Reaktionen auf Enkes Tod
"Wir sind fassungslos und voller Trauer"
Mit tiefer Fassungslosigkeit hat der Deutsche Fußball-Bund und die deutsche Nationalmannschaft auf die Schocknachricht reagiert: "Wir sind voller Trauer."
Trauer um Robert Enke: Der Fußball-Nationaltorwart ist im Alter von 32 Jahren gestorben. Erste Erkenntnisse deuteten auf Suizid hin, teilte die Polizei am Abend mit. Gegen 18.25 Uhr sei Enke in Neustadt-Eilvese nordwestlich von Hannover von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden.
Hannovers Präsident Martin Kind war schockiert. "Es war ein Unfall. Das ist eine absolute Katastrophe, Ich kann es gar nicht fassen und auch nicht weiter kommentieren." Enkes enger Freund und Berater Jörg Neblung sagte: "Ich kann die traurige Nachricht bestätigen. Robert lebt nicht mehr. Zu Einzelheiten kann ich im Moment aber nichts sagen."
DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte zum Tod des achtfachen Nationalspielers: "Wir sind fassungslos und voller Trauer. Unser ganzes Mitgefühl gilt der Frau von Robert Enke und seiner Familie." Enke galt als Favorit für den Posten des Nationaltorwarts bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.
Laut Deutscher Fußball-Liga DFL hinterlässt Enke seine Frau und eine acht Monate Tochter, die das Paar vor kurzem adoptiert hatte. Dfl.de zitierte Enkes Berater Jörg Neblung mit den Worten: "Ich kann die traurige Nachricht bestätigen. Robert lebt nicht mehr. Zu Einzelheiten kann ich im Moment aber nichts sagen."
DFB-Team bestürzt
Mit "tiefer Fassungslosigkeit" nahm die deutsche Nationalmannschaft die Nachricht vom Tod von Robert Enke zur Kenntnis. Wie der Deutsche Fußballbund (DFB) am Dienstagabend auf seiner Online-Seite berichtete, informierten Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff die Spieler und Betreuer, die sich zur Vorbereitung auf das Länderspiel am kommenden Samstag gegen Chile in Bonn befinden. Oliver Bierhoff sagte: "Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte."
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff verlieh seiner Trauer Ausdruck. "Deutschland verliert einen Ausnahmesportler und einen sensiblen Menschen, der für viele ein Vorbild war. Wir trauern um ihn."
Wechselvolle Karriere
Enke, der seit 2004 bei Hannover 96 spielte, hatte mehrfach Rückschläge wegstecken müssen. Im Jahr 2006 starb seine zweijährige Tochter an einem Herzfehler. Zuletzt hatte ihn eine hartnäckige Bakterienentzündung des Darms außer Gefecht gesetzt, erst am Wochenende war Enke aber wieder ins Tor von Hannover 96 zurückgekehrt.
Seine wechselvolle Karriere führte Enke quer durch Europa: Seine Stationen waren Carl-Zeiss Jena, Borussia Mönchengladbach, Benfica Lissabon und FC Barcelona; nach einem kurzen Gastspiel bei Fenerbahce Istanbul und CD Teneriffa wechselte er 2004 zu Hannover 96.
(dpa, sid, N24)
10.11.2009 22:16 Uhr













