Nach 25 Jahren

Oprah-Winfrey-Show wird eingestellt

Eine Ära geht zu Ende: Nach 25 Jahren wird die US-Sendung "The Oprah Winfrey Show" auslaufen. Die farbige Moderatorin lockte mit ihrer Talkshow Millionen Menschen vor den Bildschirm.

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Oprah Winfrey macht Schluss mit der Talkerei.
Sie hat es ganz nach oben geschafft: Oprah Winfrey ist eine Talkshow-Moderatorin mit Geschäftssinn und die erste Afroamerikanerin, die Milliardärin wurde.
Kein Wunder bei einem Jahreseinkommen von 275 Millionen Dollar (177 Millionen Euro).
Die verdient sie unter anderem mit ihrer "Oprah Winfrey Show" – die erfolgreichste Talkshow im amerikanischen Fernsehen. Außerdem hat sie einen 55 Millionen Dollar Deal mit "XM Satellite Radio".
Neben TV-Stars sind auch viele Sportler in der "Forbes"-Liste zu finden: Golfstar Tiger Woods belegt mit einem Jahreseinkommen von 115 Millionen Dollar den zweiten Platz.
Auf den Einkommensunterschied kann Tiger pfeifen. Sein Handycap interessiert so viele Menschen, dass er im Presse-Ranking den ersten Platz belegt.
Regelrecht bescheiden wirken die 14 Millionen Dollar Einnahmen für Angelina Jolie – die Dritte im Bunde.
Ihr Bonus: Männer wie Frauen wollen sie sich immer ...
... und immer ...
... und immer wieder ansehen.
Am liebsten im Internet: Die sexy Schauspielerin ist die Nummer 1 im Web-Ranking.
Internet-Freaks stehen auch auf Beyonce Knowles. Die Sängerin belegt im "Forbes"-Ranking den vierten Rang mit 80 Millionen Dollar Einnahmen.
David Beckham reiht sich hinter dem Ex-"Destiny’s Child"-Mitglied ein. Der Fußballstar verdient jährlich zwar "nur" 50 Millionen Dollar, …
… dafür reißt sich die Presse um das sportliche Sex-Symbol.
Ein Sex-Symbol mit intellektuellem Anspruch: Johnny Depp. Auf sein Konto fließen jährlich 72 Millionen Dollar.
Wegen seiner Scheu vor der Presse belegt der Pirat nur den sechsten Platz, aber genau das lieben die Fans an ihm.
Der Mann auf dem siebten Rang hat sich nicht nur die heißeste R&B-Sängerin geschnappt, US-Rapper und Musikproduzent Jay-Z streicht jährlich auch noch 82 Millionen Dollar ein.
Auf seinen HipHop und Beyonces Rhythmen fährt die Jugend voll ab. Sie sind die Idole der Internet-Generation. So schafft es Jay-Z auf einen Spitzenplatz im Web-Ranking.
Oldie but Goldie: "The Police" verdienen mit ihren alten Songs immer noch so viel wie der zweitplazierte Tiger Woods (115 Millionen Dollar). Die Herren haben sich aber längst hinter die Kulissen zurückgezogen.
Wenn sie keine Britin wäre, würde man sagen, sie hat sich den amerikanischen Traum erfüllt. J.K. Rowling lebte von Sozialhilfe – bis sie 1998 den ersten "Harry Potter"-Roman herausbrachte.
Jetzt nimmt die Schriftstellerin jährlich 300 Millionen Dollar ein, ist damit die Top-Verdienerin in der "Forbes"-Promi-Liste. Insgesamt belegt sie den neunten Rang.
Brad Pit in einem Tarantino-Film? Laut "Variety" haben die beiden Hollywood-Stars darüber gesprochen.
Mit dem mickrigen Gehalt hätte er es nie zum zehnteinfussreichsten Promi geschafft. Aber dem geballten Sexappeal von Brangelina kann sich kaum einer entziehen.
Vom "Prinz von Bel Air" zu einem der wichtigsten Stars der Welt: Will Smith landet auf dem elften Platz.
Er wollte mehr als nur Popmusiker sein. Deshalb erarbeitete sich Justin Timberlake einen Namen als Produzent.
Seine Musik ist zurzeit so angesagt, dass er im "Forbes"-Ranking die Nummer zwölf ist. Damit landet er noch vor Madonna (21. Platz, 40 Mio. Dollar), deren neue Platte er mitproduziert hat.
Madonna, Timberlake und Beckham verdienen zusammen nicht so viel wie Steven Spielberg allein (Platz 13). Sagenhafte 130 Millionen Dollar fließen in das Säckel des US-Regisseurs.
Dahinter landet Schauspielerin Cameron Diaz (50 Millionen Dollar).
Weniger Geld als Kollegin Oprah Winfrey, dafür scheinbar mehr Spaß hat David Letterman. Der Late-Night-Veteran belegt den 15. Platz.
Basketball gehört zu den Lieblingssportarten der US-Amerikaner. So ist es nicht verwunderlich, dass LeBron James zu den einflussreichsten Promis gehört. Platz 16 für den NBA-Star.
Jetzt ist die Familie vollständig: Jennifer Aniston landet ganze 14 Plätze hinter der Frau, die ihr Brad Pitt ausgespannt hat.
Damit steht die Schauspielerin zwischen zwei Basketballern. Naja, Michael Jordan wirft seit 2003 keine Körbe mehr. Aber als Rentner verdient er immer noch so viel wie der berufstätige David Letterman (45 Millionen Dollar).
An diesem Verdienst arbeitet Kobe Bryant noch. Immerhin hat er schon NBA-Star LeBron James überholt. Bryant verdient eine Million Dollar mehr (39 Mio. Dollar), landet aber nur auf Platz 19. Ihm fehlt wohl ein guter PR-Manager.
Der zweite Golfstar nach Tiger Woods belegt den 20. Platz: Phil Mickelson.
Madonna ist schon ein Star (21. Platz), Simon Cowell macht angeblich Stars. Der Mann auf Platz 22 sitzt in der Jury der Castingshows "American Idol", "Britain’s Got Talent" und "The X Factor", dem Nachfolger von "Pop Idol".
Ihm gebürt nur ein Spitzenplatz und zwar der in der Tennis-Weltrangliste: Roger Federer landet im "Forbes"-Ranking auf dem 23. Rang.
Wer 34 Millionen Dollar jährlich verdienen will, muss auch mal leiden. Ohne sein hartes Training hätte Baseball-Star Alex Rodriguez nicht so viele Home Runs geschlagen. Platz 24.
Der letzte, der im "Forbes"-Ranking erwähnt wird, hat gut lachen: Comedian und Autor Jerry Seinfeld (25. Platz).
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Platz 1 der reichsten Promis unter 30 geht laut Forbes an die 27-jährige Beyonce Knowles. Die Ex-"Destiny's Child"-Sängerin betreibt ihre Solokarriere mit vollem Erfolg. Mit 87 Millionen Dollar im Jahr 2008 ist sie die eindeutige Topverdienerin.
Fast die Hälfte weniger als Beyonce hat der 29-jährige Kimi Räikkönen 2008 eingenommen. Über 45 Millionen Dollar Jahreseinkommen dürfte sich der Formel-1 Weltmeister von 2007 trotzdem sehr freuen. Und über Platz 2 im Forbes-Ranking auch.
Platz 3 geht an den 24-jährigen James LeBron. Hierzulande nicht ganz so bekannt, ist er in Amerika ein absoluter Megastar. Der Ausnahmesportler spielt Basketball für den NBA-Club Cleveland Cavaliers und verdiente damit circa 40 Millionen Dollar.
Lange machte man sich um ihre Karriere große Sorgen, doch Britney Spears hat sich gefangen - und wie! Die 27 Jahre alte Sängerin ist derzeit mit ihrem "Circus"-Album erfolgreich auf Tour. 35 Millionen Dollar Jahresverdienst bescheren ihr Platz 4.
33 Millionen Dollar Einkommen pro Jahr machen den Tennis-Profi Roger Federer zum Fünftplatzierten in der Forbes-Liste. Bei der Tennis-Weltrangliste der ATP steht er indes aktuell auf Platz 1.
Und noch ein Sportler: Platz 6 geht an den brasilianischen Fußballstar Ronaldinho. Der Mittelfeldspieler des AC Mailands verdiente 2008 30 Millionen Dollar.
Teeniestar Miley Cyrus ist das Küken unter den Topverdienern unter 30. Dank ihrer Rolle als "Hannah Montana" nahm die 16-jährige Schauspielerin und Sängerin im vergangenen Jahr 25 Millionen Dollar ein und landet somit auf Platz 7. Den Erfolg ...
... reicht sie weiter an die Jonas-Brothers: Die Sänger hatten einen Gastauftritt in der Sendung "Hannah Montana" und waren die Vorband von Miley Cyrus auf ihrer Tour. Der Lohn: Rund 25 Millionen Dollar im Jahr und somit Platz 8 auf der Liste.
Megaverdienst und Platz 9 ganz ohne Zauberei. Circa 25 Millionen Dollar scheffelte der "Harry Potter"-Darsteller Daniel Radcliffe 2008 auf sein Konto.
In den Listen der bestverdienenden Models der Welt ist Gisèle Bündchen regelmäßig ganz vorne zu finden. Als Einzige aus ihrer Branche hat sie es mit 24 Millionen Dollar im Jahr 2008 in diese hier geschafft, und zwar auf Platz 10.
Dass sich Schönheit nicht nur auf dem Tennisplatz auszahlt, ist spätestens seit Anna Kurnikowa bekannt. Die Tennisspielerin Maria Sharapova tritt in ihre Fußstapfen und verdient auch dank Werbeverträgen 22 Millionen Dollar im Jahr. Platz 11!
Platz 12 geht an die Country-Popsängerin Taylor Swift. Mit noch nicht einmal 20 Jahren konnte sie im vergangenen Jahr 18 Millionen Dollar einnehmen. Und dabei steht sie wie eigentlich alle Topverdiener unter 30 erst am Anfang ihrer Karriere!

Die US-Talksendung "The Oprah Winfrey Show" wird nach einem Vierteljahrhundert 2011 eingestellt, wie die Produktionsfirma Harpo bekanntgab. Damit geht eine Ära zu Ende: Seit 1985 leitete die farbige Moderatorin die nach ihr benannte Sendung und machte sie zur erfolgreichsten Talkshow im Land. Ein Großteil der amerikanischen Politiker und Prominenten ließen sich von ihr befragen, die von ihr gesetzten Themen wurden regelmäßig zum Tagesgespräch.

Als Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt wurde, moderierte sie mit Tränen in den Augen. Auch über ihren eigenen Kampf gegen das Übergewicht sprach sie offen in ihrer Show. Ihre 24. Saison eröffnete sie in diesem Jahr mit einem Straßenfest und einem Auftritt der Black Eyed Peas in der Innenstadt von Chicago, zu dem mehr als 20.000 Fans kamen. Seither folgten unter anderem Interviews mit den Boxlegenden Mike Tyson und Evander Holyfield, der Sängerin Whitney Houston und in dieser Woche mit der Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin und Bestsellerautorin Sarah Palin.

1986 gab der Entertainer und Pianist Liberace Winfrey sechs Wochen vor seinem Tod das letzte Fernsehinterview. 1993 enthüllte Michael Jackson in Winfreys Show, dass er an einer Krankheit leide, die seine Haut immer heller werden lasse. Und Schauspieler Tom Cruise erklärte 2005 in der Sendung öffentlich seine Liebe zu Katie Holmes und sprang dazu auf Winfreys Couch. In einer Show 2004 erhielten jeder der fast 300 Zuschauer im Fernsehstudio ein neues Auto als Geschenk. Der Gag kostete Winfrey sieben Millionen Dollar und steigerte ihre Popularität weiter.

Das Wirtschaftsmagazin "Forbes" bezifferte das Vermögen der 55-Jährigen in diesem Jahr auf 2,7 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro), auf die Liste der Milliardäre kam sie 2003 als erste schwarze Frau. Auf der "Forbes"-Liste der einflussreichsten Prominenten rutschte sie in diesem Jahr nach Angelina Jolie auf Platz zwei. Dabei blieb sie aber mit 275 Millionen Dollar Einkommen die Spitzenverdienerin. Mit ihrer erfolgreichen Show im Rücken gründete Winfrey weitere Unternehmen wie das Magazin "O", die siebterfolgreichste US-Zeitschrift in der ersten Hälfte 2009. Vor zwei Jahren gründete sie in Südafrika für 40 Millionen Dollar eine Akademie für Mädchen.

"Ich kam aus dem Nichts", schrieb Winfrey 1998 in dem Buch "Journey to Beloved". "Keine Macht. Kein Geld. Nicht einmal meine Gedanken waren meine eigenen. Ich hatte keinen freien Willen. Keine Stimme. Jetzt habe ich die Freiheit, die Macht und den Willen, jeden Tag zu Millionen Menschen zu sprechen." Die vom Sender CBS verbreitete Show ist weltweit in 145 Ländern zu sehen, allein in den USA hat sie wöchentlich schätzungsweise 42 Millionen Zuschauer.

In der Freitagsausgabe (Ortszeit) ihrer Sendung wollte Winfrey das Ende ihrer Show selbst ankündigen. Allgemein wird erwartet, dass die Moderatorin eine neue Talkshow im Sender OWN startet, dem Oprah Winfrey Network. Das Joint-Venture-Unternehmen mit Discovery Communications soll 2011 an den Start gehen.

(Caryn Rousseau, AP, N24)

20.11.2009 10:12 Uhr

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