Weitere Verstärkung

FC Bayern plant die Zukunft

Die Bayern müssen heute gegen Girondins Bordeaux gewinnen, um sich das Weiterkommen in de Champions League zu sichern. Doch ungeachtet dieser Tatsache basteln die Münchner schon an ihrer Zukunft.

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Torhüter Hans-Jörg Butt ist in Zukunft nicht mehr die erste Wahl. Hoeneß kündigte schon an, "dass wir ab dem 1. Juli versuchen, einen sehr guten Torwart zu verpflichten.
Fußball-Fan sein, ist eine Herzensangelegenheit. Klubbesitzer sein, ist purer Luxus. Und immer mehr ...
... Milliardäre leisten ihn sich. Jüngstes Beispiel: Real Madrids neuer Klubpräsident Florentino Perez. Der Spanier will die "Königlichen" zu den "Neo-Galaktischen" machen - in Anlehnung an die Ära mit Fußballikonen wie Zidane, Figo und Beckham. Dafür ...
... will Perez 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Nach Kaka (r.) für 65 Millionen Euro soll auch Cristiano Ronaldo kommen. Für mehr als 90 Millionen Euro lässt ManU den Portugiesen ziehen. Ole Perez! Die N24.de-Rangliste der "Soccer Billionaires":
Rang zehn geht an Philip Anschutz. In den Medien meidet er Auftritte und lässt eher seine Teams sprechen. Laut "Forbes" beläuft sich sein Vermögen auf acht Milliarden Dollar. "Seine" Fußballteams sind ...
... L.A. Galaxy um den englischen Superstar David Beckham, Houston Dynamo und Hammarby IF, schwedischer Erstligist. In Deutschland ist Anschutz vor allem als Erbauer der ...
... O2-Arena in Berlin bekannt. Dort spielen seine ...
... "Eisbären", Deutschlands ...
... vierfacher Eishockey-Champion, auch Titelträger 2009.
Platz neun schafft Dietmar Hopp. Der SAP-Gründer, geschätzte 8,5 Milliarden Dollar (etwa 6 Milliarden Euro) schwer, engagiert sich in seiner Heimatregion Rhein-Neckar und unterstützt dort die Sport- und Jugendarbeit. Sein bekanntestes Ziehkind ...
... heißt TSG Hoffenheim. Dort soll er in den vergangenen Jahren rund 170 Millionen Euro investiert haben. Herausgekommen ist bisher ein neues Stadion und der Titel des Herbstmeisters - und das Maskottchen "Hoffe".
Sportlich noch weit vor Hoffenheim rangiert Arsenal London, unter anderem mehrfacher englischer Meister und Pokalsieger. Mit dem Buch "Fever Pitch" und dem gleichnamigen Film wurde den "Gunners" ein Denkmal gesetzt. Auch ...
... dank des Geldes von Alisher Usmanov. Der Milliardär (geschätztes Vermögen 9,3 Milliarden Dollar) ist derzeit größter Aktionär des Klubs.
Platz sieben geht an Silvio Berlusconi. Der italienische Medienmogul und Ministerpräsident, dessen Vermögen bei 9,4 Milliarden Dollar liegen soll, ist seit 1986 "Presidente" des ...
... AC Mailand. Seinen Millionen ist so mancher Titel zu verdanken, seinen Gehältern so mancher Stareinkauf - wie Brasiliens Superstar Ronaldinho (l.). Berlusconis neueste Eroberung ...
... hat mit "Milan" aber nichts zu tun. Noemi, blutjung und wohl seit längerem mit Berlusconi "befreundet".
Hätten sie die Herren auf dem Bild erkannt? Links: Paul Allen, rechts: Bill Gates. Microsoft-Gründer. Allen ist auch Fußball-Fan, in den USA Soccer genannt. Sein Team ...
... sind die Seattle Sounders. Allen sitzt auf etwa 16 Milliarden Dollar.
Francois Pinault belegt Rang fünf. Sein Vermögen beträgt geschätzte 16,9 Milliarden Dollar. Es stammt zum Großteil aus den Gewinnen des Luxuskonzerns PPR, zu dem auch der Sportartikler Puma gehört. Seine Leidenschaft heißt aber ...
... Stade Rennes.
Amancio Ortega macht auch in Mode und Luxus: Sein Firmenimperium nennt sich Inditex, dazu gehört beispielsweise die Kette ...
... Zara und die floriert. Ortegas Vermögen beläuft sich derzeit auf 20,2 Milliarden Dollar. Der Spanier versucht seit Jahren ...
... Deportivo La Coruna erfolgreich zu machen.
Lakshmi Mittal ist Inder und macht in Stahl (ArcelorMittal). 20,5 Milliarden Dollar beträgt laut "Forbes" sein Vermögen. Eigentümer ist er von den ...
... Queen's Paar Rangers - neben Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Renault-Teamchef Flavio Briatore. Kein Wunder, dass die Fans schon ein wenig größenwahnsinnig erscheinen.
Auch bei Chelsea hat man (noch) keine Geldsorgen. Der Grund heißt ...
... Roman Abramowitsch. Der Milliardär sitzt auf geschätzten 23,5 Milliarden Dollar, trotz Scheidung. Damit kann sich der Russe auch noch einen ...
... Hubschrauber samt ...
... Jacht dazu leisten - und das Gehalt für den derzeit wohl besten ...
... deutschen Fußballspieler Michael Ballack. "You can't mess with the Blues." Lediglich ...
... Oleg Deripaska (im Bild rechts mit Russlands Präsident Medwedew) hat unter den Fußballfans dieser Welt noch mehr Kohle (geschätzte 28 Milliarden Dollar). Die steckt er vorzugsweise in den (noch) nicht so erfolgreichen russischen Klub Kuban Krasnodar.
Die Bundesliga lebt auf großem Fuß: Spielerwechsel werden seit Jahren fürstlich bezahlt - und Neuverpflichtungen werden immer kostspieliger. Die 15 teuersten Transfers aller Zeiten: Auf Rang ...
... 15 landet der Transfercoup von Marcell Jansen aus dem Jahr 2007. Der Mönchengladbacher Nationalspieler wechselte für geschätzte elf bis zwölf Millionen Euro zum ...
... deutschen Rekordmeister Bayern München. Bei den "Großkopferten" der Isar-Metropole spielt Jansen mit Stars wie "Italo-Bomber" Luca Toni oder Franck Ribery.
Den Brasilaner Lucio zieht es 2004 von Bayer Leverkusen nach ...
... München. Zwölf Millionen Euro lässt sich der FCB den Abwherspieler kosten. Noch etwas teurer ...
... ist Dortmunds Jörg Heinrich. 12,5 Millionen Euro blättert der AC Florenz 1998 für den damaligen deutschen Nationalspieler auf den Tisch. Heinrich kehrt ...
... zwei Jahre später zurück und unterschreibt beim BVB einen Vertrag bis 2003. Ablösesumme: umgerechnet rund vier Millionen Euro.
2006 verlässt der Niederländer Khalid Boulahrouz den Hamburger SV. Sein neuer Arbeitgeber heißt Manchester City. Kostenpunkt: 13 Millionen Euro.
Geschätzte 12 Millionen bis 15 Millionen Euro streicht Werder Bremen 2007 ein, als Nationalstürmer Miroslav Klose ...
... zu Bayern wechselt. Seine Tor-Salti zeigt er noch heute in München.
Der zehntteuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte geht 2005 über die Bühne. Der Weißrusse Alexander Hleb hängt beim VfB Stuttgart seine Töppen an den Nagel und schnürt seine neuen Treter für ...
... den mehrfachen englischen Meister Arsenal London. Die "Gunners" zahlen 15 Millionen Euro.
Eine Ablösesumme von ebenfalls 15 Millionen Euro bringt Rafael van der Vaart dem HSV ein, als er ...
... 2008 zu den "Königlichen" von Real Madrid wechselt.
Auf 16 Millionen Euro bringt es der Bulgare Dimitar Berbatov 2006. Der damalige Leverkusener ...
... Stürmer verabschiedet sich dafür zu den Tottenham Hotspurs.
2001 packt der Brasilianer Evanilson seine Koffer in Dortmund. Sein Reiseziel lautet ...
... Italien, AC Parma. 17 Millionen Euro fließen dafür auf das Konto des BVB.
Gar 20 Millionen Euro erhält Bayer Leverkusen im Jahr 2000 für Emerson. Der Brasilianer ...
... legt sich danach für den AS Rom ins Zeug.
Nigel de Jong, niederländischer Nationalspieler, steht 2009 in Diensten des Hamburger SV, als den Hanseaten ein Angebot von 20 Millionen Euro ins Haus flattert. De Jong darf dafür ...
... zum neuen englischen Krösus Manchester Citiy wechseln. Damit rangiert er auf Platz fünf der teuersten Transfers der Fußball-Bundesliga - gemeinsam mit Emerson. Teurer ...
... ist dieser Spieler links im Bild. Der ...
... englische Nationalspieler Owen Hargreaves bringt ...
... dem FC Bayern München bei seinem Wechsel zum mehrfachen Champions-League-Sieger Manchester United 2007 25 Millionen Euro. Diese Summe ...
... sollen die Münchener auch für den Franzosen Franck Ribery an Olympique Marseille bezahlt haben.
Die Bremer Dribbelmaus Diego verzaubert drei Jahre die Werder-Fans und die gesamte Bundesliga, ehe er ...
... nach der Saison 2008/2009 seinen Abschied aus Bremen bekanntgibt.
Die Dienste des Brasilianers sichert sich für bis zu 27 Millionen Euro der ...
... italienische Rekordmeister Juventus Turin. Die Fans der "Alten Dame" dürfen sich freuen.
Der bisher teuerste Transfer in der Bundesliga-Geschichte gelingt ebenfalls kurz nach Ende dieser Saison. Der Stuttgarter Stürmer Mario Gomez ...
... will sich karrieretechnisch weiterentwickeln. Für geschätzte ...
... 30 Millionen Euro Ablöse darf er das künftig beim FC Bayern München.

Es ist gerade ein Drittel der Saison vorbei, da bastelt Bayern München schon wieder eifrig an seiner Zukunft. Spätestens im kommenden Sommer soll es im Kader erneut Veränderungen geben, auf der Jahreshauptversammlung am 27. November wird Manager Uli Hoeneß zum Präsidenten gekürt - und auch finanziell stellt der deutsche Fußball-Rekordmeister bereits jetzt die Weichen, um in den kommenden Jahren vor allem international noch konkurrenzfähiger zu sein.

Insbesondere die vor dem Champions-League-Gruppenspiel am Dienstagabend gegen Girondins Bordeaux angekündigte strategische Partnerschaft mit Automobilhersteller Audi soll den Münchnern ganz neue Perspektiven eröffnen. Das Ingolstädter Unternehmen wird dem Vernehmen nach neun Prozent der Anteile an der FC Bayern AG übernehmen und zudem über zehn Jahre einen Werbevertrag abschließen.

"Das ist ein Betrag, der weit über 100 Millionen sein wird", sagte Hoeneß über den Deal. Die Rede ist von rund 200 Millionen Euro. Die sollen zum Teil in die Finanzierung der 340 Millionen Euro teuren Allianz Arena fließen. Bereits nach zehn anstatt wie bisher geplant nach 15 bis 18 Jahren könnte das Stadion so abbezahlt sein. Das Geld soll aber auch in neue Spieler investiert werden.

Neuer Torwart soll verpflichtet werden

Hoeneß kündigte schon an, "dass wir ab dem 1. Juli versuchen, einen sehr guten Torwart zu verpflichten. Da spielt der Name Manuel Neuer auch ein Rolle." Zudem dürfen schon im Winter einige Profis den Kader verlassen. Jose Sosa ist bereits nach Argentinien zurückgekehrt. Andreas Görlitz, Christian Lell, Alexander Baumjohann und Breno sind weitere Streichkandidaten.

Vor der Saison hatten die Münchner knapp 75 Millionen Euro für neue Stars wie Mario Gomez (30 Mio.), Arjen Robben (24 Mio.) oder Alexander Timoschtschuk (11 Mio.) bezahlt. Um endlich auch in der Königsklasse konstant eine tragende Rolle zu spielen, wird der Verein auch zur neuen Saison nicht um weitere Verstärkungen herumkommen.

Geld aus vielen Kanälen

Geld dafür kommt nicht nur von Audi. Der FC Bayern steht auch kurz vor einer Vertragsverlängerung mit seinem Haupt- und Trikotsponsor (Deutsche Telekom) um weitere drei Jahre bis 2013. Der neue Vertrag soll den Bayern jährlich 25 statt wie bisher 20 Millionen Euro einbringen. Vollzug wollen die Münchner bei der Jahreshauptversammlung in der Münchner Messe verkünden. Dort wird beim FC Bayern auch die wichtigste Weichenstellung für die kommenden Jahre vollzogen.

Personelle Veränderungen im Management

Hoeneß wechselt vom Managerposten, den er seit 30 Jahren bekleidet, auf den Präsidenten-Stuhl, den Franz Beckenbauer sei 1994 inne hatte. Zudem übernimmt Hoeneß den Aufsichtsratsvorsitz vom "Kaiser", der zum Ehrenpräsidenten gewählt werden soll. Vor zwei Wochen hatte bereits Karl-Heinz Rummenigge seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern um weitere zwei Jahre bis Ende 2011 verlängert.

Bis dahin will auch Finanzchef Karl Hopfner als zweites Vorstandsmitglied bleiben. Der dritte Platz im Vorstand soll nach dem Wechsel von Hoeneß vorerst unbesetzt bleiben. Als Sportdirektor hat Christian Nerlinger schon seit Saisonbeginn den sportlichen Teil der Aufgaben von Hoeneß übernommen.

(Thomas Niklaus, sid, N24)

03.11.2009 14:39 Uhr

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