Fußball: 2. Bundesliga

Duisburg patzt - 1860 in Not

Mit einem Sieg gegen Union Berlin konnte der Karlsruher SC seine Negativserie beenden, die Pleite in Cottbus verschärft die Krise bei 1860 München und Duisburg büßt sicher geglaubten Sieg ein.

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Union Berlin hätte gerne Luftsprünge gemacht, verliert aber gegen den Karlsruher SC 3:2 (3:0) und muss auf den Boden der Realität zurückehren.

Neuer Trainer, altes Leid - Milan Sasic hat als Nachfolger von Peter Neururer einen erfolgreichen Einstand beim MSV Duisburg verpasst. Der "harte Hund" wurde am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga beim 2:2 gegen Rot Weiss Ahlen in letzter Minute geschockt - Nils Döring traf zum Ausgleich für das Schlusslicht. Die Duisburger hatten eine 2:0-Führung verspielt. "Man kann nicht alles über Nacht verändern", erkannte der 51 Jahre alte Kroate Sasic. Mit 18 Punkten sind Aufstiegs-Ambitionen aktuell vermessen.

Einen Rückschlag muss auch Aufsteiger Union Berlin wegstecken. Beim Karlsruher SC gab's für den Tabellenvierten trotz einer entschlossenen Aufholjagd nach der Pause eine 2:3-Niederlage. Im dritten Spiel am Sonntag stürzte ein Foulelfmetertor von Sergiu Radu in der 62. Spielminute zum 1:0-Sieg von Energie Cottbus den TSV 1860 München noch mehr ins Dilemma. 11 Punkte, Platz 15 - den ursprünglich vom Aufstieg träumenden "Löwen" droht unter Trainer Ewald Lienen der Absturz in die 3. Liga.

"Die Lage ist sehr ernst", stellte Sportdirektor Miroslav Stevic konsterniert fest. Gerissen ist am 12. Spieltag auch die Siegesserie von Arminia Bielefeld. Nach acht "Dreiern" musste sich der Spitzenreiter am Samstag ausgerechnet beim Abstiegskandidaten FSV Frankfurt erstmals wieder mit einem Zähler begnügen. "Es war sicher ein niveauarmes Spiel mit vielen Ballverlusten", gestand Thomas Gerstner nach dem 0:0.

Aber sauer war der Arminen-Coach nicht: "28 Punkte aus zwölf Spielen können sich sehen lassen." Die Ostwestfalen führen das Tableau aber nur noch mit einem Zähler Vorsprung vor Verfolger 1. FC Kaiserslautern (27) an. Die Pfälzer hatten am Freitagabend Rot-Weiß Oberhausen im eigenen Stadion mit 3:1 besiegt, untermauerten ihre Aufstiegsansprüche eindrucksvoll.

Dahinter lauert auf Rang drei der FC St. Pauli (26), der zum Auftakt des 12. Spieltags Fortuna Düsseldorf mit 2:1 niedergerungen hatte. "Solche Spiele machen Spaß", jubelte Siegtorschütze Rouwen Hennings. Der brasilianische Stürmer Caiuby (15.) und Frank Fahrenhorst (21.) entzückten mit ihren Toren jeweils nach Vorarbeit des agilen Änis Ben-Hatira zunächst die 11.288 Zuschauer in der Duisburger Arena. Dann traf nach der Pause Marcel Busch (51.) - und mit dem neuen Sasic-Schwung beim MSV war es vorbei. Marcel Busch (51.) und Döring "bestraften" die Duisburger.

Die Karlsruher hätten vor 17.235 Besuchern sogar fast eine 3:0-Halbzeitführung durch Michael Blum (14.) und den zweimal erfolgreichen Anton Fink (32./49.) noch eingebüßt. Torsten Mattuschka (49./Foulelfmeter) und Kenan Sahin (71.) brachten Union Berlin noch einmal zurück ins Spiel. Neun Treffer und ein 5:4-Sieg - nach dem Schützenfest beim "Tag der offenen Tore" in Fürth herrschte am Samstag beim FC Augsburg Hochstimmung.

"Wir haben wieder einmal gezeigt, dass wir auswärts in der Offensive sehr stark spielen können", sagte Trainer Jos Luhukay. Der zwölffache Saison-Torschütze war mit einem Doppelpack einmal mehr ein wichtiger Wegbereiter des Augsburger Erfolges. "Diesen Sieg können wir jetzt genießen", meinte Luhukay. Bei jeweils 18 Punkten sind die Aufstiegsränge für Augsburg und Fürth aber weit entfernt.

(dpa, N24)

08.11.2009 15:40 Uhr

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