Fußball-WM Südafrika
DFB-Elf gesetzt - Niederlande als Gegner?
"Schade Holland, alles ist vorbei": Diesen Fangesang könnte es bereits zur Gruppenphase bei der Fußball-WM in Südafrika geben. Die Niederlande sind ein möglicher deutscher Gruppengegner.
Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft: Eigentlich stand der Antrittsbesuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg unter keinem guten Vorzeichen. Nachdem der Deutsche am lauen Abend vor dem französischen Verteidigungsministerium mit großen militärischen Ehren - Nationalhymne Deutschland, Marseillaise, Paradeuniformen, formelle Ansagen - empfangen worden war, wurde wenige Kilometer entfernt das für die Teilnahme Frankreichs an der Fußball-Weltmeisterschaft entscheidende Spiel gegen Irland angepfiffen.
Frankreichs Verteidigungsminister Hervé Morin konnte es nicht sehen. Er musste sich mit Guttenberg über den Militär-Airbus, Afghanistan und die deutsch-französische Brigade unterhalten. Dass ihn das ärgerte, gab er vor der Presse offen zu. So mutmaßte er denn auch, Guttenberg habe sich mit der Terminvereinbarung für ein Spiel Frankreich gegen Deutschland 1982 revanchieren wollen.
Bei der Weltmeisterschaft damals hatte Deutschland im Halbfinale erst im Elfmeterschießen 5:4 gewonnen und wurde schließlich nach einer Niederlage gegen Italien Zweiter der WM, was vielfach auf die Schwächung der deutschen Elf durch das Frankreich-Spiel zurückgeführt wurde. Frankreich verlor damals übrigens gegen Polen und wurde Vierter.
Guttenberg, offenbar gut vorbereitet - schließlich war er 1982 schon zehn Jahre alt -, erinnerte auch noch an den legendären Fallrückzieher Klaus Fischers in der 108. Minute zum 3:3, der das letztlich für Deutschland siegentscheidende Elfmeterschießen überhaupt erst ermöglichte.
Ein 1:1 reicht zur WM-Teilnahme
Trotzdem nahm Morin ganz im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft gleich die Chance wahr, und bot Karl-Theodor das Du an, "weil ich zum ersten Mal die Chance hatte, einen jüngeren Atmskollegen begrüßen zu dürfen". Hervé ist 48, Karl-Theodor 37. Außerdem, begründete Morin den spontanen Freundschaftsbeweis, liebten sie beide das offene Wort und den Wein, sprachen ihm aber nach Auskunft von Beobachtern vor der Pressekonferenz nicht zu. (Danach war aber noch ein Diner angesagt.)
Also wagte Morin am Ende die Behauptung, nach dem Paar Angela Merkel und Nicolas Sarkozy werde die Öffentlichkeit künftighin auch das Paar Guttenberg und Morin als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft bewundern dürfen. Der deutsche Minister nahm es leicht errötend hin.
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Und auch wenn Morin nicht zuschaute: Frankreich spielte am Ende 1:1 gegen Irland. Das reichte für die WM-Teilnahme der Grande Nation. Auch wenn der Ausgleich erst in der Verlängerung fiel. Während die beiden neuen Freunde beim Abendessen saßen.
(dpa, N24)
19.11.2009 12:44 Uhr








