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Fußball-Krieg in Kairo

Fans belagern algerische Botschaft

Fußball lebt von Emotionen. Die können aber auch schnell in Hass umschlagen. Krawalle, fliegende Steine, Botschaftsbelagerung - das sind die Resultate des WM-Relegationsspiels Algerien-Ägypten.

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Die Fußball-WM in Südafrika kann kommen, der Ball rollen, die Teams sind qualifiziert. Der Titel wird unter 32 Teams ausgespielt. Fußballzwerge sind ebenso dabei wie Fußballgiganten. Wir stellen Ihnen die Teilnehmer vor.
Zu den "großkopferten" Fußballnationalmannschaften zählen beispielsweise die Argentinier, die bislang zweimal Weltmeister (1978, 1986) wurden. 15-mal waren sie Copa América Sieger, einmal Konföderations-Pokalsieger (1992) und ...
... zweimal Olympiasieger. Argentinien qualifizierte sich im Spiel gegen Uruguay (im Bild), was den wahrscheinlich besten argentinischen Spieler aller Zeiten, Diego ...
... Maradona besonders freute. Das Team der Albiceleste steht noch heute in seinem Schatten.
Als stärkste Fußballmannschaft Ozeaniens gilt das australische Nationalteam. Trotzdem ist die Liste der Erfolge, die über den ozeanischen Kontinent hinausgehen, kurz. Nur zweimal haben die Socceroos an der WM teilgenommen (1974 und 2006).
Mit fünf Weltmeisterschaftstiteln ist die brasilianische Fußballnationalmannschaft die weltweit Erfolgreichste. Zuletzt gewann die Seleção die WM 2002 (im Bild).
Das Team Brasiliens konnte als einzige Nationalmannschaft an jeder bisherigen Weltmeisterschaftsendrunde teilnehmen. Sie gewannen den Copa América achtmal und den Konföderationen-Pokal dreimal.
Die chilenische Fußballnationalmannschaft ist eine der erfolgreicheren Südamerikas. Zuletzt nahm Chile 1998 an einer WM teil. Bei der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika landete die Nationalelf überraschend nur einen Punkt hinter Brasilien.
Die Dänische Fußballnationalelf kann einige Erfolge auf internationaler Ebene vorweisen. Dreimal haben sie an Weltmeisterschaften teilgenommen. Zusätzlich waren sie bei allen Europameisterschaften von 1984 bis 2004 dabei.
Die Deutsche Fußballnationalmannschaft ist eine der erfolgreichsten der Welt. Siebenmal hat es die DFB-Auswahl ins Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft geschafft. Dreimal ...
... (1954, 1974 und 1990 - im Bild) trugen die Deutschen den WM-Titel davon, viermal (1966, 1982, 1986, 2002) war Deutschland Vize-Weltmeister. Der ehemalige Nationalspieler Lothar Matthäus (l) ...
... nahm an den meisten WM-Spielen teil. Die Deutsche Nationalelf überholte sogar Brasilien mit elf Halbfinalteilnahmen. Außer in den Jahren 1930 und 1950 war die DFB-Auswahl bei allen Weltmeisterschaften dabei.
Die Fußball-Landesauswahl der Elfenbeinküste, die Ivorische Fußballnationalmannschaft, gewann bei internationalen Turnieren die afrikanische Kontinentalmeisterschaft 1992 und sie belegten den 4. Platz beim Konföderation-Pokal 1992.
Die englische Nationalmannschaft hat gegenüber den anderen britischen Auswahlteams die meisten Erfolge zu verzeichnen.
1966 holte England im eigenen Land den WM-Titel. Die Nationalelf gewann ganze 34-mal die British Home Championship. Für Südafrika qualifizierten sie sich im Spiel gegen Kroatien (im Bild).
Für die honduranische Fußballnationalmannschaft war der größte Erfolg bis heute die Qualifikation zur Fußball-WM 1982.
Der amtierende Fußball-Weltmeister Italien gewann gegen Frankreich die WM 2006. Die so genannte ...
... Squadra Azzurra gehört zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften im Fußball. Vier WM-Siege hat die Nationalelf bereits davongetragen, auch die Fußball-EM hat sie einmal gewonnen.
Die Fußballnationalmannschaft Japans ist seit den 1990ern eine der stärksten Mannschaften Asiens. Sie hat bei der Asienmeisterschaft dreimal den Sieg davongetragen. In der WM-Endrunde stand sie 1998, 2002 und 2006.
Kamerun hat bereits viermal den Afrika-Cup gewonnen, 2002 das letzte Mal. Für die kamerunische Nationalelf bedeutete das Erreichen des Viertelfinales der WM 1990 einen großen Erfolg.
Innerhalb der CONCACAF ist die mexikanische Fußballnationalmannschaft eine der Besten. Mexiko hat bereits fünfmal den Titel des CONCACAF Gold Cup, einmal den des Konföderationen-Pokals und dreimal den der CONCACAF-Meisterschaft geholt.
Ihre größten Erfolge feierte die neuseeländische Fußballnationalmannschaft mit den Qualifikationen zur Fußball-WM 1982 in Spanien, bei der die All Whites aber alle Spiele verloren, und mit der zur WM 2010.
An acht Fußball-Weltmeisterschaften und acht Europameisterschaften nahm bisher die niederländische Fußballnationalmannschaft teil. Sie war das erste europäische Team, das sich für die WM 2010 qualifizierte und zwar ...
... gegen Schottland (im Bild). Die größten Erfolge waren für die Oranje der EM-Titel 1988 und zwei Vizeweltmeisterschaften 1974 und 1978.
Die Super Eagles schafften es zweimal bis ins Achtelfinale einer WM. Die Nigerianische Fußballnationalmannschaft siegte zweimal beim Afrika-Cup und wurde 1996 Olympiasieger. Sie zählt zu den erfolgreichsten Fußballnationalmannschaften Afrikas.
1966 stand die Nordkoreanische Nationalelf bei der WM im Viertelfinale gegen England. Zum ersten Mal seitdem war die Mannschaft 2009 zu einem Freundschaftsspiel in West-Europa und qualifizierte sich überraschend erstmals wieder für eine WM.
Nach Brasilien und Argentinien ist die Paraguayische Nationalmannschaft momentan in Südamerika die drittbeste Mannschaft. Die Nationalelf qualifizierte sich ...
... durch einen Sieg gegen Argentinien für die WM 2010 (im Bild).
Die Schweizer Fussballnationalmannschaft führte Ottmar Hitzfeld zur WM-Qualifikation. Nachdem sie seit den 1960ern jahrelang erfolglos blieben, waren die Qualifikationen für die WM 1994 und die EM 1996 die ersten großen Erfolge.
Die serbische Fußballnationalmannschaft wird von der FIFA und der UEFA als direkter Nachfolger der Jugoslawischen und der Serbisch-Montenegrinischen Fußballnationalmannschaft behandelt.
Die slowakische Fußballnationalmannschaft hatte sich seit 1998 nicht mehr für eine WM qualifizieren können.
Laut der FIFA-Weltrangliste ist das spanische Team zurzeit die zweitbeste Nationalmannschaft der Welt. La Furia Roja (rote Furie) heißen die Fußballer seit sie bei den Olympischen Spiele 1920 überraschend Silber holten.
Das Gastland Südafrika wurde erst vor 15 Jahren wieder in die FIFA aufgenommen. Seitdem konnten sie mit einer souveränen Leistung in Länderspielen überzeugen. Die Bafana bafana („die Jungs“) nahmen an zwei WMs (1998 und 2002) teil.
Die südkoreanische Fußballnationalmannschaft zählt zu den erfolgreichsten asiatischen Mannschaften. Die Fußball-Elf hatte sich seit 1986 durchgehend für die WM qualifiziert und belegte 2002 gegen Japan den 4.Platz.
Die US-amerikanische Fußballnationalmannschaft konnte Mexiko beim CONCACAF Gold Cup 2007 besiegen. 2009 erreichten sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Finale des Konföderationen-Pokals.
Mit einem Sieg gegen Ägypten (im Bild) hat sich auch Algerien für Südafrika qualifiziert. Der Afrikameister von 1990 ist damit nach 1982 und 1986 zum dritten Mal bei einer Fußball-WM dabei.
Der größte Torerfolg gelang dem Team 1973 mit einem 15:1 gegen den Jemen. Seine höchste Niederlage musste Algerien 1976 gegen die DDR einstecken (5:0).
Griechenland fährt ebenfalls nach Südafrika. Es ist nach 1994 erst die zweite WM-Teilnahme der Hellenen. Damals schieden sie in der Vorrunde aus. Besser machten sie es 2004 bei der Europameisterschaft.
Trainer Otto Rehagel führte sie damals zu ihrem bisher größten Erfolg: dem EM-Titel. Jetzt greifen sie sogar nach der Welt-Krone.
Ein Hoch auf Otto Rehhagel! Griechenland bezwang in der Europa-Relegation die Ukraine. Ebenfalls im letzten Moment auf den WM-Zug ist ...
... Frankreich aufgesprungen - nach einem Sieg und einem Unentschieden in der Verlängerung gegen Irland. Für die "Grande Nation" ist es bereits die 13. Teilnahme, 1998 wurden "Le Bleus" Weltmeister.
Neben Argentiniens Messi und Brasiliens Kaka ist Portugals Ronaldo der dritte Superstar dieser WM. Sein Heimatland musste zwar auch in die Relegation, bezwang dort aber Bosnien und feiert so seine fünfte WM-Teilnahme. Portugals ...
... Fußballgott Eusebio (l.) wird's freuen.
Zwei WM-Titel hat Uruguay bisher gewonnen. Allerdings liegen die Endspielsiege etwas zurück (1930, 1950). Zwei Vize-Weltmeisterschaften stehen zudem zu Buche. In der Relegation warfen die Charrúas (Himmelblauen) Costa Rica raus.
Superstar der "Urus" ist Athletico-Madrid-Stürmer Diego Forlan.
Eines der Überraschungsteams bei der WM in Südafrika ist zweifelsohne Slowenien. Dank des Bochumer Profis Zlatko Dedic sicherte sich der "Fußballzwerg" gegen Russland in der Relegation die Teilnahme ...
... an seiner zweiten WM-Endrunde nach 2002 (Mannschaftsbild). Das Tean um ...
... Milivoje Novakovic könnte auch bei der WM für Überraschungen sorgen.
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Fußball ist in Südafrika äußerst populär - bei Jung und Alt.
Historisch bedingt ist die Sportart gerade in der schwarzen Bevölkerung Südafrikas am beliebtesten, ...
... da Fußball weniger stark von den ethnischen Abgrenzungen der Apartheid betroffen war als beispielsweise Rugby oder Cricket.
Schulkinder spielen mit einem selbstgebastelten Fußball.
Fans feuern ihre "Bafana Bafana" an, der Spitzname der südafrikanischen Nationalmannschaft. Der Zulu-Ausdruck bedeutet ...
... "Grüne Jungs" und spielt auf die Unerfahrenheit des südafrikanischen Teams zu seinen Anfangszeiten an.
Sie dürfen in keinem Stadion fehlen - die Vuvuzelas. Das Blasinstrument ist das Symbol des südafrikanischen Fußballs. Frei nach dem afrikanischen Sprichwort "Der Affe wird durch viel Krach erlegt" machen sie einen immensen Lärm, ...
... so dass sie ins Blickfeld einiger Spieler und Trainer geraten sind. Diese fordern ein Verbot der Vuvuzelas während der Fußball-WM 2010. Von FIFA-Präsident Blatter gab's dazu aber eine klare Absage.
Noch herrscht Ruhe im Free State Stadion in Bloemfontein, eines der Spielstadien der Fußball-WM. Nach umfangreichen Modernisierungen konnte es während des Confed Cups `09 seine Spieltauglichkeit beweisen.
Das offizielle Maskottchen der Fußball-WM 2010 ist dieser knuffige Leopard. Der Name "Zakumi" ist zusammengesetzt aus den zwei Buchstaben "ZA", die für Südafrika stehen, und "kumi", was in vielen afrikanischen Sprachen "zehn" bedeutet.
Neben Fußball ist Rugby die beliebteste Sportart in Südafrika. Sie wurde anfänglich aus Rassentrennungsgründen nur von Weißen gespielt, ist aber mittlerweile über jede ethnische Grenzen hinweg populär.
Südafrika ist der amtierende Rugby-Weltmeister und bezwang England 2007 im Finale der Rugby Union Weltmeisterschaft.
Die Küste Südafrikas umfasst eine Länge von 2.500 km und ...
... erstreckt sich über zwei Weltmeere, der Atlantische Ozean im Westen und der Indische Ozean im Osten.
Südafrikas Küstenstreifen lädt jede Menge weitere Sportbegeisterte ein: ...
Angefangen bei den Surfern vor Kapstadt, ...
... über die Kiteboarder, ...
... hin zu den Basejumpern und ...
... den Seglern des Volvo Ocean Race, die auf ihrer Segelregatta um die ganze Welt auch das Kap der Guten Hoffnung umrunden.
Auch die possierlichen Pinguine finden in drei Brutkolonien an der Küste Südafrikas ein Zuhause.
Von Ende Juli bis Anfang Dezember können an der Küste Südafrikas regelmäßig Wale beobachtet werden.
Ihr vermehrtes Auftreten führt hier auf der sogenannten "Whale Route" zu einem regelrechten Touristenboom.
Neben den Walen bietet der Kruger National Park die Gelegenheit weitere Vertreter der "Big Six", der sechs großen Säugetiere Afrikas, zu erleben.
Das größte Wildschutzgebiet Südafrikas umfasst mehr als 20.000 Quadratkilometer Fläche ...
... und lockt jährlich über vier Millionen Besucher an. Sie können hier zum Beispiel Elefanten sehen.
In kaum einem anderen Land der Welt werden jedoch Wildtiere wie die Elefanten derart kommerziell ausgeschlachtet wie in Südafrika.
So ist der Abschuss von Elefanten selbst im Kruger National Park offiziell erlaubt. Als Grund wird ihre Überpopulation angegeben, die angeblich die Artenvielfalt im National Park gefährdet.
Weniger gefährlich leben die weiteren tierischen Attraktionen wie die Löwen, ...
... Zebras, ...
... Kolibris und ...
.... Strauße.
Die Unterkünfte im Kruger National Park im Rahmen der Fußball-WM 2010 waren übrigens innerhalb von zwei Stunden nach Öffnung des Reservierungsbüros ausgebucht.
Das "Big Hole" in der südafrikanischen Stadt Kimberley ist ein riesiges von Menschenhand geschaffenes Erdloch. Es liegt mitten in der Stadt und ist wegen seiner Dimensionen und wegen der …
…Diamantengewinnung bekannt. In Kimberley und Umgebung waren im Jahr 1870 50.000 Menschen mit der Diamantengewinnung beschäftigt. Seit 1914 ist das "Big Hole" geschlossen.
Neben den industriellen Wirtschaftseinkünften wird in Südafrika vermehrt der Weinanbau betrieben.
Diese Tradition ist in Südafrika bereits über 300 Jahre alt, auch wenn südafrikanische Weine erst am Ende der 1980er Jahre in Europa populär wurden.
Neben Wein zählt der Tee zu einem wichtigen Exportgut. So ist Südafrika das einzige Land, das auf natürliche Weise die Teesorte Rotbusch (Rooibos) anbaut.
Der Rooibos-Strauch kommt ausschließlich am Westkap vor und der aus ihm gewonnene Tee ist wegen seiner wohltuenden Wirkung bekannt und beliebt.
Die größte Stadt Südafrikas ist Johannesburg mit mehr als drei Millionen Einwohnern.
Landeshauptstadt ist allerdings das rund 50 Kilometer nördlich gelegene Pretoria.
Trotzdem befindet sich hier die größte Börse Afrikas, die Johannesburg Securities Exchange.
Mit über 532 Bussen und täglich 90.000 Passagieren bietet die Johannesburg Metropolitan Bus Service, kurz Metrobus, die beste Möglichkeit durch die Stadt zu kommen - und sie nebenbei auch noch anzuschauen.
Von den Afrikanern gerne als "Mutterstadt" bezeichnet: Kapstadt ist die drittgrößte Stadt im Land.
Der Begriff "Mutterstadt" ist darauf zurückzuführen, dass Kapstadt die erste Stadtgründung in der südafrikanischen Kolonialzeit war.
Den Namen Kapstadt erhielt sie jedoch in Anlehnung an das 45 Kilometer südlich gelegene "Kap der Guten Hoffnung".
In Kapstadt befindet sich der Sitz des südafrikanischen Parlaments.
Seit 1994 ist dies die offizielle Flagge Südafrikas. Die unterschiedlichen Farben repräsentieren die verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes. Rot, weiß und blau sind die Farben der weißen Bevölkerung, ...
... schwarz, grün und gelb die Farben der afrikanischen Bewegungen. Der zentrale zusammenlaufende grüne Streifen in Form eines liegenden "Y" symbolisiert die neugefundene Einheit des Landes nach dem Ende der Apartheid.
Die offizielle Währung in Südafrika ist der "Rand". Auf dem Foto ist der Krugerrand abgebildet, ebenfalls ein offizielles Zahlungsmittel Südafrikas, welches aber praktisch nicht genutzt wird.
Südafrika ist eine der weltweit am schwersten von der HIV-Epidemie betroffenen Regionen. Statistiken der Organisation UNAIDS gehen davon aus, dass jeder fünfte Erwachsene in Südafrika mit dem HIV-Erreger infiziert ist.
Als bedeutendster Kämpfer in der Anti-Apartheid-Bewegung Südafrikas gilt Nelson Mandela. Er war nach 27-jähriger politischer Gefangenschaft der erste schwarze Präsident des Landes. 1999 trat er als Präsident zurück.
Zu Zeiten der Apartheid eingeführt, sind Townships gigantische Wohngebiete, die die Größe von Städten erreichen können. Die hohe Bevölkerungsdichte und vorherrschende Armut verursachen eine hohe Kriminalität, die sich auch in Straßenkämpfen niederschlägt.
Im Mai 2008 erlebte Südafrika eine Welle der Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie), die sich von den Townships in Johannesburg und anderen Städten ausbreitete. Das Elend der armen Slumbewohner hat sich in regelrechte Pogrome gegen ...
... Flüchtlinge und Einwanderer aus anderen afrikanischen Staaten, insbesondere Simbabwe und Mosambik, entladen – die Gewalt Armer gegen Ärmere.
Die Zulus sind die größte ethnische Gruppe in Südafrika. Sie umfassen heute ca. elf Millionen Menschen.
Dem kann sich auch das globale Social Network "Facebook" nicht verschließen - nach Kisuaheli wird es die Facebook-Seiten bald auch auf isiZulu, der Sprache der Zulus, geben. Der derzeit mächtigste Zulu ist …
… Jacob Zuma, der amtierende Staatspräsident Südafrikas. Er gilt als schillerndster Politiker des südlichen Afrikas. Der polygam lebende Zuma musste sich bereits Korruptions- und Vergewaltigungsvorwürfen stellen, die er jedoch unbeschadet abweisen konnte.
Die Wege der Prinzen William und Harry von Wales führten auch durch Südafrika. Sie haben an der Enduro Afrika teilgenommen, eine Rallye, deren Erlöse für einen wohltätigen Zweck gespendet wurden.
Harrys langjährige Freundin Chelsy hat ebenfalls einige Jahre in Südafrika gelebt. Geboren in Simbabwe, studierte sie in Kapstadt Wirtschaftswissenschaften. Seit Januar 2009 gehen beide getrennte Wege.
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Die WM-Partien in Südafrika werden in zehn Stadien ausgetragen: Zwei davon stehen in Johannesburg, die anderen in acht weiteren Gastgeberstädten.
Soccer City in Johannesburg: Nachdem das ursprüngliche Stadion abgerissen wurde, entsteht nun auf seinem Fundament eine neue, größere Arena. Hier wird das Finale der WM 2010 steigen, ...
... bei dem etwa 94.700 Fans dabei sein können.
Das zweite Stadion in Johannesburg ist Ellis Park. Es wurde 1928 zunächst als Rugbystadion erbaut, 1982 dann abgerissen und ausschließlich für Rugbyspiele wieder neu gebaut.
Nun wird es aber auch für die Fußball-WM genutzt. Nur kleine Umbauten waren nötig, so dass bereits beim Confed Cup im Juni 2008 Spiele dort ausgetragen werden konnten.
Bloemfontein ist die Hauptstadt der Provinz Freestate und die sechstgrößte Stadt Südafrikas. Die WM-Spiele werden hier im Free-State-Stadion stattfinden.
Die Zuschauer können sechs Spiele von etwa 48.000 Plätzen aus verfolgen.
Architekt Robert Hormes, Projektleiter für den Bau von Kapstadts WM-Stadion, auf der Baustelle. Er hat im Auftrag des deutschen Architekturbüros Von Gerkan, Marg und Partner wesentlichen Anteil ...
... an der Gestaltung der hochmodernen Sportarena, die in Kapstadts Vorort Green Point errichtet wird.
Die Fans werden dort nur wenige Meter vom Ozean entfernt sein, mit der eindrucksvollen Kulisse der Kapstädter Berge im Hintergrund.
Nach der Fertigstellung kann das Green-Point-Stadion rund 70.000 Fans beherbergen.
Das Nelson-Mandela-Bay-Stadion ist für 46.000 Zuschauer ausgelegt und steht in Port Elizabeth. Es verfügt über 150 VIP- und 60 Business-Logen.
Das moderne Stadion wurde ebenfalls unter Federführung des deutschen Architekturbüros gebaut.
Beim Errichten mussten besonders die Witterungsbedingungen der Gegend beachtet werden. Das Dach dient nicht nur dem Schutz vor Regen, ...
... sondern soll vor allem auch den häufig auftretenden Wind abhalten.
Diese Grafik von R&L Architects Interiors zeigt das Mbombela Stadion in Nelspruit.
Es liegt ca. 7 Kilometer vom Stadtzentrum und 12 Kilometer vom Flughafen Kruger-Mpumalanga entfernt.
Das Stadion hat seinen Namen von der Kommune, zu der auch die Stadt Nelspruit gehört. Mbombela bedeutet wörtlich "viele Menschen zusammen auf kleinem Raum".
Die Architekten haben die klassische Form eines abgerundeten Rechtecks gewählt, so dass allen Zuschauern beste Sicht garantiert ist.
Durban: Das Moses-Mabhida-Stadion wird an der Stelle errichtet, wo früher das inzwischen abgerissene King's-Park-Stadion stand.
Optisch wird es von zwei großen Stahlbögen geprägt, die das gesamte Stadiondach überspannen.
Mit seinen drei Rängen wird es Bestandteil des King-Park-Sportzentrums in Durban, in dem man auch Rugby oder Golf spielen kann.
Das Stadion wird nach der Fertigstellung eine Kapazität von mindestens 70.000 Plätzen haben. Damit ist es das zweitgrößte der fünf neu gebauten WM-Arenen.
Rustenburg: Der Royal Bafokeng Sports Palace wurde nach dem Volk der Bafokeng benannt, das im Gebiet rund um Rustenburg lebt.
Zur WM 2010 können hier rund 42.000 Ballhungrige Platz nehmen.
Das Peter-Mokaba-Stadion in Polokwane ist mit 45.000 Plätzen eine der kleineren Arenen, die für die Fußball-WM komplett modernisiert und ausgebaut werden. Benannt ist das Stadion nach dem bedeutenden afrikanischen Politiker Peter Mokaba.
Pretoria: Die offizielle Hauptstadt der Republik Südafrika empfängt zur WM 2010 Fußballanhänger aus aller Welt im Loftus-Versfeld-Stadion.
Es ist bereits erprobt in der Austragung wichtiger Sportveranstaltungen, denn ...
... es gehörte zu den vier Austragungsorte des Konföderationen-Pokals. Kapazität: 52.000 Plätze.
Obwohl noch nicht alle Stadien fertig sind: Nach Ansicht von FIFA-Präsident Sepp Blatter ist Südafrika ...
... technisch bereit für die WM. "Ich bin stolz - und auch Südafrika kann stolz darauf sein - dass die technischen Anlagen bereit sein werden; daran gibt es keinen Zweifel", sagte er in einem Interview des südafrikanischen Fernsehsenders SABC1.
Damit kann die Vorfreude auf Südafrikas Fußballfest ja weiter steigen.

Nach der Niederlage der ägyptischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Algerien haben in der Nacht zum Freitag rund 2500 wütende Fans vor der algerischen Botschaft in Kairo randaliert. Sie verbrannten algerische Fahnen und riefen "algerische Diplomaten raus aus Ägypten". Die Fußballfans warfen mit Steinen und brennenden Flaschen nach den Polizisten, als diese ihnen den Weg zu der Botschaft im Stadtteil Zamalek versperrten. Die Polizei schlug mit Knüppeln auf die Randalierer ein. Nach Angaben des Innenministeriums wurden elf Polizeioffiziere und 24 Zivilisten verletzt.

Die Schaufenster mehrerer umliegender Geschäfte gingen zu Bruch. Erst im Morgengrauen kehrte in dem Viertel wieder Ruhe ein, nachdem Anwohner die vorwiegend jungen Randalierer davon überzeugt hatten, "dass es doch nicht richtig ist, wenn sich die Ägypter untereinander prügeln". Am Freitagnachmittag versuchten erneut kleinere Gruppen von Demonstranten mit ägyptischen Fahnen, bis zu der algerischen Botschaft vorzudringen. Doch nach Angaben von Augenzeugen konnten sie den Ring, den die Polizei um das Gebiet gebildet hatte, nicht durchbrechen.

Ausschreitungen nach Spiel in Khartum

Auch die Jubelfeiern in Algerien wurden von tragischen Zwischenfällen überschattet. Die Feiernden trieben es auf den Straßen so wild, dass sich an vielen Orten Verkehrsunfälle ereigneten, bei denen insgesamt 14 Menschen starben. Mehr als 250 Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden mit. Algerien hatte Ägypten am Mittwoch im Relegationsspiel, das im Sudan ausgetragen wurde, mit 1:0 besiegt und sich damit für die Fußball-WM 2010 qualifiziert.

Nach Spielende schlugen algerische Fans in Khartum auf ägyptische Zuschauer ein. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kairo wurden dabei 21 Ägypter verletzt. Ein Demonstrant trug am Donnerstagabend vor der algerischen Botschaft in Kairo ein Schild mit der Aufschrift: "Wo ist das Recht und wo ist der Stolz der Ägypter?" Am vergangenen Wochenende war es bereits vor und nach dem Heimspiel Ägyptens gegen Algerien in Kairo zu Ausschreitungen gekommen, in deren Verlauf neben vielen Fußballfans auch einige algerische Spieler verletzt wurden. Mit dem 2:0 im letzten Gruppen- Spiel hatte Ägypten am Samstag das Entscheidungsmatch im Sudan erzwungen.

Ägypten zieht Botschafter zurück

Der Streit der Fußballfans, der von einigen Medien in beiden Staaten angeheizt worden war, hat inzwischen auch die Politik erfasst. Nach den Krawallen in Khartum berief das ägyptische Außenministerium am Donnerstag seinen Botschafter aus Algerien zu Konsultationen nach Kairo zurück. Algerien bedauerte diesen Schritt. Die Vorwürfe gegen algerische Fans beruhten auf falschen Informationen, hieß es bei der offiziellen algerischen Nachrichtenagentur APS. Sie dienten lediglich dazu, den verdienten Sieg zu schmälern.

Die Kairoer Tageszeitung "Al-Masry Al-Yom" berichtete am Freitag, der ägyptische Fußballverband wolle sich bei der FIFA über die Attacken gegen die Zuschauer in Khartum beschweren. Ägyptische Fußballfans riefen diejenigen Anhänger, die zu dem Spiel nach Khartum gereist waren auf, dem Verband Beweise vorzulegen. "Lasst uns dafür sorgen, dass Algerien disqualifiziert wird!", schrieb die Fangruppe der ägyptischen Nationalelf im sozialen Netzwerk Facebook.

(dpa, N24)

20.11.2009 17:07 Uhr

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