Immer wieder gibt es Vorschläge von Arbeitgeberverbänden zur Lockerung des Kündigungsschutzes. Nun prescht der DIHK vor und fordert "ganz gezielt" und "in begrenztem Umfang" Änderungen.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, hat eine Lockerung des Kündigungsschutzes für kleine Unternehmen gefordert. Man müsse "in begrenztem Umfang und ganz gezielt" die Prinzipien des Arbeitsmarktes lockern, um dafür zu sorgen, dass vor allem Startup-Unternehmen Mitarbeiter einstellen können, sagte Driftmann im Deutschlandradio Kultur.
Es gehe dabei nicht darum, Arbeitnehmer zu entrechten, "sondern es geht darum, eine Systemgrenze vernünftig zu ziehen". Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern müssten lockerer mit solchen Vorschriften umgehen können als Großunternehmen, die ganz andere Möglichkeiten hätten, Konjunkturschwankungen abzufedern.
Arbeit müsse zudem billiger werden, forderte Driftmann. Aus diesem Grund sollten die Arbeitgeberbeiträge eingefroren oder möglicherweise ganz abgeschafft werden. "Unser Solidarbeitrag ist, dass wir bis an die Grenze des Möglichen unsere Mitarbeiter halten", sagte der DIHK-Präsident. Der soziale Ausgleich solle über das Steuersystem organisiert werden. "Ich wünsche mir ein System, das klar ist, das transparent ist, wo jeder auch erkennen kann: Wird meiner Situation hinreichend Rechnung getragen oder nicht? Im Moment verwischt sich dieses sehr stark", sagte Driftmann.