Viele Fragen noch offen

US-Armee untersucht Fort-Hood-Morde

Bei seinem Amoklauf auf dem US-Stützpunkt Fort Hood hat Nidal Malik Hasan 13 Menschen getötet. Der Militärpsychiater ist deshalb wegen mehrfachen Mordes angeklagt. Noch viele Fragen sind ungeklärt.

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Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Die letzten Erinnerungsstücke an den Amokschützen von Fort Hood an seinem Arbeitsplatz.
Video: Blutbad in Fort Hood - Mahnwache für die Opfer
Video: Amoklauf in USA - Zwölf Tote auf US-Militärbasis Fort Hood
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Gräueltat in Winnenden: Ein ehemaliger Schüler der Albertville-Realschule erschoss am 11. März 2009 15 Menschen, anschließend sich selbst. Er sei ein Angeber gewesen, sagen manche. Andere beschreiben ihn als Einzelgänger.
Die Polizei war zwar sofort am Ort des Geschehens, für die Opfer jedoch kam jede Hilfe zu spät.
Mitschüler legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Sie entgingen nur knapp den tödlichen Schüssen des Amokläufers, dessen Familie …
… von Augenzeugen als "sympathisch" beschrieben wurde.
Andere versuchten ihren Schmerz über diese Tragödie in Worte zu fassen und berichteten von den tragischen Zuständen.
Für diejenigen, denen es sehr schwer fiel mit den Verlusten umzugehen, standen Notfallseelsorger bereit.
In diesem Haus wohnte der Täter. Seine Eltern sollen legal ein ungesichertes Waffenarsenal zu Hause gehabt haben.
Eine der Waffen fehlte bei der Durchsuchung des Hauses. Ob der Vater des Täters dafür in Haft muss, ist noch unklar.
Ein großer Schock für die Angehörigen der Opfer. Aber auch Mitschüler und deren Eltern waren fassungslos.
Die schrecklichen Spuren des Amoklaufes: Abgedeckte Leichen liegen auf dem Rasen vor dem Schulgebäude und …
… die Polizei begann mit dem Sammeln von Spuren. Vom Täter fehlte zu der Zeit, zu der dieses Foto entstand, noch jede Spur.
Währenddessen suchte das Spezialeinsatzkommando der Polizei den Täter. Dieser erschoss auf der Flucht noch einen Mitarbeiter der nahegelegenen Psychiatrie und ...
… zwang einen Autofahrer dazu, ihn einsteigen zu lassen. Nachdem er als nächstes in einem VW-Autohaus seine zwei nächsten Opfer erschoss, kam er selbst ums Leben.
Er schoss auf alles was ihm vor die Augen kam. Kamerateams versuchten, die schrecklichen Geschehnisse …
… in Bildern festzuhalten.
Auch ein Jahr nach der Tat fragt sich Winnenden, Politik und Gesellschaft: Was trieb den Jugendlichen dazu, ...
… so grausam mit seinen Mitmenschen abzurechnen?
Die Reflexe waren die bekannten: Killerspiele, die Tim K. gespielt haben soll, wurden verantwortlich gemacht. Auch ...
... das Waffenrecht kam auf den Prüfstand. Einige Änderungen hat es gegeben, doch ...
... vielen waren die Konsequenzen nicht weitreichend genug.
Und an der Albertville-Schule selbst? Die Realschule blieb zunächst geschlossen. Sie soll nun von Grund auf renoviert werden. Der Unterricht findet bis auf Weiteres in Containern nahe der Schule statt.
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Wieder ein Amoklauf an einer deutschen Schule: Ein ...
... 18-Jähriger stürmte im mittelfränkischen Ansbach in sein Gymnasium, ...
... warf einen Molotow-Cocktail auf seine Mitschüler und verletzte diese zudem mit einer Axt.
Neun Menschen wurden verwundet, eine der Schülerinnen ...
... schwer. Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU, l.) ist vor Ort. Der Schulleiter des Carolinum-Gymnasiums, Franz Stark (r.), reagiert geschockt.
Auch der von Polizisten mit Schüssen aus einer Maschinenpistole ...
... getroffene Täter erlitt schwere Verletzungen.
Der 18-Jährige, der in die 13. Klasse des Gymnasiums ging, wurde festgenommen.
Sein Motiv war zunächst unklar.

Nach dem Amoklauf eines muslimischen Militärpsychiaters mit 13 Toten fahndet die US-Armee nach möglichen Sicherheitslücken. Das Massaker des 39-jährigen Majors Nidal Malik Hasan in Fort Hood "wirft zahlreiche Besorgnis erregende Fragen auf", sagte Verteidigungsminister Robert Gates. Ziel der Untersuchung  sei es, "ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern". Im Kern gehe darum, wie Soldaten identifiziert werden können, die eine Gefahr für ihre Kameraden darstellen.

Die auf drei Monate angelegte interne Untersuchung werde von Ex-Navy-Chef, Admiral Vernon Clark, und dem ehemaligen Armee-Sekretär Togo West geleitet. Eine weitere, längerfristige Studie solle die Behandlung von Soldaten durchleuchten, die psychisch angeschlagen von Einsätzen zurückkehren.

Hasan hatte vor zwei Wochen auf dem texanischen Militärstützpunkt Fort Hood zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie 42 Menschen verletzt. Über Hasans Motiv herrscht nach wie vor Unklarheit.

Medienberichten zufolge hatte Hasan Kontakte zu einem radikalen Iman gehabt und sich negativ über die Kriege im Irak und Afghanistan geäußert. Zudem habe er die Behandlung von Muslimen in der US-Armee kritisiert. Dennoch hätten Geheimdienste und Armee ihn nach einer Überprüfung als harmlos eingestuft. Zudem hätten seine Vorgesetzten Hinweise gehabt, dass Hasan unter Stress gestanden und seine Arbeit ihn überfordert habe, hieß es in Medienberichten.

Der Major wurde bei dem Amoklauf von der Polizei mit mehreren Schüssen außer Gefecht gesetzt. Er wurde unterdessen wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes angeklagt.

(dpa, N24)

20.11.2009 12:39 Uhr

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