Das Gehirn schläft nie. Das hat eine neue Studie wieder bewiesen. Aber noch wichtiger: Tiefschlaf ist besonders wichtig. Akustische Signale unterstützen dann nämlich das Speichern von Erinnerungen.
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Lernen im Schlaf - das wäre nicht nur ein Traum für Schüler und Studenten. Bekanntermaßen speichert das Gehirn beim Schlafen Erinnerungen im Gedächtnis. Dieses Abspeichern vorher erlernter Informationen lässt sich einer Studie zufolge durch akustische Signale gezielt verstärken. Dabei spielt - im Gegensatz zur bisherigen Lehrmeinung - der Tiefschlaf offenbar eine wesentlich wichtigere Rolle als der Traumschlaf. In einem Versuch sahen zwölf Probanden auf einem Monitor 50 Bildchen, von denen jedes stets an gleicher Stelle des Bildschirms aufleuchtete und mit einem passenden Laut unterlegt war, etwa die Abbildung einer Katze mit einem "Miau". Die Teilnehmer sollten sich für jedes Bild den zugehörigen Ort auf dem Monitor einprägen.
Nach 45 Minuten durfte sich jeder Proband in einen dunklen Raum zurückziehen. Schlummerte der Proband dort ein, spielten die Forscher ihm leise die Geräusche von 25 Abbildungen vor - wobei die Person nicht aufwachte und die Töne nicht bewusst wahrnahm. Nach dem Nickerchen konnten die Personen jene Bilder besser räumlich zuordnen, deren Geräusche sie im Schlaf gehört hatten. Und sie schnitten auch besser ab als eine Kontrollgruppe, die zwischenzeitlich nur geruht, aber nicht geschlafen hatte, wie die Forscher der Northwestern Universität im Magazin "Science" schreiben.
Demnach ist das Gehirn während des Schlafs hellwach und verarbeitet die vorher wahrgenommenen Eindrücke unter Berücksichtigung äußerer Signale. Dabei spielt scheinbar gerade der Tiefschlaf eine entscheidende Rolle. "Die Studie weckt den starken Verdacht, dass wir im Tiefschlaf nicht einfach den Geist abschalten", sagt der Neurowissenschaftler John Rudoy.