Volkswagen kann Porsche übernehmen

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Volkswagen kann Porsche übernehmen
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Der Weg für die Übernahme des Sportwagenbauers Porsche durch Volkswagen ist frei. In der Nacht zum Freitag stimmte zunächst der VW-Aufsichtsrat dem Vertragswerk zu, am Freitagabend dann auch das Kontrollgremium von Porsche, wie die Unternehmen mitteilten. Porsche wird damit die zehnte Marke im Volkswagen-Konzern. VW übernimmt zudem den Autozulieferer Karmann aus Osnabrück und will in den kommenden drei Jahren insgesamt knapp 26 Milliarden Euro investieren.

Das Vertragswerk regelt organisatorische, strukturelle und rechtliche Einzelheiten des Zusammenschlusses von VW und Porsche. Volkswagen plant den Kauf von 49,9 Prozent der Porsche-Anteile in Höhe von 3,9 Milliarden Euro noch vor Jahresende. Die komplette Übernahme soll bis 2011 abgeschlossen sein.

Die beiden Autokonzerne hatten sich Mitte August nach einem zähen Machtkampf auf eine Verschmelzung geeinigt. Porsche hatte sich bei der zuvor geplanten Übernahme von VW übernommen und war in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die beiden Autobauer sind durch ihre Aktionäre eng miteinander verbunden.

Der VW-Aufsichtsrat stimmte auch dem Kauf der Maschinen, Anlagen und Grundstücke von Karmann am Firmensitz Osnabrück zu. VW will 2011 mit der Produktion von Fahrzeugen in Osnabrück beginnen. Dazu will der Konzern bereits in den kommenden Wochen eine neue Tochtergesellschaft gründen und ein neues Fahrzeug planen.

VW will in Osnabrück bis 2014 über 1000 Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen signalisierte, die momentane Belegschaft von Karmann und auch frühere Mitarbeiter beschäftigen zu wollen. Die Mitarbeiter "verfügen über langjährige Erfahrung in der Produktion von Kleinserienmodellen, auf die entsprechend des Bedarfs zurückgegriffen werden soll".

Karmann hatte im April Insolvenz angemeldet. Der Zulieferer beschäftigt noch 800 Mitarbeiter. Im Juni rollte bei Karmann das letzte komplette Auto vom Band. Das Unternehmen baute in der Vergangenheit für große Autokonzerne Fahrzeuge in Kleinserie. Berühmt wurde Karmann in den Nachkriegsjahrzehnten unter anderem durch das Kultauto Karmann Ghia und die Produktion des VW-Käfer Cabrio.

(AFP)

20.11.2009 19:15 Uhr

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