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Mappus zum CDU-Parteichef im Südwesten gewählt

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Mappus (l.) und Oettinger

Der 43-jährige Stefan Mappus ist neuer Vorsitzender der CDU in Baden-Württemberg. Auf dem Landesparteitag der Südwest-CDU in Friedrichshafen wählten die knapp 400 Delegierten Mappus mit einer Zustimmung von 92 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahl war nötig geworden, weil der jetzige Parteivorsitzende und Ministerpräsident Günther Oettinger auf Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) als EU-Kommissar nach Brüssel wechselt. Mappus soll im Januar Oettinger nachfolgen und als CDU-Spitzenkandidat die Partei in die Landtagswahlen 2011 führen.

Er kündigte an, die Interessen des Landes in Berlin stärker zu vertreten. "Nach 20 Jahren Aufbau Ost ist es Zeit für den Ausbau Südwest": Dafür werde er alles tun in Berlin, sagte Mappus. Überdies sei es sein "Ehrgeiz, im Land so schnell wie möglich zur Nullverschuldung zurückzukehren", sagte Mappus mit Blick auf die 2,5 Milliarden Schulden, die die Landesregieurng nach zwei Haushalten ohne Schulden für 2010 und 2011 nun aufnehmen muss.

Oettinger, der die Delegierten zuvor aufgefordert hatte, Mappus zu wählen, sagte: "Ich gebe den Parteivorsitz ab, weil er unvereinbar ist mit meiner neuen Aufgabe. Ich freue mich auf diese Aufgabe". Er wolle nun auch die Belange des Landes Baden-Württemberg in Europa einbringen.

Die Delegierten verabschiedeten Oettinger mit minutenlangem stehenden Applaus. Mappus bedankte sich im Namen der Partei bei Oettinger zudem mit 23 Wörterbüchern in allen EU-Amtssprachen als "praktisches Geschenk" für den künftigen EU-Kommissar.

(AFP)

20.11.2009 19:53 Uhr

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