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Wohn-Riester lohnt sich
Wer für den Bau oder Kauf eines Eigenheims sparen will, sollte der Stiftung Warentest zufolge auf Wohn-Riester-Angebote setzen.
Riester-Bausparverträge seien für die mittel- oder langfristige Finanzierung "die erste Wahl", heißt es in der jüngsten Ausgabe von "Finanztest". Die besten Tarife seien mindestens genauso gut wie klassische Bausparverträge - hinzu komme aber die staatliche Riester-Förderung.
Beiträge von der Steuer absetzen
Der Staat unterstützt mit der Riester-Förderung die private Altersvorsorge. Dabei können angestellte Beschäftigte ihre Beiträge von der Steuer absetzen und erhalten unter Umständen noch zusätzliche Förderung. Die Grundzulage beträgt 154 Euro pro Jahr, für Kinder gibt es 185 bis 300 Euro zusätzlich. Wählen können Riester-Sparer zwischen klassischen Lebensversicherungen, fondsgebundenen Rentenversicherungen, Banksparplänen und eben Wohn-Riester. Diese Variante wurde vor genau einem Jahr eingeführt, seitdem haben sich dafür laut "Finanztest" 270.000 Riester-Sparer entschieden.
Staat stockt Sparbeiträge auf
Vom Grundprinzip sind die Riester-Bausparverträge so aufgebaut wie ihre klassischen Pendants ohne staatliche Förderung. Sparer müssen dort also erst ein Grundkapital ansparen, für das sie vergleichsweise magere Zinsen erhalten. Später erhalten sie dann einen Kredit ihrer Bank oder Bausparkasse - zu ebenfalls niedrigen Zinsen. In der Riester-Variante stockt der Staat die Sparbeiträge durch die Förderung auf.
Die künftigen Bauherren und Immobilienkäufer sparen dadurch laut "Finanztest" schneller mehr Eigenkapital an, brauchen deshalb einen kleineren Kredit, können diesen schneller abbezahlen und sparen Zinsen. Obwohl das Finanzamt dann im Alter Steuern auf die geförderten Beiträge erhebe, bleibe am Ende "ein dickes Plus", schreibt die Stiftung Warentest.
Nach 25 Jahren rund 79.000 Euro
Wer 25 Jahre lang jährlich 2100 Euro anspart und damit die maximale Riester-Förderung ausschöpft, hat bei einer Vertragsrendite von drei Prozent am Ende der Ansparphase rund 79.000 Euro, bei einer Rendite von vier Prozent dagegen rund 91.000. Bei dieser Laufzeit mache schon ein Renditeunterschied von einem Prozentpunkt mehr als 10.000 Euro aus, schreiben die Warentester in ihrer Zeitschrift "Finanztest". Älteren Sparern raten die Warentester zu Produkten mit Anbindung an einen tagesaktuellen Zins. Jüngere Sparer sollten eher Angebote mit Zinstreppe oder Bonuszahlungen in Betracht ziehen.
(AFP, dpa, N24)
17.11.2009 11:43 Uhr





