Mysteriöser Maobama

Obama verwirrt Chinesen

"Aobama", "Oubama" oder gar "Maobama"? Bei seinem Besuch in China sorgt Barack Obama für Namenswirren. Dabei macht das chinesische Außenministerium den US-Präsidenten zum Mysterium.

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US-Präsident Barack Obama bei der Ankunft in Peking.

Neben Klimawandel, Menschenrechten und Handelsbeziehungen ist beim China-Besuch von Barack Obama eine weitere heiße Frage auf die Tagesordnung gerückt: Wie schreibt sich der Name des US-Präsidenten auf Mandarin? Während die Chinesen Obama seit dem Beginn seines politischen Aufstiegs "Aobama" buchstabieren, besteht die US-Delegation nun darauf, "Oubama" als Schreibweise festzulegen. Dies sei die offizielle Transkription der US-Regierung und werde bereits in Taiwan und Hongkong verwendet, begründete die Sprecherin der US-Botschaft in Peking, Susan Stevenson, den Vorstoß. "Wir bemühen uns um Einheitlichkeit."

Das chinesische Außenministerium schrieb den US-Präsidenten auf seiner Internetseite allerdings weiter "Aobama" - wobei der chinesische Buchstabe "ao" soviel wie "mysteriös" oder "geheimnisvoll" bedeutet. Auch bei Obamas Vornamen Barack ist die Schreibweise umstritten, in den Medien kursieren "Balake", "Beilake" und andere Varianten. Verantwortlich für die Transkription ausländischer Namen ist in China eine eigene Regierungsbehörde, die ein offizielles Handbuch herausgibt. Chinesische Blogger haben dagegen ihren ganz eigenen Vorschlag: In Anlehnung an den chinesischen Revolutionsführer Mao Tse-tung regen sie an, einfach von "Obamao" oder "Maobama" zu sprechen.

(AFP, N24)

16.11.2009 14:09 Uhr

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