor zwei Jahren habe ich einen Energiepakt zwischen Unternehmen, Großverbrauchern und Politik vorgeschlagen. Das Angebot steht weiter."

Der RWE-Chef schloss zugleich nicht aus, dass der Essener Energiekonzern 2010 die Strompreise erneut erhöht. Die Preise könnten steigen oder fallen, das hänge von der Entwicklung des Marktes ab. Zudem mische der Staat mit: "Die Abgaben für erneuerbare Energien steigen im nächsten Jahr um drei Milliarden Euro. Auch die staatlich regulierten Netzentgelte werden erhöht", wird Großmann zitiert.

(AP, N24)

31.10.2009 10:25 Uhr

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