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Nordafghanistan

Mehr als 130 Tote bei NATO-Offensive

Bei einer NATO-Großoffensive in Nordafghanistan sind mindestens 130 Aufständische getötet worden. Der Einsatz hat zwar im deutschen Sektor stattgefunden, die Bundeswehr war aber nicht beteiligt.

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NATO-Soldaten bei einer Offensive in Afghanistan (Archivfoto: 11. Juli 2009).
Video: Einsatz in Afghanistan - Guttenberg spricht erstmals von Krieg
Video: Bundeswehreinsatz - Guido Schmidtke zur Lage in Afghanistan
Video: Traumatisierte Soldaten - Aus Afghanistan Steffen Schwarzkopf

Bei Kämpfen im Norden von Afghanistan sind nach NATO-Angaben mindestens 130 Aufständische getötet worden. An dem Einsatz in der Provinz Kundus waren laut dem Verteidigungsbündnis rund 700 afghanische und etwa 50 internationale Soldaten beteiligt. Mindestens acht Kommandeure der Taliban seien bei den Kämpfen in den vergangenen sechs Tagen getötet worden, teilte die NATO mit.

Deutsche Soldaten waren nach Angaben aus Berlin nicht an dem Einsatz beteiligt. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte, es handele sich um eine Operation unter afghanischer Führung mit US-Beteiligung unter dem Mandat Operation Enduring Freedom. Die internationale Schutztruppe ISAF sei informiert worden, sei aber nicht beteiligt. Die Provinz Kundus an der Grenze zu Tadschikistan gehört zum Haupteinsatzgebiet der Bundeswehr in Afghanistan, die sich dort an der NATO-Mission ISAF beteiligt.

US-Außenministerin Hillary Clinton forderte bei ihrem Besuch in Berlin unterdessen von der afghanischen Regierung mehr Engagement für gute Regierungsführung. Jedem Engagement der Länder, die derzeit militärisch in Afghanistan präsent seien, müsse größere Bereitschaft der afghanischen Regierung zu "good governance" und zur Bekämpfung der Korruption folgen, sagte sie nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Beide vermieden konkrete Äußerungen etwa zur Aufstockung der Truppen in Afghanistan. Clinton lobte ausdrücklich die Arbeit "und das Opfer" der deutschen Soldaten und ihrer Angehörigen.

Westerwelle bestätigte indirekt die bisherige Haltung der Bundesregierung, sich vor der für Beginn nächsten Jahres geplanten Afghanistan-Konferenz nicht auf die künftige Truppenstärke festzulegen, sondern das bisherige Mandat von 4.500 Soldaten im Dezember unverändert zur Abstimmung zu stellen. Wichtig sei folgende Reihenfolge: "Erstens die Ziele festsetzen, dann wollen wir die Strategie besprechen, und dann sind weitere Fragen zu beantworten, nämlich: wie das auch alles umgesetzt wird", sagte Westerwelle.

(AP, N24)

09.11.2009 17:29 Uhr

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