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Neues Führungsduo

SPD im Umfragekeller

Neue Spitze, Spitzenstimmung? Die SPD wagt mal wieder einen Neuanfang. Doch aktuelle Umfragewerte zeigen, dass nur jeder Fünfte an die Zukunftskraft der Sozialdemokraten glaubt.

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Sollen die SPD aus der Krise führen: Der designierte SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, die als neue SPD-Generalsekretärin vorgesehen ist (24.10.2009).

Vor ihrem Parteitag an diesem Wochenende in Dresden steckt die SPD weiterhin im Stimmungstief. Laut wöchentlichem Forsa-Wahltrend des Magazins "Stern" verlieren die Sozialdemokraten erneut einen Punkt und liegen jetzt bei 20 Prozent. Nur jeder fünfte Deutsche erwartet, dass das designierte Führungs-Duo, Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, die SPD aus der Krise führen kann. 63 Prozent der Befragten sind davon nicht überzeugt.

Dass Gabriel als neuer Parteivorsitzender eine gute Lösung ist, glaubt von den SPD-Anhängern zwar eine Mehrheit von 53 Prozent. Insgesamt sind aber nur 36 Prozent der Befragten davon überzeugt. Genauso viele zeigen sich unentschieden (Nein: 28 Prozent). Für Nahles als neue SPD-Generalsekretärin fällt das Stimmungsbild noch schlechter aus: 30 Prozent befürworten diese Personalie, 29 Prozent sind dagegen. Auch von den SPD-Anhängern sind nur 47 Prozent von Nahles überzeugt, für 20 Prozent ist sie keine gute Lösung.

"Bin überzeugt, dass er der Richtige ist"

Kurz vor dem Dresdner Parteitag stärkte der Ex-Bundesvorsitzende Kurt Beck dem designierten Parteichef Gabriel den Rücken. "Ich bin überzeugt, dass er der Richtige ist", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident der Mainzer "Allgemeinen Zeitung". "Wenn ich all die nostalgischen Rückblicke auf große Persönlichkeiten in unserer Parteigeschichte höre, dann gebe ich zu bedenken: Auch da hat immer jemand neu angefangen."

Die SPD beginnt an diesem Freitag in Dresden ihren dreitägigen Bundesparteitag (Gremiensitzungen am Donnerstagabend). Dabei will sie sich nach schweren Wahlniederlagen neu aufstellen. Am 27. September hatten die Sozialdemokraten mit 23 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl eingefahren. Gabriel soll an der SPD-Spitze Nachfolger von Franz Müntefering werden.

"Signal der Gerechtigkeit"

Die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel forderte, vom Parteitag müsse "ein Signal der Gerechtigkeit" ausgehen. "Als Jusos erwarten wir von dem Parteitag, dass die SPD den Kampf für Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt stellt." Der Leitantrag der Parteiführung sei "oftmals nicht deutlich genug", kritisierte die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation.

Gabriel zeigte sich nach der Bundestagssitzung vom Dienstag in der "Bild"-Zeitung begeistert von den Qualitäten des neuen SPD-Fraktionschefs Frank-Walter Steinmeier als Oppositionsführer: "Es war ein ganz starker Auftritt (...). Jetzt muss auch dem Letzten klar sein: Frank-Walter Steinmeier wäre der bessere Kanzler, und er ist der Beste für den Job als Oppositionsführer."

(dpa, N24)

11.11.2009 08:52 Uhr

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