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Fußball-WM 2010

Nur Frankreich kann jubeln

Frankreich hat das Ticket zur Fußball-WM fast in der Tasche, alle anderen Playoff-Teilnehmer müssen bis zum Abschluss der Europa-Qualifikation am Mittwoch um ihre Endrunden-Teilnahme fürchten.

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Die Franzosen jubeln nach ihrem Tor in der Partie gegen Irland. Sie machten mit ihrem Sieg einen Schritt in Richtung WM-Teilnahme.
Griechenlands Trainer Otto Rehhagel
Russland hat das Hinspiel gegen Slowenien 2:1 gewonnen
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Deutschland qualifiziert sich als klarer Gruppensieger, ungeschlagen für die Fußball WM 2010. Russland spielt in der Relegation.
Aus Europa haben sich zudem bisher folgende Mannschaften direkt qualifiziert: Dänemark, Schweiz, Slowakei, Deutschland, der Europameister Spanien, England, Serbien, WM-Titelverteidiger Italien und auch die Niederlande sind dabei.
Aus Afrika haben sich qualifiziert: Gastgeber Südafrika sowie Ghana und die Elfenbeinküste.
Aus der Nord- und Mittelamerika-Gruppe spielen die USA, Mexiko und Honduras sicher in Südafrika. Costa Rica als Viertplatzierter muß noch in die Play-Offs. Gegner ist dort der Fünftplatzierte Südamerika Vertreter Uruguay.
Die Play-off-Spiele in Europa für die WM-Qualifikation bestreiten: Portugal, Griechenland, Slowenien, Russland, Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Frankreich und Irland.
Aus Südamerika haben sich vier Mannschaften bereits qualifiziert: Rekordweltmeister Brasilien, Chile, Paraguay und auf dem letzten Drücker Argentinien.
Aus Asien fahren die "Socceroos" aus Australien sowie Japan, Südkorea und dessen Nachbar Nordkorea nach Südafrika.

Der Vizeweltmeister verschaffte sich mit dem 1:0-Erfolg in Irland eine glänzende Ausgangsposition und kann im Stade de France nun alles klar machen. „Jetzt haben wir es selbst in der Hand“, meinte der umstrittene Coach Raymond Domenech zufrieden. Portugal beim 1:0 gegen Bosnien und der deutsche Gruppen- Gegner Russland mit dem 2:1 gegen Slowenien feierten zwar Heimsiege, müssen aber gegen starke Widersacher noch auswärts bestehen. Der von Otto Rehhagel betreute Ex-Europameister Griechenland enttäuschte beim 0:0 gegen die Ukraine - damit stehen die Trainer-“Oldies“ Rehhagel und Giovanni Trapattoni (Irland) vor dem möglichen Karriereende.

„Rehakles“ hält den Traum von seiner ersten WM-Teilnahme trotz des lausigen Auftritts gegen die Ukraine weiter aufrecht. „Wir haben noch alle Chancen. Mir war sowieso klar, dass es erst im zweiten Spiel entschieden wird“, sagte der 71-Jährige vor dem Rückspiel in Donezk, wo seine achtjährige Mission abgepfiffen werden könnte. Rehhagels Vertrag läuft noch bis zum Ende der WM. Schaffen es die Griechen nicht nach Südafrika, ist wohl Schluss. „Alles, was außerhalb des Spiels ist, werden wir eine Woche später besprechen“, blockte er Nachfragen ab. Indes: Die heimstarken Ukrainer um Torjäger Andrej Schewtschenko haben nach dem Hinspiel-0:0 die besseren Karten.

Das gilt nach dem Sieg in Dublin, wo Nicolas Anelka (72.) den Iren die erste Niederlage in dieser WM-Ausscheidung beibrachte, erst recht für die Franzosen. Dennoch warnt Thierry Henry seine Kollegen vor Selbstzufriedenheit. „Es ist noch nicht vorbei. Es wird ein ziemlich hartes Spiel“, mahnte der Kapitän wohlwissend, dass Irland in der Gruppenphase Weltmeister Italien zwei Unentschieden abrang. Auch wenn es nicht gut aussieht, will wie Rehhagel auch Trapattoni bis zur letzten Minute kämpfen. „Wir haben immer noch 90 Minuten in Paris“, betonte der „Maestro“, der ebenfalls nichts über seine Zukunft sagte.

Portugal mit viel Glück

Den erwarteten Heimsieg feierte Portugal - allerdings mit viel Glück. Als nach drei Aluminium-Treffern der Bosnier der erlösende Schlusspfiff ertönte, gestand Mittelfeld-Star Deco: „Wir hatten am Ende mächtig Dusel.“ Während der Außenseiter mit den Bundesliga- Profis Edin Dzeko, Vedad Ibisevic, Zvjezdan Misimovic und Sejad Salihivic mit seinem Pech haderte, bejubelten 62 000 Fans im Estadio de la Luz das 1:0 schon wie die erfolgreiche WM-Qualifikation. Der TV-Sprecher dankte hinterher völlig zu Recht dem „Pfostengott“.

Ein Ruhekissen ist der knappe Sieg vor dem Rückspiel in Zenica aber nicht. „Wir haben das Ticket noch nicht in der Tasche“, warnte Trainer Carlos Queiroz, der trotz kühler Temperaturen schweißgebadet war. Kein Wunder: Dzeko und Zlatan Muslimovic (89.) trafen Pfosten und Latte, die zuvor schon Senijad Ibricic (43.) anvisiert hatte. Den Sieg sicherte Abwehrchef Bruno Alves (31.), doch Bosniens Trainer Miroslav Blazevic betonte: „Ich bin überzeugt, wir fahren zur WM“.

In Russland schlichen die Sieger wie begossene Pudel vom Feld, die Slowenen warfen euphorisch Trikots ins Publikum. Das knappe 1:2 auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions lässt dem Außenseiter alle Chancen auf die zweite WM-Teilnahme nach 2002. Dafür muss Russlands Erfolgstrainer Guus Hiddink um seine vierte WM-Teilnahme in Serie mit vier verschiedenen Teams zittern. „Das Ergebnis ist enttäuschend, jetzt wird es in Maribor

(DPA, N24)

15.11.2009 15:29 Uhr

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