Von der Kunst geküsst
Die Berliner East Side Gallery
6.11.2009: Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Mauerfall wird die East Side Gallery in Berlin wiedereröffnet. Der von Künstlern bemalte Mauerstreifen wurde komplett saniert.
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Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. ... und zum Symbol der Wiedervereinigung. Lange Zeit drohte der Mauerstreifen aus finanziellen Gründen zu verfallen. Doch nach aufwändiger Sanierung konnten die Kunstwerke erneut ... Zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof steht am ehemaligen Grenzstreifen in Berlin die East Side Gallery. Das 1,3 Kilometer lange Stück der Berliner Mauer wurde 1990 von Künstlern aus 21 Ländern bemalt ... ... auf die Betonmauer gemalt werden, die noch vor 20 Jahren die Grenze eines geteilten Deutschlands war. Eines der bekanntesten Motive ist der ... ... "Bruderkuss" zwischen dem damaligen SED-Chef Erich Honecker und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew. Dimitri Vrubel zeichnete sein Bild ein zweites Mal, nachdem ... .. das berühmte Mauerbild besprüht und von Graffitis zerstört worden war. In kyrillischen Buchstaben steht über dem Bild: "Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben". Der sardische Künstler Fulvio Pinna begann pünktlich zum offiziellen Sanierungsstart der Sehenswürdigkeit am 15.10.2008 mit seiner Arbeit, um ... .. aus dem heruntergekommenen Mauerstück wieder ein ansehnliches Denkmal zu machen. Auch bei dem berühmten Motiv des Trabis, der die Berliner Mauer durchbricht, hatte die Farbe im Laufe der Zeit nachgelassen, deshalb .... ... trägt die Künstlerin Birgit Kinder ihr Werk noch einmal auf die Mauer auf. Und ... ... wie die Faust auf's Auge passt dieser Trabant ins Bild. Der ab 1957 in der DDR gefertigte PKW, der hier vor den Resten des sog. "antifaschistischen Schutzwalls" steht, ist heute ein Sammlerauto. Die Bilder der East Side Gallery stehen für Euphorie und für Hoffnung auf bessere Zeiten, ... ... charakteristisch für die Zeit der Wende. Nach dem Fall der Mauer 1989 gaben die Künstler dem historischen Betonstreifen mit ihren Bildern ein neues Gesicht zu einer neuen Zeit. Viele der Maler ... ... kamen deshalb gern ein zweites Mal nach Berlin, um zum Erhalt der Sehenswürdigkeit beizutragen. So auch der russische Künstler Alexej Taranin. Neben diesem internationalen Denkmal für die Freiheit, dem erhaltenen Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer, ging auch das ... ... Geburtsdatum der jungen Christin Heda in die Geschichte ein. Sie kam am Tag des Mauerfalls, dem 9. November 1989, im damaligen Ost-Berlin zur Welt. Der Künstler Günther Schaefer betrachtet sein Werk "Vaterland", das die deutsche Flagge und einen blauen Davidstern zeigt. Es ist eines der bekanntesten Bilder der ... ... grössten "Open Air"-Galerie der Welt. 1998 malte er es neu, weil das Bild von einem selbsternannten Kunst-Terroristen völlig zerstört worden war. Den Taten von "Schockkünstlern" zum Opfer fiel auch das Mauerbild "Gorbatschow am Lenkrad", das fast vollständig übermalt wurde. Ein Anti-Graffiti Schutz-soll die Kunstwerke in Berlin-Friedrichshain vor künftigen Angriffen schützen. Seit dem "Durchbruch" der Berliner Mauer hat ... ... die denkmalgeschützte East Side Gallery einiges mitgemacht, denn ... ... um von der Spree aus den Zugang zur neu entstehenden Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zu ermöglichen, mussten ... ... Mauersegmente eines vierzig Meter breiten Mauerstücks entfernt werden. Auch hohen Besuch hat die East Side Gallery schon gehabt, unter anderem ... ... ließ sich der heutige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (m) die Besonderheit im Kiez Friedrichshain zeigen und gab bei der Gelegenheit dem Künstler Kani Alavi (l) ein Autogramm. Der Politiker durfte sich als Maler versuchen und zeichnete ein Gesicht (l) neben das Bild "Es geschah im November". Gut, ... ... dass das endgültige Werk doch vom Künstler selbst gemalt wurde. Ein geteiltes Deutschland gehört am 9.11.09 seit 20 Jahren der Vergangenheit an. Die restaurierte East Side Gallery erinnert auf einzigartige Weise an die friedliche Revolution von 1989/1990. Video: Die Berliner Mauer - "East Side Gallery" wird restauriert Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! Vor 20 Jahren geschah das, was viele Deutsche der Nachkriegsgeneration nicht mehr für möglich gehalten hatten. Die Berliner Mauer - Symbol der deutschen Teilung - fällt. Der Jubel ist grenzenlos, die Menschen in Ost und West können es nicht fassen. Was fast 30 Jahre lang trennte ist nun dahin, mit einem Mal können sich Deutsche über die Grenzen hinweg wieder ohne Beschränkungen besuchen. Der Weg zu diesen atemberaubenden Bildern war ein langer, die unmittelbare Vorgeschichte ist jedoch ... ... eng mit diesem Mann verknüpft: Günter Schabowski, zu DDR-Zeiten Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED. Am Abend des 9. November 1989 antwortet er auf die Frage eines ausländischen Journalisten nach vorgesehenen Reiseerleichterungen: ... ... "Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. [...] Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Der Bann war gebrochen. Schabowskis Worte fielen kurz vor 19 Uhr. Nur kurze Zeit später strömten die Menschen an die Grenze und versuchten ihr Glück. Gegen 22 Uhr gaben die ersten Grenzposten auf, ließen die Menschen von Ost nach West, um dem Massenansturm Herr zu werden. Es war der Anfang vom Ende der Deutschen Demokratischen Republik. Doch die Ausreiseströme der Nacht vom 9. auf den 10. November sollten nur ein Vorgeschmack dessen sein, was auf die DDR-Grenztruppen noch zukommen sollte. Viele Menschen hatten wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht am Abend, sondern ... ... erst am folgenden Tag von der Botschaft erfahren. Die ersten Versuche, die Mauer als Symbol der Unterdrückung zu besteigen, konnten die Grenzer noch unterbinden. Doch der Wille des Volkes ... ... war einfach stärker. Die ersten Teile der Mauer wurden mit Hilfe von ... ... Drahtseilen niedergerissen. Hinter dem Betonwall warteten hilflose DDR-Grenzer und Volkspolizisten. Auch auf Westseite waren Polizisten im Einsatz, um den wütenden Abbruch der Mauer unter Kontrolle zu halten. Doch sie konnten dem ... ... schwarz-rot-gelben Trubel keinen Einhalt Gebieten. Auch von offizieller Seite aus ... ... begann die DDR mit dem Rückbau von Mauerteilen. Bald mussten dringend weitere Grenzübergänge her. Denn ... ... in den ersten Tagen nutzten Tausende die neu gewonnene Freiheit. Es entstehen diese Bilder, die den Menschen, die den Fall der Mauer miterlebt haben, nie mehr aus dem Kopf gehen werden. Jeder Neuankömmling aus der DDR wird von den Westberlinern frenetisch begrüßt. Die unverhofft wiedervereinte Stadt erlebt Tage im kollektiven Rausch. Es ist die Zeit der "Mauerspechte". Viele Menschen ziehen mit Hammer und Meißel los und leisten ihren persönlichen, kleinen Beitrag ... ... zum Rückbau des "Antifaschistischen Schutzwalls" - denn als solchen bezeichnete die DDR-Führung das Bauwerk nach der Errichtung. Dabei war die Berliner Mauer lange Zeit ein Staatsgeheimnis. Am 15. Juni 1961 antwortete der damalige Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf eine Journalistenfrage noch: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Knapp zwei Monate später, am 13. August 1961, beginnen Maurer unter teils ungläubigen, teils noch belustigten Blicken der Westberliner mit dem Bau. Zuvor waren die Sektorengrenzen komplett abgeriegelt worden. Berliner, die wie bislang gewohnt, von einer Zone in die andere wollten, um einzukaufen oder zu arbeiten, werden zurückgehalten. Panisch versuchen Menschen, teils erfolgreich, in letzter Minute von Ost nach West zu fliehen. Es spielen sich dramatische Szenen ab, denn mitunter führt der einzige Ausweg durch die Fenster von Grenzgebäuden - ein oft lebensgefährliches Unterfangen. Mit einem Mal leben die Berliner mit einer Grenze aus Stein - und das für 28 Jahre. Im Laufe der Zeit versuchen viele Menschen, in den Westen zu gelangen. Viele von ihnen schaffen es nicht und werden an der Mauer abgefangen oder erschossen. Das Bild zeigt Peter Fechter, der am 17. August 1962 nach seiner missglückten Flucht von DDR-Grenzern abtransportiert wird. Der 17-Jährige hatte 50 Minuten mit einem Beckendurchschuss im Todesstreifen gelegen, bevor er geborgen wurde. Er verblutete. Für alle, die die Flucht nicht wagten, war die Mauer über Jahrzehnte zur grauen Realität geworden - ... ... bis zum 9. November 1989. Ein Datum, das alles änderte und den Lauf der Weltgeschichte auf den Kopf stellte. Es markiert das Ende des Kalten Krieges, der Eiserne Vorhang war gefallen, der Weg geebnet für die weniger als ein Jahr später vollzogene Deutsche Einheit (Bild: Feiernde Berliner am Tag der Wiedervereinigung, dem 3. Oktober 1990). Heute, 20 Jahre später, ist die Berliner Mauer fast komplett aus dem Stadtbild verschwunden. Nur noch vereinzelt erinnern ... ... Bruchstücke an die leidvolle Zeit der Teilung. An vielen Stellen sind die Brachflächen, die einst durch den Todesstreifen entstanden waren, ... ... modernen Stadtvierteln und Bauten gewichen. Geschichtsinteressierte können entlang des ... ... stadtweit ausgeschilderten Mauerwegs wandern oder radeln und nach den letzten Spuren suchen. Eine davon findet sich in der Bernauer Straße, wo eine Mauergedenkstätte entstanden ist. Dort ist neben einem Museum auch ein Stück Mauer und Grenzstreifen originalgetreu belassen worden. Anders ein Stück Mauer nahe der Oberbaumbrücke, die die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg voneinander trennt. Hier haben sich im Frühjahr 1990 Künstler eines Teils des Bauwerks bemächtigt und die "East Side Gallery" ins Leben gerufen. Die Werke von 118 Künstlern aus aller Herren Länder sind im Laufe der Jahre stark verwittert und werden ... ... derzeit restauriert - als Zeichen der lebendigen Erinnerung an die Tage der Teilung. Der Fall der Berliner Mauer ist heute auch ... ... Zeichen der Hoffnung für alle Völker, die - wie in Korea - unter einer Trennung zu leiden haben. Video: Der Weg zum Mauerfall - 20 Jahre nach der Wende Ein Land am Scheideweg: Während der Berlin-Blockade 1948/49 entschied sich das Schicksal eines Landes. Die Nachkriegsjahre waren eine harte Zeit für Deutschlands Bevölkerung: Nach den Leiden des Kriegs beutelte Hunger und Inflation das Land. Im Bild: Frauen durchkämmen 1947 abgeerntete Felder nach übrig gebliebenen Kartoffeln. Deutschland war zerteilt in vier Besatzungszonen. Die Westalliierten beschlossen, die Reichsmark abzulösen und die D-Mark einzuführen. So sollte die Wirtschaft wieder in Gang gebracht und dem Schwarzmarkt der Garaus gemacht werden. Mit Erfolg: Am 20. Juni, einem Sonntag, wurde die neue Währung offiziell eingeführt. Einen Tag später waren die Auslagen der Geschäfte prall gefüllt. Josef Stalin war verärgert über den Schritt, der die West-Zonen auf einen westlichen orientierten Staat vorbereiten sollte. Die Konsequenz: In der Nacht zum 24. Juni 1948 sperrten sowjetische Truppen die Zufahrtswege nach West-Berlin. Die Blockade begann. Die ohnehin schlechte Versorgungslage West-Berlins wurde immer katastrophaler. Auf den Märkten der Stadt standen die Menschen Schlange, um rare Waren zu kaufen. Was den West-Alliierten blieb, war der Luftweg. Auf Initiative des US-Militärgouverneurs Lucius D. Clay (rechts im Bild, mit US-Kriegsminister Robert P. Patterson) begannen die Westmächte, die Stadt per Flugzeug zu versorgen. Eine Unterstützung, die das noch immer verwüstete Berlin dringend nötig hatte. Mit den Hilfsflügen gewannen die Besatzer auch die Herzen des Volkes. Kinder positionierten sich stets in der Einflugzone der Flieger. Grund: Die Soldaten warfen kleine Päckchen mit Rosinen hinunter. Die Versorgungsflugzeuge wurden deshalb auch liebevoll "Rosinenbomber" genannt. Hauptstützpunkt war auf Westseite der Flughafen Frankfurt am Main. Hier verluden Soldaten säckeweise Nahrungsmittel. In Berlin landeten die meisten "Rosinenbomber" auf dem Flughafen Tempelhof (im Bild). Aber auch in Tegel und Gatow landeten Flieger. Sogar der Wannsee wurde für Wasserflugzeuge genutzt. Die Versorgung aus der Luft war eine logistische Meisterleistung. Alle zwei bis drei Minuten kam ein Flugzeug auf einem der Berliner Flughäfen an. Insgesamt gab es bis zum Ende der Hilfsflüge mehr als 200.000 Starts und Landungen. Rund 1,5 Millionen Tonnen wurden transportiert. Im Bild feiert ein Pilot, dass bereits 1 Million Tonnen nach Berlin gebracht wurden. Als der Winter 1948 anbrach wurde die Not immer größer. Ein Kohlehändler in Berlin-Neukölln hat großen Zulauf, da er ausnahmsweise das begehrte Heizmaterial anbieten kann. In Parks und am Stadtrand fällen Berliner die letzten Bäume, um sie zu Brennholz zu verarbeiten. Auf dem Rückweg nahmen die US-Flugzeuge Kinder mit in den Westen, um sie während der harten Wintermonate bei Verwandten unterzubringen. Für den Fall der Fälle waren die Kleinen mit Schwimmwesten und Spuckbeuteln ausgestattet. Überhaupt: Die Solidarität der Bewohner der Westzonen war groß. In Frankfurt am Main sammelte, hier im Bild, der Zoo für die Notleidenden. Nach fast einem Jahr die Wende. Der Parlamentarische Rat verabschiedete das westdeutsche Grundgesetz, die Bundesrepublik war geboren. Der Grund für die Blockade entfiel. Stalin, entnervt von der - Dank der Rosinenbomber - vergeblichen Aktion, gab die Blockade auf. Die ersten Lkw werden begeistert begrüßt. Auf den Straßen, hier eine Aufnahme vom Dach des Rathauses Schöneberg, strömten die Menschen zusammen, um zu feiern. Endlich fanden sich in den Läden wieder Lebensmittel. Die Berlin-Blockade war der erste Höhepunkt des Kalten Krieges. Heute erinnern in Berlin und Frankfurt Denkmäler an das Jahr der Entbehrung und der Solidarität - die sogenannten "Hungerkrallen". Video: Eingemauert - Projekt macht Berliner Mauer virtuell erlebbar
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Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. ... und zum Symbol der Wiedervereinigung. Lange Zeit drohte der Mauerstreifen aus finanziellen Gründen zu verfallen. Doch nach aufwändiger Sanierung konnten die Kunstwerke erneut ... Zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof steht am ehemaligen Grenzstreifen in Berlin die East Side Gallery. Das 1,3 Kilometer lange Stück der Berliner Mauer wurde 1990 von Künstlern aus 21 Ländern bemalt ... ... auf die Betonmauer gemalt werden, die noch vor 20 Jahren die Grenze eines geteilten Deutschlands war. Eines der bekanntesten Motive ist der ... ... "Bruderkuss" zwischen dem damaligen SED-Chef Erich Honecker und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew. Dimitri Vrubel zeichnete sein Bild ein zweites Mal, nachdem ... .. das berühmte Mauerbild besprüht und von Graffitis zerstört worden war. In kyrillischen Buchstaben steht über dem Bild: "Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben". Der sardische Künstler Fulvio Pinna begann pünktlich zum offiziellen Sanierungsstart der Sehenswürdigkeit am 15.10.2008 mit seiner Arbeit, um ... .. aus dem heruntergekommenen Mauerstück wieder ein ansehnliches Denkmal zu machen. Auch bei dem berühmten Motiv des Trabis, der die Berliner Mauer durchbricht, hatte die Farbe im Laufe der Zeit nachgelassen, deshalb .... ... trägt die Künstlerin Birgit Kinder ihr Werk noch einmal auf die Mauer auf. Und ... ... wie die Faust auf's Auge passt dieser Trabant ins Bild. Der ab 1957 in der DDR gefertigte PKW, der hier vor den Resten des sog. "antifaschistischen Schutzwalls" steht, ist heute ein Sammlerauto. Die Bilder der East Side Gallery stehen für Euphorie und für Hoffnung auf bessere Zeiten, ... ... charakteristisch für die Zeit der Wende. Nach dem Fall der Mauer 1989 gaben die Künstler dem historischen Betonstreifen mit ihren Bildern ein neues Gesicht zu einer neuen Zeit. Viele der Maler ... ... kamen deshalb gern ein zweites Mal nach Berlin, um zum Erhalt der Sehenswürdigkeit beizutragen. So auch der russische Künstler Alexej Taranin. Neben diesem internationalen Denkmal für die Freiheit, dem erhaltenen Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer, ging auch das ... ... Geburtsdatum der jungen Christin Heda in die Geschichte ein. Sie kam am Tag des Mauerfalls, dem 9. November 1989, im damaligen Ost-Berlin zur Welt. Der Künstler Günther Schaefer betrachtet sein Werk "Vaterland", das die deutsche Flagge und einen blauen Davidstern zeigt. Es ist eines der bekanntesten Bilder der ... ... grössten "Open Air"-Galerie der Welt. 1998 malte er es neu, weil das Bild von einem selbsternannten Kunst-Terroristen völlig zerstört worden war. Den Taten von "Schockkünstlern" zum Opfer fiel auch das Mauerbild "Gorbatschow am Lenkrad", das fast vollständig übermalt wurde. Ein Anti-Graffiti Schutz-soll die Kunstwerke in Berlin-Friedrichshain vor künftigen Angriffen schützen. Seit dem "Durchbruch" der Berliner Mauer hat ... ... die denkmalgeschützte East Side Gallery einiges mitgemacht, denn ... ... um von der Spree aus den Zugang zur neu entstehenden Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zu ermöglichen, mussten ... ... Mauersegmente eines vierzig Meter breiten Mauerstücks entfernt werden. Auch hohen Besuch hat die East Side Gallery schon gehabt, unter anderem ... ... ließ sich der heutige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (m) die Besonderheit im Kiez Friedrichshain zeigen und gab bei der Gelegenheit dem Künstler Kani Alavi (l) ein Autogramm. Der Politiker durfte sich als Maler versuchen und zeichnete ein Gesicht (l) neben das Bild "Es geschah im November". Gut, ... ... dass das endgültige Werk doch vom Künstler selbst gemalt wurde. Ein geteiltes Deutschland gehört am 9.11.09 seit 20 Jahren der Vergangenheit an. Die restaurierte East Side Gallery erinnert auf einzigartige Weise an die friedliche Revolution von 1989/1990. Video: Die Berliner Mauer - "East Side Gallery" wird restauriert Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! Vor 20 Jahren geschah das, was viele Deutsche der Nachkriegsgeneration nicht mehr für möglich gehalten hatten. Die Berliner Mauer - Symbol der deutschen Teilung - fällt. Der Jubel ist grenzenlos, die Menschen in Ost und West können es nicht fassen. Was fast 30 Jahre lang trennte ist nun dahin, mit einem Mal können sich Deutsche über die Grenzen hinweg wieder ohne Beschränkungen besuchen. Der Weg zu diesen atemberaubenden Bildern war ein langer, die unmittelbare Vorgeschichte ist jedoch ... ... eng mit diesem Mann verknüpft: Günter Schabowski, zu DDR-Zeiten Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED. Am Abend des 9. November 1989 antwortet er auf die Frage eines ausländischen Journalisten nach vorgesehenen Reiseerleichterungen: ... ... "Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. [...] Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Der Bann war gebrochen. Schabowskis Worte fielen kurz vor 19 Uhr. Nur kurze Zeit später strömten die Menschen an die Grenze und versuchten ihr Glück. Gegen 22 Uhr gaben die ersten Grenzposten auf, ließen die Menschen von Ost nach West, um dem Massenansturm Herr zu werden. Es war der Anfang vom Ende der Deutschen Demokratischen Republik. Doch die Ausreiseströme der Nacht vom 9. auf den 10. November sollten nur ein Vorgeschmack dessen sein, was auf die DDR-Grenztruppen noch zukommen sollte. Viele Menschen hatten wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht am Abend, sondern ... ... erst am folgenden Tag von der Botschaft erfahren. Die ersten Versuche, die Mauer als Symbol der Unterdrückung zu besteigen, konnten die Grenzer noch unterbinden. Doch der Wille des Volkes ... ... war einfach stärker. Die ersten Teile der Mauer wurden mit Hilfe von ... ... Drahtseilen niedergerissen. Hinter dem Betonwall warteten hilflose DDR-Grenzer und Volkspolizisten. Auch auf Westseite waren Polizisten im Einsatz, um den wütenden Abbruch der Mauer unter Kontrolle zu halten. Doch sie konnten dem ... ... schwarz-rot-gelben Trubel keinen Einhalt Gebieten. Auch von offizieller Seite aus ... ... begann die DDR mit dem Rückbau von Mauerteilen. Bald mussten dringend weitere Grenzübergänge her. Denn ... ... in den ersten Tagen nutzten Tausende die neu gewonnene Freiheit. Es entstehen diese Bilder, die den Menschen, die den Fall der Mauer miterlebt haben, nie mehr aus dem Kopf gehen werden. Jeder Neuankömmling aus der DDR wird von den Westberlinern frenetisch begrüßt. Die unverhofft wiedervereinte Stadt erlebt Tage im kollektiven Rausch. Es ist die Zeit der "Mauerspechte". Viele Menschen ziehen mit Hammer und Meißel los und leisten ihren persönlichen, kleinen Beitrag ... ... zum Rückbau des "Antifaschistischen Schutzwalls" - denn als solchen bezeichnete die DDR-Führung das Bauwerk nach der Errichtung. Dabei war die Berliner Mauer lange Zeit ein Staatsgeheimnis. Am 15. Juni 1961 antwortete der damalige Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf eine Journalistenfrage noch: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Knapp zwei Monate später, am 13. August 1961, beginnen Maurer unter teils ungläubigen, teils noch belustigten Blicken der Westberliner mit dem Bau. Zuvor waren die Sektorengrenzen komplett abgeriegelt worden. Berliner, die wie bislang gewohnt, von einer Zone in die andere wollten, um einzukaufen oder zu arbeiten, werden zurückgehalten. Panisch versuchen Menschen, teils erfolgreich, in letzter Minute von Ost nach West zu fliehen. Es spielen sich dramatische Szenen ab, denn mitunter führt der einzige Ausweg durch die Fenster von Grenzgebäuden - ein oft lebensgefährliches Unterfangen. Mit einem Mal leben die Berliner mit einer Grenze aus Stein - und das für 28 Jahre. Im Laufe der Zeit versuchen viele Menschen, in den Westen zu gelangen. Viele von ihnen schaffen es nicht und werden an der Mauer abgefangen oder erschossen. Das Bild zeigt Peter Fechter, der am 17. August 1962 nach seiner missglückten Flucht von DDR-Grenzern abtransportiert wird. Der 17-Jährige hatte 50 Minuten mit einem Beckendurchschuss im Todesstreifen gelegen, bevor er geborgen wurde. Er verblutete. Für alle, die die Flucht nicht wagten, war die Mauer über Jahrzehnte zur grauen Realität geworden - ... ... bis zum 9. November 1989. Ein Datum, das alles änderte und den Lauf der Weltgeschichte auf den Kopf stellte. Es markiert das Ende des Kalten Krieges, der Eiserne Vorhang war gefallen, der Weg geebnet für die weniger als ein Jahr später vollzogene Deutsche Einheit (Bild: Feiernde Berliner am Tag der Wiedervereinigung, dem 3. Oktober 1990). Heute, 20 Jahre später, ist die Berliner Mauer fast komplett aus dem Stadtbild verschwunden. Nur noch vereinzelt erinnern ... ... Bruchstücke an die leidvolle Zeit der Teilung. An vielen Stellen sind die Brachflächen, die einst durch den Todesstreifen entstanden waren, ... ... modernen Stadtvierteln und Bauten gewichen. Geschichtsinteressierte können entlang des ... ... stadtweit ausgeschilderten Mauerwegs wandern oder radeln und nach den letzten Spuren suchen. Eine davon findet sich in der Bernauer Straße, wo eine Mauergedenkstätte entstanden ist. Dort ist neben einem Museum auch ein Stück Mauer und Grenzstreifen originalgetreu belassen worden. Anders ein Stück Mauer nahe der Oberbaumbrücke, die die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg voneinander trennt. Hier haben sich im Frühjahr 1990 Künstler eines Teils des Bauwerks bemächtigt und die "East Side Gallery" ins Leben gerufen. Die Werke von 118 Künstlern aus aller Herren Länder sind im Laufe der Jahre stark verwittert und werden ... ... derzeit restauriert - als Zeichen der lebendigen Erinnerung an die Tage der Teilung. Der Fall der Berliner Mauer ist heute auch ... ... Zeichen der Hoffnung für alle Völker, die - wie in Korea - unter einer Trennung zu leiden haben. Video: Der Weg zum Mauerfall - 20 Jahre nach der Wende Ein Land am Scheideweg: Während der Berlin-Blockade 1948/49 entschied sich das Schicksal eines Landes. Die Nachkriegsjahre waren eine harte Zeit für Deutschlands Bevölkerung: Nach den Leiden des Kriegs beutelte Hunger und Inflation das Land. Im Bild: Frauen durchkämmen 1947 abgeerntete Felder nach übrig gebliebenen Kartoffeln. Deutschland war zerteilt in vier Besatzungszonen. Die Westalliierten beschlossen, die Reichsmark abzulösen und die D-Mark einzuführen. So sollte die Wirtschaft wieder in Gang gebracht und dem Schwarzmarkt der Garaus gemacht werden. Mit Erfolg: Am 20. Juni, einem Sonntag, wurde die neue Währung offiziell eingeführt. Einen Tag später waren die Auslagen der Geschäfte prall gefüllt. Josef Stalin war verärgert über den Schritt, der die West-Zonen auf einen westlichen orientierten Staat vorbereiten sollte. Die Konsequenz: In der Nacht zum 24. Juni 1948 sperrten sowjetische Truppen die Zufahrtswege nach West-Berlin. Die Blockade begann. Die ohnehin schlechte Versorgungslage West-Berlins wurde immer katastrophaler. Auf den Märkten der Stadt standen die Menschen Schlange, um rare Waren zu kaufen. Was den West-Alliierten blieb, war der Luftweg. Auf Initiative des US-Militärgouverneurs Lucius D. Clay (rechts im Bild, mit US-Kriegsminister Robert P. Patterson) begannen die Westmächte, die Stadt per Flugzeug zu versorgen. Eine Unterstützung, die das noch immer verwüstete Berlin dringend nötig hatte. Mit den Hilfsflügen gewannen die Besatzer auch die Herzen des Volkes. Kinder positionierten sich stets in der Einflugzone der Flieger. Grund: Die Soldaten warfen kleine Päckchen mit Rosinen hinunter. Die Versorgungsflugzeuge wurden deshalb auch liebevoll "Rosinenbomber" genannt. Hauptstützpunkt war auf Westseite der Flughafen Frankfurt am Main. Hier verluden Soldaten säckeweise Nahrungsmittel. In Berlin landeten die meisten "Rosinenbomber" auf dem Flughafen Tempelhof (im Bild). Aber auch in Tegel und Gatow landeten Flieger. Sogar der Wannsee wurde für Wasserflugzeuge genutzt. Die Versorgung aus der Luft war eine logistische Meisterleistung. Alle zwei bis drei Minuten kam ein Flugzeug auf einem der Berliner Flughäfen an. Insgesamt gab es bis zum Ende der Hilfsflüge mehr als 200.000 Starts und Landungen. Rund 1,5 Millionen Tonnen wurden transportiert. Im Bild feiert ein Pilot, dass bereits 1 Million Tonnen nach Berlin gebracht wurden. Als der Winter 1948 anbrach wurde die Not immer größer. Ein Kohlehändler in Berlin-Neukölln hat großen Zulauf, da er ausnahmsweise das begehrte Heizmaterial anbieten kann. In Parks und am Stadtrand fällen Berliner die letzten Bäume, um sie zu Brennholz zu verarbeiten. Auf dem Rückweg nahmen die US-Flugzeuge Kinder mit in den Westen, um sie während der harten Wintermonate bei Verwandten unterzubringen. Für den Fall der Fälle waren die Kleinen mit Schwimmwesten und Spuckbeuteln ausgestattet. Überhaupt: Die Solidarität der Bewohner der Westzonen war groß. In Frankfurt am Main sammelte, hier im Bild, der Zoo für die Notleidenden. Nach fast einem Jahr die Wende. Der Parlamentarische Rat verabschiedete das westdeutsche Grundgesetz, die Bundesrepublik war geboren. Der Grund für die Blockade entfiel. Stalin, entnervt von der - Dank der Rosinenbomber - vergeblichen Aktion, gab die Blockade auf. Die ersten Lkw werden begeistert begrüßt. Auf den Straßen, hier eine Aufnahme vom Dach des Rathauses Schöneberg, strömten die Menschen zusammen, um zu feiern. Endlich fanden sich in den Läden wieder Lebensmittel. Die Berlin-Blockade war der erste Höhepunkt des Kalten Krieges. Heute erinnern in Berlin und Frankfurt Denkmäler an das Jahr der Entbehrung und der Solidarität - die sogenannten "Hungerkrallen". Video: Eingemauert - Projekt macht Berliner Mauer virtuell erlebbar
(K.Großmann, N24)
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