"Sniper" von Washington
Muhammad hingerichtet
John Allen Muhammad ist tot. Er wurde in Virgina mit der Giftspritze hingerichtet. 2002 ermordeten er und sein damals 17-jähriger Komplize zehn Menschen.
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Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. Wochenlang hielt diese Mordserie 2002 die USA in Atem: John Allen Muhammad (m.) und sein damals 17-jähriger Komplize Lee Boyd Malvo wählten in den so genannten "Beltway Sniper Attacks" ... ... im Großraum Washington willkürlich Personen aus und schossen auf sie. Insgesamt töteten sie bei ihrer Amokjagd auf ihnen völlig Unbekannte zehn Menschen. Nach ihrer Ergreifung wurde Muhammad zum Tode, Malvo zu lebenslanger Haft verurteilt. Eines der Opfer war etwa die FBI-Agentin Linda Franklin, die am 14. Oktober 2002 nahe Fairfax County erschossen wurde. Sie war gerade dabei, mit ihrem Mann die Einkäufe im Auto zu verstauen. Danach ermittelten ganz in der Nähe des Weißen Hauses Offiziere des US-Secret Service, um die bis dahin noch unbekannten Täter ausfindig zu machen. Alltägliche Gegenden wurden zu Tatorten: Das Gelände um das Ponderosa-Steakhouse in Ashland wurde abgesperrt, nachdem ein 37-Jähriger am 19. Oktober 2002 auf dem Parkplatz niedergeschossen worden war, und ... ... der Fahrer dieses Busses wurde am 22. Oktober 2002 in Aspen Hill getötet. Der damals 41-jährige Muhammad schoss nie selbst, sondern bildete den Teenager Lee Boyd Malvo zum Scharfschützen aus. Er ließ ihn wahllos auf Passanten schießen. Für ihre Taten benutzten die beiden Männer ... ... diesen blauen Chevrolet Caprice, den sie ... ... so umbauten, dass sie die Schüsse liegend aus dem Kofferraum abgeben konnten. Die Angriffe erfolgten stets aus dem Hinterhalt und versetzten die Bevölkerung für drei Wochen in Angst und Schrecken. Viele trauten sich nicht einmal mehr zum Einkaufen oder um die Kinder zur Schule zu bringen auf die Straße. John Allen Muhammad hatte im zweiten Golfkrieg als Soldat gedient. Er wurde Experte mit dem M16, dem Standardinfanteriegewehr der US Streitkräfte. Die ... ... Schüsse der Mordserie im Jahr 2002 gaben die beiden Männer aber mit einem gestohlenen halbautomatischen Bushmaster Gewehr ab. Angehörige einiger Opfer erhoben Klage gegen Täter, Waffenhändler und Hersteller. Erstmals wurden Waffenfirmen und Händler wegen Gewalttaten mit ihren Produkten verurteilt. Der ursprüngliche Name von John Allen Muhammad war John Allen Williams. Er änderte ihn, weil er zum Islam konvertierte. Als ... ... er vom Armeedienst zurückgekehrt war, eröffnete er eine Kfz-Werkstatt - ohne Erfolg. Er wurde zweimal geschieden und hat vier Kinder. Im Jahr 2000 entführte er seine Kinder aus der Schule. Er brachte sie nach Antigua, wo er den zu der Zeit ... ... 15-jährigen Lee Boyd Malvo kennenlernte. Muhammad wurde für den Heranwachsenden zu einer Art Vaterfigur. Zurück in Washington wurde Muhammad nach einer Anzeige seiner Ex-Frau Mildred das Sorgerecht für die Kinder entzogen. In ihrem Buch "Scared Silent" (Oktober 2009) spricht sie über die häusliche Gewalt, die sie in ihrer Ehe mit Muhammad erlitt. Muhammad und Malvo schossen auf Menschen völlig unabhängig von Alter, Hautfarbe oder Geschlecht. 2003 erinnert eine Denkschrift an dieser Tankstelle in Campbells Creek, West Virginia an ein Opfer der Mordserie, dass hier beim Tanken von den Männern erschossen wurde. Der junge Malvo hinterließ an einem der Tatorte einen Fingerabdruck, ... ... schließlich wurden die Täter am 24. Oktober 2002 auf einem Parkplatz entdeckt und verhaftet. Da Malvo zur Tatzeit minderjährig war, bekam er "nur" lebenslänglich. Muhammad wurde am 11. November 2009 in Virginia hingerichtet. Es war nicht das erste Schulmassaker, ... ... aber es war das brutalste und blutigste. Am 20. April 1999 liefen zwei Schüler der Columbine High School in Littleton, (Colorado) Amok. Eric Harris (18) und ... ... Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Außerdem verwundeten sie 24 weitere Menschen und töteten anschließend sich selbst. Bei der Suche nach Erklärungen wurde auf Computerspiele wie Ego Shooter verwiesen und auf angeblich zu Gewalt auffordernde Texte von Schock-Rockern wie Marilyn Manson (Bild). Am Ende blieb Ratlosigkeit: Warum die beiden Schüler Amok liefen, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Am 20. April 1999, einem Dienstag, gegen halb zwölf vormittags stürmen der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold auf das Gelände der Schule in der Kleinstadt Littleton bei Denver. Sie tragen schwarze Trenchcoats und sind schwer bewaffnet. Schon auf dem Parkplatz eröffnen sie das Feuer. Eigentlich wollen sie in der voll besetzten Cafeteria Sprengsätze hochgehen lassen und dann die Fliehenden abknallen, wie später die Ermittlungen ergeben. Doch die meisten Bomben "Marke Eigenbau" zünden nicht. Da schießen sie kaltblütig um sich, erst in der Cafeteria, dann in anderen Gebäudetrakten. Als Einsatzkommandos in die Schule eindringen, sind sie tot. Das bis dahin folgenschwerste Massaker an einer Schule und ... ... der Rettungseinsatz wurde live und in Farbe stundenlang im Fernsehen übertragen. Das Ende der Illusion, ... ... dass es in den Schulen der Vorstädte und Landgemeinden noch friedlich und sicher zugeht. Columbine ist zum Inbegriff des Amoklaufs an einer Schule geworden und ... ... wurde anderen verwirrten jungen Männern zum Vorbild. So berief sich der 23-jährige Cho Seung-Hoi, der 2007 an der Universität Virginia Tech 32 Menschen niedermetzelte, auf "Märtyrer wie Eric und Dylan". Auch der 18-jährige Finne Pekka-Eric Auvinen, der im selben Jahr an einer Schule in Tuusula acht Menschen umbrachte, widmete den beiden E-Mails und Beiträge auf einer Website. Nachfolgende Täter, von einer Art Konkurrenzdenken getrieben, beziehen sich immer vor allem auf Columbine. Was Harris und Klebold letztlich zu Mördern machte, bleibt ein Rätsel. Ein Tagebuch liefert angeblich Anhaltspunkte für mögliche Motive: Rache für erlittene Schmach, der Wille, sich von anderen abzuheben, und eine verworrene Nazi-Ideologie. Demnach wurde das Massaker ein Jahr lang gezielt für den 20. April, Hitlers Geburtstag, geplant. Aber schon an dieser Stelle gehen die Interpretationen auseinander: Zwar war Harris vom Genozidgedanken Adolf Hitlers angetan, aber der Anschlag war für den 19. April geplant. Er sollte an die Waco-Belagerung von 1993 erinnern, bei der 76 Menschen im Feuer starben, wie auch an die Oklahoma-City-Bombardierung von 1995. Da aber nicht alle Waffen rechtzeitig besorgt werden konnten, fand der Amoklauf erst einen Tag später statt. Auch die Theorie, dass es ein Vergeltungsschlag gegen einzelne Schüler war, wird angefochten. Harris und Klebold hatten eigentlich vor, die ganze Schule mitsamt der 2000 Schülern und der Lehrerschaft in die Luft zu sprengen. Da die 10 Kilo schweren Propangasbomben, die sie in der Cafeteria versteckt hatten und deren Detonation die flüchtenden Mitschüler vor ihre Gewehre getrieben hätte, wegen eines technischen Defekts nicht hochgingen, ... ... mussten sie entgegen ihres Plans den blutigen Gang durch die Schule antreten. Ein weiterer Umstand verfälscht die Darstellung der möglichen Motive der Tat. Viele der Schüler, die in einem Park gegenüber der Schule der Presse Rede und Antworten standen, ... ... kannten Eric Harris und Dylan Klebold nicht und gaben vor allem das wieder, was sie von den Radio- und Fernsehstationen zuvor aufgeschnappt hatten. Viele Leute wünschen sich eine einfache Antwort auf das Warum in der Hoffnung, dass es dann auch eine einfache Lösung gibt. In der Regel sind die Auslöser für Amokläufe eher komplexe Kombinationen umgebungsbedingter, familiärer und individueller Faktoren, die sich von Täter zu Täter unterscheiden. Der amerikanische Regisseur Michael Moore nimmt den Amoklauf an der Columbine-Highschool in Littleton zum Ausgangspunkt für seinen Oscar-gekrönten Film "Bowling for Columbine" (2002). Ausgehend von diesem Vorfall liefert Michael Moore eine kritische, teils satirische Bestandsaufnahme über Waffenbesitz und -gebrauch, ... ... den Einfluss von Politik und Medien sowie der einflussreichen Waffenlobby in Amerika, ... ... einem Land, das in Friedenszeiten mehr als 11.000 Waffentote jährlich zu beklagen hat. Nach dem Massaker wird von den Eltern der Opfer die mangelnde Untersuchung des Falls beklagt. So sei deutlichen Indizien nicht nachgegangen worden, die bereits im Vorfeld auf den Amoklauf hinwiesen. Schon 1997 soll die Polizei erste Hinweise erhalten haben. "Es gibt überwältigenden Indiz dafür, dass Columbine hätte verhindert werden können“, sagte Brian Rohrbough, der Vater eines getöteten Jungen. Welche das sein sollen bleibt unbekannt. Brian Rohrbough behauptet auch, dass sein Sohn durch einen Beamten getötet wurde und nicht durch einen Mitschüler. Dies ist um so bemerkenswerter als die Schulleiterin von Columbine, Celine Marquez, ausgesagt hat, dass ihr einer der Polizisten selbst gestanden hat, er glaube, einen unschuldigen Schüler getötet zu haben. Die Interpretationen über das Columbine-Schulmassaker werden auch in den nächsten Jahren unterschiedlich ausfallen. Es wird weiter Verschwörungstheorien gebe, Schuldzuweisungen und Behauptungen von Seiten der Betroffenen. Doch eine traurige Bilanz ist unumkehrbar: Es starben 13 unschuldige Menschen und zwei Täter haben sich selbst gerichtet. Klicken Sie bitte auf das Bild, um die Galerie zu starten! Wieder ein Amoklauf an einer deutschen Schule: Ein ... ... 18-Jähriger stürmte im mittelfränkischen Ansbach in sein Gymnasium, ... ... warf einen Molotow-Cocktail auf seine Mitschüler und verletzte diese zudem mit einer Axt. Neun Menschen wurden verwundet, eine der Schülerinnen ... ... schwer. Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU, l.) ist vor Ort. Der Schulleiter des Carolinum-Gymnasiums, Franz Stark (r.), reagiert geschockt. Auch der von Polizisten mit Schüssen aus einer Maschinenpistole ... ... getroffene Täter erlitt schwere Verletzungen. Der 18-Jährige, der in die 13. Klasse des Gymnasiums ging, wurde festgenommen. Sein Motiv war zunächst unklar. Video: Zehn Schüler verletzt - 18-Jähriger läuft Amok in Ansbach Gräueltat in Winnenden: Ein ehemaliger Schüler der Albertville-Realschule erschoss 15 Menschen, anschließend sich selbst. Er sei ein Angeber gewesen, sagen manche. Andere beschreiben ihn als Einzelgänger. Die Polizei war zwar sofort am Unfallort, für die 15 Opfer jedoch kam jede Hilfe zu spät. Mitschüler legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Sie entgingen nur knapp den tödlichen Schüssen des Amokläufers, dessen Familie … … von Augenzeugen als "sympathisch" beschrieben wurde. Andere versuchten ihren Schmerz über diese Tragödie in Worte zu fassen und berichteten von den tragischen Zuständen. Für diejenigen, denen es sehr schwer fiel mit den Verlusten umzugehen, standen Notfallseelsorger bereit. In diesem Haus wohnte der Täter. Seine Eltern sollen legal ein ungesichertes Waffenarsenal zu Hause gehabt haben. Eine der Waffen fehlte bei der Durchsuchung des Hauses. Ein großer Schock für die Angehörigen der Opfer. Aber auch Eltern und Mitschüler waren fassungslos. Die schrecklichen Spuren des Amoklaufes: Abgedeckte Leichen liegen auf dem Rasen vor dem Schulgebäude und … … die Polizei begann mit dem Sammeln von Spuren. Vom Täter fehlte zu der Zeit noch jede Spur. Währenddessen suchte das Spezialeinsatzkommando der Polizei den Täter. Dieser erschoss auf der Flucht noch einen Mitarbeiter der nahegelegenen Psychiatrie und ... … zwang einen Autofahrer dazu, ihn einsteigen zu lassen. Nachdem er als nächstes in einem VW-Autohaus seine zwei nächsten Opfer erschoss, kam er selbst ums Leben. Er schoss auf alles was ihm vor die Augen kam. Kamerateams versuchten, die schrecklichen Geschehnisse … … in Bildern festzuhalten. Die Eltern des Täters besitzen laut Polizei legal Waffen. Eine der Waffen fehlte, ... … als die Polizei das Haus in Leutenbach in der Nähe von Winnenden durchsuchte. Die Spurensammlung begann damit, Beweismaterial zu sichern. In Leichenwagen wurden die Toten weggefahren. Alles was die Beamten finden konnten, wurde zur Untersuchung mitgenommen. Die Realschule blieb zunächst geschlossen. Angela Merkel äußerte sich betroffen: "Es ist unfassbar, dass binnen Sekunden Schüler, Lehrer in den Tod gerissen wurden, durch ein entsetzliches Verbrechen." Matti Juhani Saari schoss in dem Gebäude in Kauhajoki wild um sich und richtete anschließend die Waffe gegen sich selbst, wie ein Polizeisprecher mitteilte. (Archivbild) Matti Juhani Saari überlebte den Selbstmordversuch und wurde schwer verletzt in das Krankenhaus von Tampere gebracht. Dort starb er dann wenige Stunden später. (Archivbild) Waffenkoffer von Matti Juhani Saari mit einer Walther P22 (Archivbild) Die Polizei habe Matti Juhani Saari freigelassen, weil es keinen Grund gegeben habe, ihn festzuhalten. Der Mann habe im August seine Lizenz für die Waffe bekommen, sagte Holmlund. Ein 22 Jahre alter Berufsschüler hat bei einem Amoklauf an seiner Schule im Westen Finnlands insgesamt elf Menschen getötet. Bei dem Täter handelt es sich um Matti Juhani Saari, der hier auf einem Server bereitgestellten Bild, mit einer Waffe posiert. Wie die finnische Innenministerin Anne Holmlund berichtete, wurde der 22-Jährige erst tags zuvor von der Polizei vernommen, dann aber wieder freigelassen. Sicherheitskräfte auf dem Gelände der Berufsschule: Nach Angaben des Rektors fand in einer Klasse mit etwa 20 Schülern zum Zeitpunkt der Tat eine Prüfung statt. "Innerhalb kurzer habe ich mehrere Dutzend Schüsse gehört", sagte der Hausmeister der Schule, Jukka Forsberg. Im Bild ist ein in Deckung gegangener Polizist zu sehen. Unter den Schülern soll nach Augenzeugenberichten Panik ausgebrochen sein. Nach Medienberichten hielten sich zum Zeitpunkt der Tat in dem Gebäude rund 200 Menschen auf. HIer fand der Amoklauf statt: Das Bild zeigt einen Überblick über den Berufsschul-Komplex von Kauhajoki.
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Oktober 2002 auf dem Parkplatz niedergeschossen worden war, und ... ... der Fahrer dieses Busses wurde am 22. Oktober 2002 in Aspen Hill getötet. Der damals 41-jährige Muhammad schoss nie selbst, sondern bildete den Teenager Lee Boyd Malvo zum Scharfschützen aus. Er ließ ihn wahllos auf Passanten schießen. Für ihre Taten benutzten die beiden Männer ... ... diesen blauen Chevrolet Caprice, den sie ... ... so umbauten, dass sie die Schüsse liegend aus dem Kofferraum abgeben konnten. Die Angriffe erfolgten stets aus dem Hinterhalt und versetzten die Bevölkerung für drei Wochen in Angst und Schrecken. Viele trauten sich nicht einmal mehr zum Einkaufen oder um die Kinder zur Schule zu bringen auf die Straße. John Allen Muhammad hatte im zweiten Golfkrieg als Soldat gedient. Er wurde Experte mit dem M16, dem Standardinfanteriegewehr der US Streitkräfte. Die ... ... Schüsse der Mordserie im Jahr 2002 gaben die beiden Männer aber mit einem gestohlenen halbautomatischen Bushmaster Gewehr ab. Angehörige einiger Opfer erhoben Klage gegen Täter, Waffenhändler und Hersteller. Erstmals wurden Waffenfirmen und Händler wegen Gewalttaten mit ihren Produkten verurteilt. Der ursprüngliche Name von John Allen Muhammad war John Allen Williams. Er änderte ihn, weil er zum Islam konvertierte. Als ... ... er vom Armeedienst zurückgekehrt war, eröffnete er eine Kfz-Werkstatt - ohne Erfolg. Er wurde zweimal geschieden und hat vier Kinder. Im Jahr 2000 entführte er seine Kinder aus der Schule. Er brachte sie nach Antigua, wo er den zu der Zeit ... ... 15-jährigen Lee Boyd Malvo kennenlernte. Muhammad wurde für den Heranwachsenden zu einer Art Vaterfigur. Zurück in Washington wurde Muhammad nach einer Anzeige seiner Ex-Frau Mildred das Sorgerecht für die Kinder entzogen. In ihrem Buch "Scared Silent" (Oktober 2009) spricht sie über die häusliche Gewalt, die sie in ihrer Ehe mit Muhammad erlitt. Muhammad und Malvo schossen auf Menschen völlig unabhängig von Alter, Hautfarbe oder Geschlecht. 2003 erinnert eine Denkschrift an dieser Tankstelle in Campbells Creek, West Virginia an ein Opfer der Mordserie, dass hier beim Tanken von den Männern erschossen wurde. Der junge Malvo hinterließ an einem der Tatorte einen Fingerabdruck, ... ... schließlich wurden die Täter am 24. Oktober 2002 auf einem Parkplatz entdeckt und verhaftet. Da Malvo zur Tatzeit minderjährig war, bekam er "nur" lebenslänglich. Muhammad wurde am 11. November 2009 in Virginia hingerichtet. Es war nicht das erste Schulmassaker, ... ... aber es war das brutalste und blutigste. Am 20. April 1999 liefen zwei Schüler der Columbine High School in Littleton, (Colorado) Amok. Eric Harris (18) und ... ... Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Außerdem verwundeten sie 24 weitere Menschen und töteten anschließend sich selbst. Bei der Suche nach Erklärungen wurde auf Computerspiele wie Ego Shooter verwiesen und auf angeblich zu Gewalt auffordernde Texte von Schock-Rockern wie Marilyn Manson (Bild). Am Ende blieb Ratlosigkeit: Warum die beiden Schüler Amok liefen, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Am 20. April 1999, einem Dienstag, gegen halb zwölf vormittags stürmen der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold auf das Gelände der Schule in der Kleinstadt Littleton bei Denver. Sie tragen schwarze Trenchcoats und sind schwer bewaffnet. Schon auf dem Parkplatz eröffnen sie das Feuer. Eigentlich wollen sie in der voll besetzten Cafeteria Sprengsätze hochgehen lassen und dann die Fliehenden abknallen, wie später die Ermittlungen ergeben. Doch die meisten Bomben "Marke Eigenbau" zünden nicht. Da schießen sie kaltblütig um sich, erst in der Cafeteria, dann in anderen Gebäudetrakten. Als Einsatzkommandos in die Schule eindringen, sind sie tot. Das bis dahin folgenschwerste Massaker an einer Schule und ... ... der Rettungseinsatz wurde live und in Farbe stundenlang im Fernsehen übertragen. Das Ende der Illusion, ... ... dass es in den Schulen der Vorstädte und Landgemeinden noch friedlich und sicher zugeht. Columbine ist zum Inbegriff des Amoklaufs an einer Schule geworden und ... ... wurde anderen verwirrten jungen Männern zum Vorbild. So berief sich der 23-jährige Cho Seung-Hoi, der 2007 an der Universität Virginia Tech 32 Menschen niedermetzelte, auf "Märtyrer wie Eric und Dylan". Auch der 18-jährige Finne Pekka-Eric Auvinen, der im selben Jahr an einer Schule in Tuusula acht Menschen umbrachte, widmete den beiden E-Mails und Beiträge auf einer Website. Nachfolgende Täter, von einer Art Konkurrenzdenken getrieben, beziehen sich immer vor allem auf Columbine. Was Harris und Klebold letztlich zu Mördern machte, bleibt ein Rätsel. Ein Tagebuch liefert angeblich Anhaltspunkte für mögliche Motive: Rache für erlittene Schmach, der Wille, sich von anderen abzuheben, und eine verworrene Nazi-Ideologie. Demnach wurde das Massaker ein Jahr lang gezielt für den 20. April, Hitlers Geburtstag, geplant. Aber schon an dieser Stelle gehen die Interpretationen auseinander: Zwar war Harris vom Genozidgedanken Adolf Hitlers angetan, aber der Anschlag war für den 19. April geplant. Er sollte an die Waco-Belagerung von 1993 erinnern, bei der 76 Menschen im Feuer starben, wie auch an die Oklahoma-City-Bombardierung von 1995. Da aber nicht alle Waffen rechtzeitig besorgt werden konnten, fand der Amoklauf erst einen Tag später statt. Auch die Theorie, dass es ein Vergeltungsschlag gegen einzelne Schüler war, wird angefochten. Harris und Klebold hatten eigentlich vor, die ganze Schule mitsamt der 2000 Schülern und der Lehrerschaft in die Luft zu sprengen. Da die 10 Kilo schweren Propangasbomben, die sie in der Cafeteria versteckt hatten und deren Detonation die flüchtenden Mitschüler vor ihre Gewehre getrieben hätte, wegen eines technischen Defekts nicht hochgingen, ... ... mussten sie entgegen ihres Plans den blutigen Gang durch die Schule antreten. Ein weiterer Umstand verfälscht die Darstellung der möglichen Motive der Tat. Viele der Schüler, die in einem Park gegenüber der Schule der Presse Rede und Antworten standen, ... ... kannten Eric Harris und Dylan Klebold nicht und gaben vor allem das wieder, was sie von den Radio- und Fernsehstationen zuvor aufgeschnappt hatten. Viele Leute wünschen sich eine einfache Antwort auf das Warum in der Hoffnung, dass es dann auch eine einfache Lösung gibt. In der Regel sind die Auslöser für Amokläufe eher komplexe Kombinationen umgebungsbedingter, familiärer und individueller Faktoren, die sich von Täter zu Täter unterscheiden. Der amerikanische Regisseur Michael Moore nimmt den Amoklauf an der Columbine-Highschool in Littleton zum Ausgangspunkt für seinen Oscar-gekrönten Film "Bowling for Columbine" (2002). Ausgehend von diesem Vorfall liefert Michael Moore eine kritische, teils satirische Bestandsaufnahme über Waffenbesitz und -gebrauch, ... ... den Einfluss von Politik und Medien sowie der einflussreichen Waffenlobby in Amerika, ... ... einem Land, das in Friedenszeiten mehr als 11.000 Waffentote jährlich zu beklagen hat. Nach dem Massaker wird von den Eltern der Opfer die mangelnde Untersuchung des Falls beklagt. So sei deutlichen Indizien nicht nachgegangen worden, die bereits im Vorfeld auf den Amoklauf hinwiesen. Schon 1997 soll die Polizei erste Hinweise erhalten haben. "Es gibt überwältigenden Indiz dafür, dass Columbine hätte verhindert werden können“, sagte Brian Rohrbough, der Vater eines getöteten Jungen. Welche das sein sollen bleibt unbekannt. Brian Rohrbough behauptet auch, dass sein Sohn durch einen Beamten getötet wurde und nicht durch einen Mitschüler. Dies ist um so bemerkenswerter als die Schulleiterin von Columbine, Celine Marquez, ausgesagt hat, dass ihr einer der Polizisten selbst gestanden hat, er glaube, einen unschuldigen Schüler getötet zu haben. Die Interpretationen über das Columbine-Schulmassaker werden auch in den nächsten Jahren unterschiedlich ausfallen. Es wird weiter Verschwörungstheorien gebe, Schuldzuweisungen und Behauptungen von Seiten der Betroffenen. Doch eine traurige Bilanz ist unumkehrbar: Es starben 13 unschuldige Menschen und zwei Täter haben sich selbst gerichtet. Klicken Sie bitte auf das Bild, um die Galerie zu starten! Wieder ein Amoklauf an einer deutschen Schule: Ein ... ... 18-Jähriger stürmte im mittelfränkischen Ansbach in sein Gymnasium, ... ... warf einen Molotow-Cocktail auf seine Mitschüler und verletzte diese zudem mit einer Axt. Neun Menschen wurden verwundet, eine der Schülerinnen ... ... schwer. Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU, l.) ist vor Ort. Der Schulleiter des Carolinum-Gymnasiums, Franz Stark (r.), reagiert geschockt. Auch der von Polizisten mit Schüssen aus einer Maschinenpistole ... ... getroffene Täter erlitt schwere Verletzungen. Der 18-Jährige, der in die 13. Klasse des Gymnasiums ging, wurde festgenommen. Sein Motiv war zunächst unklar. Video: Zehn Schüler verletzt - 18-Jähriger läuft Amok in Ansbach Gräueltat in Winnenden: Ein ehemaliger Schüler der Albertville-Realschule erschoss 15 Menschen, anschließend sich selbst. Er sei ein Angeber gewesen, sagen manche. Andere beschreiben ihn als Einzelgänger. Die Polizei war zwar sofort am Unfallort, für die 15 Opfer jedoch kam jede Hilfe zu spät. Mitschüler legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Sie entgingen nur knapp den tödlichen Schüssen des Amokläufers, dessen Familie … … von Augenzeugen als "sympathisch" beschrieben wurde. Andere versuchten ihren Schmerz über diese Tragödie in Worte zu fassen und berichteten von den tragischen Zuständen. Für diejenigen, denen es sehr schwer fiel mit den Verlusten umzugehen, standen Notfallseelsorger bereit. In diesem Haus wohnte der Täter. Seine Eltern sollen legal ein ungesichertes Waffenarsenal zu Hause gehabt haben. Eine der Waffen fehlte bei der Durchsuchung des Hauses. Ein großer Schock für die Angehörigen der Opfer. Aber auch Eltern und Mitschüler waren fassungslos. Die schrecklichen Spuren des Amoklaufes: Abgedeckte Leichen liegen auf dem Rasen vor dem Schulgebäude und … … die Polizei begann mit dem Sammeln von Spuren. Vom Täter fehlte zu der Zeit noch jede Spur. Währenddessen suchte das Spezialeinsatzkommando der Polizei den Täter. Dieser erschoss auf der Flucht noch einen Mitarbeiter der nahegelegenen Psychiatrie und ... … zwang einen Autofahrer dazu, ihn einsteigen zu lassen. Nachdem er als nächstes in einem VW-Autohaus seine zwei nächsten Opfer erschoss, kam er selbst ums Leben. Er schoss auf alles was ihm vor die Augen kam. Kamerateams versuchten, die schrecklichen Geschehnisse … … in Bildern festzuhalten. Die Eltern des Täters besitzen laut Polizei legal Waffen. Eine der Waffen fehlte, ... … als die Polizei das Haus in Leutenbach in der Nähe von Winnenden durchsuchte. Die Spurensammlung begann damit, Beweismaterial zu sichern. In Leichenwagen wurden die Toten weggefahren. Alles was die Beamten finden konnten, wurde zur Untersuchung mitgenommen. Die Realschule blieb zunächst geschlossen. Angela Merkel äußerte sich betroffen: "Es ist unfassbar, dass binnen Sekunden Schüler, Lehrer in den Tod gerissen wurden, durch ein entsetzliches Verbrechen." Matti Juhani Saari schoss in dem Gebäude in Kauhajoki wild um sich und richtete anschließend die Waffe gegen sich selbst, wie ein Polizeisprecher mitteilte. (Archivbild) Matti Juhani Saari überlebte den Selbstmordversuch und wurde schwer verletzt in das Krankenhaus von Tampere gebracht. Dort starb er dann wenige Stunden später. (Archivbild) Waffenkoffer von Matti Juhani Saari mit einer Walther P22 (Archivbild) Die Polizei habe Matti Juhani Saari freigelassen, weil es keinen Grund gegeben habe, ihn festzuhalten. Der Mann habe im August seine Lizenz für die Waffe bekommen, sagte Holmlund. Ein 22 Jahre alter Berufsschüler hat bei einem Amoklauf an seiner Schule im Westen Finnlands insgesamt elf Menschen getötet. Bei dem Täter handelt es sich um Matti Juhani Saari, der hier auf einem Server bereitgestellten Bild, mit einer Waffe posiert. Wie die finnische Innenministerin Anne Holmlund berichtete, wurde der 22-Jährige erst tags zuvor von der Polizei vernommen, dann aber wieder freigelassen. Sicherheitskräfte auf dem Gelände der Berufsschule: Nach Angaben des Rektors fand in einer Klasse mit etwa 20 Schülern zum Zeitpunkt der Tat eine Prüfung statt. "Innerhalb kurzer habe ich mehrere Dutzend Schüsse gehört", sagte der Hausmeister der Schule, Jukka Forsberg. Im Bild ist ein in Deckung gegangener Polizist zu sehen. Unter den Schülern soll nach Augenzeugenberichten Panik ausgebrochen sein. Nach Medienberichten hielten sich zum Zeitpunkt der Tat in dem Gebäude rund 200 Menschen auf. HIer fand der Amoklauf statt: Das Bild zeigt einen Überblick über den Berufsschul-Komplex von Kauhajoki.
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