Opel-Werksschließungen?

GM ist sich (nicht) sicher

Die Fixkosten um 30 Prozent, die Kapazität um 20 bis 25 Prozent runter: General Motors hat große Sanierungspläne. Und Opel spielt dabei eine zentrale Rolle. Werksschließungen stehen weiter im Raum.

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Die vier Opel-Brüder mit dem "Quintuplet". Vier Jahre nach dem Tod des Vaters Adam Opel bauten die Söhne Carl und Wilhelm im Jahr 1899 den ersten Opel-Patent-Motorwagen.
Lange bevor Autos vom Band rollten, stellte die Firma Fahrräder her.
Als erster Opel rollt der "Lutzmann" im Jahre 1899 aus der Opel-Fabrik. 4 PS, Einzylinder-Heckmotor mit Wasserkühlung, nach den Plänen des Dessauer Hofwagenbaumeisters Friedrich Lutzmann ähnelt er einer Pferdekutsche.
Der "Opel Doktorwagen" vom Typ Torpedo aus dem Jahr 1911.
Ein Opel Laubfrosch aus dem Jahr 1924 läuft immer noch. Passend zum Namen ist auch die Farbe gewählt.
Fließbandproduktion im Jahr 1924 bei der Adam Opel AG.
Heute übernehmen Präzisionsroboter viele Aufgaben in der Autoproduktion.
Aus den Jahren 1933 und 1939 stammen das 1,2 Liter-Fahrzeug (links) und der "Admiral" mit 3,6 l-Motor (rechts).
Mit ihrem "Opel Super 6 Cabriolet" aus dem Jahre 1937 nehmen die Besitzer an Rallyes teil, die oft weit über 2000 km reichen.
Auf Ausstellungen immer ein Hingucker sind die Opel mit jeder Menge Chrom.
Mit seinem Opel Rekord aus dem Jahr 1956 fährt Hilmar Born vom Opel-Museum Herne am 18.10.2004 am Opel-Werk I in Bochum vorbei. Er brachte Brötchen und Getränke für die Mitarbeiter. Die Opelaner streiken gegen betriebsbedingte Kündigungen.
Der Opel Olympia aus dem Jahre 1964 im Gespann mit einem aufklappbaren historischen Wohnwagen Heiser-Austermann "Knospe".
Ohne Höhenangst - die sogenannte Hydra-Matic verbesserte auch die Bergsteigfähigkeit des Opel-Kapitän.
Mehr als nur ein Name: In den 60ern spiegelten die Modellbezeichnungen auch den sozialen Aufstieg wieder. Dem Opel-Modell Kadett etwa folgten in der Hierarchie der Kapitän, Commodore und Admiral.
Generationstreffen - vom Vorkriegskadett bis zum Opel Kadett E.
Große Klappe beim Kadett A.
Wagen wie der von 1972 bis 1977 gebaute Opel Commodore B GS/E wecken heute nostalgische Gefühle.
Den Commodore GS gab es auch mit verbreiterten Kotflügeln, das Auge fährt schließlich mit.
Der Auftritt des Opel Admiral wurde von dem mächtigen, chrombeladenen Kühlergrill bestimmt.
Up, and down. Der Admiral als Lowrider. Ein fast amerikanisches Auto.
Den Opel Ascona B in verschiedenen Motorisierungen für den Normalfahrer und . . .
. . . auf Basis des Ascona 400 als erfolgreiche Rallye-Version. Mit dem Wettbewerbsmodell gewann Walter Röhrl für Opel die Rallye-Weltmeisterschaft.
Der Manta in der Mitte - die Opel Coupe-Familie vom Rekord bis zum Tigra.
Der Manta mit "Kriegsbemalung" - für Fahrer, die es rasant mochten, gab es die stärkeren Versionen mit der schwarzen Kühlerhaube.
Gerade der Manta wurde gern “verbastelt“ und geriet dadurch eine Zeitlang zum Witz.
Wie hier beim Kadett älteren Baujahrs sind breite Schlappen und schickes Räderwerk oft die ersten Tuning-Maßnahmen.
Der Astra hat den Kadett abgelöst und war gerade als Cabrio-Version sehr begehrt.
Markante Schweller und Schürzen - den neuen Opel Astra OPC kennzeichnet eine im Vergleich zum Basis-Astra dynamischere Optik.
Zur Zeiten der Finanzkrise sitzt das Geld nicht so locker. Ob sich das Fahrzeug, ein Opel-Corsa mit 25.000 Kilometern, jedoch verkaufen lässt, ist fraglich.
Der Opel Corsa B lief in den Jahren 1993 bis 2000 vom Band.
Ein beliebtes Fahrzeug der Mittelklasse, der Opel Vectra in der zweiten Generation
Der Vectra in der Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft. Opel hat dort viele Erfolge erzielen können.
Auf Basis der Lotus Elise baut Opel den Speedster. Eine Hommage an den Opel GT.
Bei Bedarf auch oben ohne ist der TwinTop mit seinem faltbaren Metalldach.
Der Opel Insignia ist Auto des Jahres 2009 und . . .
. . . hat wie sein Vorgänger Vectra viel Platz für Familien.
Wem der kleine Corsa zu langsam ist, greift zum Corsa OPC und tief ins Portemonnaie.
So könnte die Zukunft aussehen. Eine Studie, angetrieben mit Brennstoffzellen, . . .
. . . damit unsere Kinder in einer sauberen Umwelt noch Spaß mit sauberen Autos haben.
Video: GM stärkt Opel - Europa-Zentrale kommt nach Rüsselsheim
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Ob bei der Sanierung des Autobauers Opel Werke geschlossen werden, hält der US-Mutterkonzern General Motors (GM) weiter offen. Ein Teil der Kapazität müsse abgebaut werden, sagte GM-Europachef Nick Reilly der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es gebe verschiedene Wege, dies zu tun. Es gehe nicht notwendigerweise um ganze Werke. Innerhalb eines Jahres sollten 9.000 bis 10.000 der rund 50.000 Stellen in Europa abgebaut werden, sagte der Manager dem Blatt. Einen konkreten Plan für die Umstrukturierung der europäischen Werke will Reilly bis Mitte Dezember präsentieren.

"Wir müssen überhaupt keine Standorte schließen. Was wir tun müssen, ist einen Teil der Kapazität abzubauen", sagte Reilly der Zeitung. Opel wies in einer Stellungnahme am Donnerstagabend darauf hin, dass die Aussagen Reillys nicht in der Weise fehlinterpretiert werden dürften, dass entschieden sei, alle Standorte von Opel zu erhalten.  Reilly habe nur auf die unterschiedlichen Möglichkeiten hinweisen wollen, die Kosten zu verringern. Er bleibe dabei, dass zu konkreten Entscheidungen momentan noch nichts gesagt werden könne.

Fixkosten um 30 Prozent runter

GM will die Fixkosten im Europa um 30 Prozent und die Kapazität um 20 bis 25 Prozent reduzieren. Noch im Juni hatte GM die Schließung der Fabriken in Antwerpen, Bochum und Eisenach geprüft. Gegen diese Pläne läuft der Opel-Betriebsrat Sturm. GM rechnet mit Sanierungskosten von 3,3 Milliarden Euro und hofft dafür auf Staatshilfen. Deshalb muss der US-Konzern Rücksicht nehmen.

Eine gute Nachricht erhielten am Donnerstag die Opel-Arbeiter in Spanien: Der Autohersteller werde auf lange Sicht an dem Werk in Figueruelas bei Saragossa festhalten, sagte Reilly bei einem Besuch der Fabrik im Nordosten Spaniens. "Das Werk ist sehr wichtig für die Zukunft des Konzerns." GM plane, die Autofabrik weiter zu verbessern und die Effektivität zu erhöhen.

Der Zulieferer Magna, der mit seinen Übernahmeplänen für Opel am Widerstand von GM gescheitert war, hatte vorgesehen, in dem spanischen Werk 900 der mehr als 7000 Arbeitsplätze abzubauen. "Ich glaube nicht, dass unsere Pläne schlechter ausfallen werden", betonte Reilly. Reilly hatte in dieser Woche bereits Gespräche in Belgien und England geführt.

Nach einem Verlust von 400 Millionen Euro im dritten Quartal 2009 solle das GM-Europageschäft um Opel 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben und "2013 einen ordentlichen Gewinn" erzielen, schreibt die «FAZ». Reilly halte den zwischen dem abgewiesenen Investor Magna und der Belegschaft vereinbarten Verzicht auf jährlich 265 Millionen Euro Lohn für ausreichend.

Reilly betonte, dass es bisher keine Absage des Bundes für Staatshilfe gebe: "Der Bund ist sehr interessiert daran, dass Opel eine Zukunft hat." Er wies gleichzeitig den Vorwurf zurück, die Staatshilfe der einzelnen Regierungen könnte den Inhalt des Sanierungsplan zugunsten der Meistbietenden beeinflussen: "Das trifft nicht zu." Reilly reist am Montag zu einem Treffen der EU- Wirtschaftsminister nach Brüssel. Dort wolle er den einzelnen Regierungen darlegen, wie der Plan "in den Grundzügen aussehen könnte".

(dpa, N24)

20.11.2009 08:29 Uhr

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