Studiengebühren angehoben
Studentenproteste in Kalifornien
Berkeley ist eine der besten Universitäten der Welt. Jetzt ist sie zum Mittelpunkt von Studentenprotesten geworden. Grund ist die massive Anhebung der Studiengebühren in Kalifornien.
Tausende Studenten haben in Kalifornien gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren an den staatlichen Universitäten protestiert. Sie besetzten am Freitag ein Gebäude der berühmten University of California in Berkeley, die Polizei nahm drei Demonstranten fest. Die Universitäten hatten die massive Erhöhung der Studiengebühren am Donnerstag beschlossen und mit der Kürzung öffentlicher Mittel begründet.
Hunderte Demonstranten versammelten sich vor der Englisch-Fakultät von Berkeley, eine Gruppe Studenten verbarrikadierte sich in dem Gebäude der nahe San Francisco gelegenen Universität. Die Polizei umstellte die Fakultät, die in dem Gebäude geplanten Lehrveranstaltungen wurden abgesagt. Die University of California hat im ganzen Bundesstaat mehrere Standorte.
Dozent und Studenten verhaftet
In Los Angeles hatten am Donnerstag bereits 2000 Studenten protestiert; mehr als 50 Studenten und mindestens ein Dozent wurden auf dem Campus der staatlichen Universität in Davis festgenommen. Auch auf dem Campus der Uni in Santa Cruz gab es Proteste, dort besetzten etwa 200 Studenten das Verwaltungsgebäude. Die jährlichen Studiengebühren sollen in Kalifornien ab Januar um ein Drittel steigen.
Studiengebühren steigen um 2500 Dollar
Damit erhöhen sich die jährlichen Kosten an den staatlichen Einrichtungen von derzeit rund 7800 Dollar (5270 Euro) auf 10.300 Dollar (6960 Euro). Aufgrund der Haushaltskrise in Kalifornien wurden die öffentlichen Mittel drastisch gekürzt, unter anderem in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Kaliforniens Haushaltsdefizit beläuft sich auf fast 21 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro). Berkeley gilt als eine der besten Universitäten der Welt; aus ihr sind 21 Nobelpreisträger hervorgegangen. In den 60er Jahren war Berkeley der Ausgangspunkt der Studentenproteste gegen den Vietnam-Krieg.
(AFP, N24)
21.11.2009 14:39 Uhr






