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Schweinegrippe-Impfung

Deutsche stürmen die Praxen

Deutschland hat den neunten Schweinegrippe-Todesfall zu vermelden. Das macht vielen Angst. Die Deutschen stürmen nun die Praxen, um sich impfen zu lassen.

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Backstreet-Boys-Fans aufgepasst: Brian Littrell hat sich im Oktober mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert. Die Boyband musste einige Termine absagen. Das komplette Gegenteil des Mädchenschwarms: ...
... der Skandal-Rocker Marilyn Manson hatte sie auch, im September erkrankte er an der "Neuen Grippe". Sein Kommentar in seinem Blog: "Alle werden denken, dass ich an der Grippe erkrankt bin, weil ich ...
... mit einem Schwein geschlafen habe." Sein Arzt beruhigte ihn, die Wahl seiner Frauen hätte nicht zu dem "mysteriösen Virus" geführt. Sein scherzhaftes Fazit: Leider werde er die Krankheit überstehen.
Vielleicht war die Niederlage im Halbfinale in Wimbledon schon ein erstes Anzeichen bei Tommy Haas für die Schweinegrippe, ...
... der Tennis-Profi Haas war der erste deutsche Promi, der an dem Virus erkrankte. Der 31-Jährige zeigte sich nach dem ersten Schock aber zuversichtlich, es bald überstanden zu haben.
Filmstar Kevin Costner trägt vorsorglich schonmal einen Schal. Der Promi sei sehr besorgt, sich mit der Schweinegrippe anzustecken, blieb bisher aber verschont. Schwein gehabt!
Die Ehefrau des Ex-Premierministers Tony Blair, Cherie, infizierte sich im Juli. Ihre Familie war nicht betroffen und blieb gesund. Cherie Blair wurde mit Tamiflu behandelt und erholte sich bald.
Wegen einer Grippe sagte Popsänger Elton John mehrere Konzerte ab. Hoffentlich ist es nicht die Influenza-Erkrankung?? Als ...
... Miley Cyrus ein Konzert in Utah vorzeitig abbrach, weil sie an einer Halsentzündung litt, wurden sogleich Gerüchte laut, der Hannah-Montana-Star hätte die Schweinegrippe - war aber falscher Alarm.
Micah Richards, der englische Fußball-Nationalspieler, infizierte sich im Sommerurlaub auf Zypern mit dem Virus. Der 21-Jährige handelte sofort und isolierte sich noch im Hotel für einige Tage. Er wäre sogar zu schwach zum Essen gewesen, hieße es.
Kaum zu glauben: Der Skandal-Sänger Pete Doherty ist auf diesem Bild noch gesund. Doch auch vor ihm machte das H1N1-Virus nicht Halt. Bei ...
... Model Katie Price sah es anders aus. Sie klagte über Zahnschmerzen und kurz darauf Grippesymptome. Der Verdacht auf Schweinegrippe kommt in diesen Tagen natürlich schnell auf, aber ...
... sie pflegte strikte Bettruhe und hatte vielleicht auch einfach noch an der Scheidung von Peter Andre zu knabbern.
Auch der 25-Jährige Dominik Klein, Handball-Nationalspieler des THW Kiel, hatte sich das Schweinegrippe-Virus eingefangen, erholte sich aber schnell. Aus Vorsichtsmaßnahmen wurde er drei Tage isoliert. Die ...
... Kollegen beim Turnen sind auch nicht vor der Pandemie gefeit. Traurige Tatsache: Weil er sich mit der Schweinegrippe infizierte, musste Philipp Boy seine Teilnahme an der WM-Qualifikation des Deutschen Turnerbundes (DTB) absagen.
Sogar Queen Elisabeth II. muss Vorsicht walten lassen. Drei Angestellte der Queen hatten sich im Juli mit dem H1N1-Virus angesteckt. Sie wurden sofort isoliert, ihre Arbeitsbereiche, darunter die Küche, gründlich desinfiziert.
Der Freund von Harry Potter "Ron Weasley" alias Rupert Grint erkrankte im Sommer an der Schweinegrippe, so dass er ...
... gezwungen war, seine Dreharbeiten zu unterbrechen. Er hat die Krankheit schon überstanden und ist wieder kerngesund und bereit für die nächste Autogrammstunde.
Der Schweizer Eiskunstläufer, Stephane Lambiel, schwächelte auch schon. Er erkrankte an der Influenza, wie es im Sommer auch ...
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... sich die Dritte im Bunde, Keisha Buchanan (r), nicht auch noch das Virus einfängt. Wär doch schade, wenn diese Schönheit das Bett hüten und nicht den Fans einheizen würde.
Werden Depressionen als psychische Krankheit von der Umgebung zu häufig nicht ernst genommen?
Welcher der beiden folgenden Aussagen stimmen Sie eher zu? 1: Jeder Mensch hat das moralische Recht, sich selbst zu töten oder 2: Der Mensch hat nicht das moralische Recht, sich selbst zu töten? Es war nur eine Nennung möglich.
Welche der genannten Personen ist Ihrer Meinung nach am besten geeignet, innerhalb der SPD die Führungsrolle zu übernehmen?
Wird sich die SPD seit ihrem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl 1: ziemlich schnell wieder erholen oder 2: wird sie dafür Jahre benötigen?
Sollte die SPD für die nächste Bundestagswahl eine Koalition mit der Linken auf Bundesebene befürworten oder ausschließen?

Obwohl viele Bundesbürger der Schweinegrippe-Impfung nach wie vor skeptisch gegenüber stehen, ist der Stoff in vielen Regionen bereits Mangelware. Unterdessen scheint die Impfbereitschaft mit der Zahl der Todesfälle zu steigen. Am Freitag wurde bekannt, dass in Deutschland ein zweiter Mensch an der Schweinegrippe gestorben ist, der keinerlei bekannte Vorerkrankungen hatte. Todesursache bei dem 40-jährigen Berliner war eine von dem neuen H1N1-Virus ausgelöste Lungenentzündung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Er war bereits am Montag gestorben. Ende Oktober war eine 48-jährige Mutter in Bonn dem Virus erlegen, die ebenfalls keine weiteren Leiden hatte. Insgesamt gibt es bislang neun Todesfälle und rund 30 000 Erkrankte in Deutschland.

In weiten Teilen Deutschlands läuft der Start der Impfaktion gegen die Schweinegrippe holprig an, wie eine Umfrage der Deutschen Presse- Agentur dpa ergab. Lange Warteschlangen, überlastete Info-Hotlines und zu wenig Impfstoff machen demnach viele Menschen sauer. Es gibt aber auch Regionen, in denen Ärzte auf Patienten warten, die sich schützen lassen wollen. "Wir können Sie nur auf eine lange Warteliste setzen und rufen Sie dann an, um Ihnen einen Impftermin mitzuteilen." Diese Auskunft einer Praxis in Nenndorf ist typisch für das, was viele Niedersachsen zurzeit erleben. Unter Umständen müssen die Menschen dort Wochen warten, zunächst sollen Risikogruppen wie chronisch Kranke den Schutz erhalten.

In den Berliner Gesundheitsämtern und bei Hausärzten laufen die Telefone heiß. Im größeren Ausmaß wird in der Hauptstadt aber erst von diesem Montag an geimpft. Die bundesweit 41.000 Angehörigen der Bundespolizei müssen laut einem Zeitungsbericht ("Rhein-Zeitung") länger auf ihre Spritze warten, da es bei der Auslieferung zu Verzögerungen gekommen sei.

In einigen Praxen in Sachsen-Anhalt sind die Substanzen dagegen schon verbraucht. Gefährdete Berufsgruppen wie Krankenschwestern und Polizisten können sich dort schon seit 26. Oktober spritzen lassen, seit einigen Tagen darf auch "Otto Normalverbraucher". In Thüringen beginnen die niedergelassenen Ärzte in der kommenden Woche mit der Impfung der Bevölkerung.

Engpässe meldet auch Nordrhein-Westfalen: So ist in Münster das bisher gelieferte Serum wegen des großen Andrangs bereits komplett aufgebraucht. Probleme gibt es auch in Rheinland-Pfalz. "Der Impfstoff kam deutlich später als gedacht. Wir sind hinter dem Zeitplan", heißt es beim Landes-Hausärzteverband. Im benachbarten Hessen beträgt die durchschnittliche Wartezeit etwa eine Woche. Dort kann sich inzwischen jeder - nicht nur die Risikogruppen - impfen lassen. Es gibt dort aber auch durchaus Praxen, die auf Patienten warten.

In Bayern, dem Bundesland mit der höchsten Zahl an bestätigten Fällen von Schweinegrippe, strecken viele Mediziner die Waffen: Etliche Praxen haben nicht genug Substanzen vorrätig. Ärzte müssen Patienten oft wieder wegschicken.

Allerdings zeigen Umfragen, dass die meisten Deutschen der Impfung gegen die Schweinegrippe nach wie vor skeptisch gegenüber stehen. Im ARD-DeutschlandTrend gaben 14 Prozent von 1000 Befragten Anfang November an, sich "auf jeden Fall" gegen das neue H1N1-Virus impfen zu lassen. Das sind (nur) zwei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 20 Prozent wollen dies "wahrscheinlich" tun. Aber: Die meisten - 62 Prozent - wollen sich "wahrscheinlich nicht" oder "auf gar keinen Fall" schützen.

Weltweit sind nach Angaben der Europäischen Seuchenbehörde ECDC bislang rund 6400 Menschen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gestorben. Darunter waren 1368 in Brasilien, 1004 in den USA, 154 in Großbritannien und 9 in Deutschland. In Bulgarien ist wegen der Ausbreitung des Virus am Freitag eine landesweite Epidemie ausgerufen worden. Schulen sollen in der kommenden Woche geschlossen bleiben. Sechs Menschen sind in dem Balkanland bereits an der Grippe gestorben.

Die ECDC verweist besonders auf die fatale Situation in der Ukraine. Wegen der besonders schweren Grippewelle in dem krisengeschüttelten Land bat die Weltgesundheitsorganisation WHO die internationale Gemeinschaft um Hilfe. Die Ukraine brauche dringend Medikamente, medizinisches Personal und Diagnosemittel, sagte der Leiter der seit Wochenbeginn dort tätigen WHO-Delegation, Jukka Pukkila, am Freitag in Kiew. Bei 47 Toten sei das Virus nachgewiesen worden, sagte Pukkila. Bei 62 weiteren stünden die endgültigen Testergebnisse noch aus. Nach WHO-Schätzungen ist die Zahl der Grippe-Infizierten in der Ukraine inzwischen auf mehr rund 763 000 gestiegen. Das Land hat allerdings kein Geld für die teuren Tests, um die Schweinegrippe von der saisonalen Grippe zu unterscheiden.

(dpa, N24)

06.11.2009 18:31 Uhr

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