Aus mehr wird weniger
Verbraucher-Einkommen sinkt
Zwar wird das Einkommen der Bundesbürger im kommenden Jahr etwas ansteigen, die zunehmende Inflation hemmt aber die Kaufkraft. Da kann auch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht gegensteuern.
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Aus mehr mach weniger: Trotz steigendem Einkommen soll 2010 die Kaufkraft der Deutschen sinken.
Wie viel wissen Sie über die Produkte, die Sie konsumieren? Was ist schädlich? Worauf muss man achten? Wer zum Besipiel auf seine tägliche Dosis Pestizide verzichten möchte, ...
... der greift im Supermarkt besser nicht bei den Kirschen zu. Laut einer neuen Greenpeace-Untersuchung weisen die Früchte aus Spanien und Frankreich bedenklich hohe Rückstände auf. Die weniger schädliche Alternative sind ...
... Erdbeeren. Doch wer sich nun denkt, Ach, püriert schmecken die doch viel besser, sei gewarnt. Die im Supermarkt erhältlichen Smoothies sind zwar Trend, allerdings nicht immer unbedenklich.
Stiftung Warentest hat nämlich 27 Produkte untersucht. Darunter auch der Chiquita Mango-Passionsfrucht Smoothie (Bild). Testresultat: "mangelhaft".
"Sehr gut" dagegen schnitt mit zum Beispiel der Frucht Smoothie der Marke Mövenpick ab.
Auch anderen Irrtümern wollen wir ein Ende bereiten: So sind Kartoffeln als Dickmacher verschrien - fälschlicherweise. Im Erdapfel stecken gerade mal 70 kcal je 100 gramm.
Auch glauben, laut einer Studie der Zeitschrift "Für Sie", 60 Prozent der Befragten Traubenfruchtzucker oder Honig seien gesünder als herkömmlicher Zucker: Ebenfalls falsch!
A propos Honig: Ein trauriges Ergebnis hatte die Zeitschrift Ökotest zu verkünden: der beliebte "Langnese Sommerblütenhonig Feine Auslese" erhielt das Prädikat "mangelhaft", nachdem Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen in ihm gefunden wurden.
Aber es gibt auch erfreuliche Testurteile der Zeitschrift: So erhielt Ferreros "Nutella" zum wiederholten Mal das Siegel "sehr gut". Ebenso wie ...
... die Nuss Nougat Creme der Marke Alnatura.
Auffällig oft sind die Produkte der Biomarke ...
... in der "gut"- oder sogar "sehr gut"-Spalte zu finden. Da lohnt es sich also auch bei ...
... dem Balsamessig der Marke zuzugreifen. Auch dieses Produkt gehört zu den Produkten, die als empfehlenswert beurteilt wurden und günstig sind.
Bei den Olivenölen stellte sich das als schwieriger heraus. Hier erklärte die Stiftung Warentest, die Produkte wären oft überlagert gewesen, und die "sehr guten" Öle, wie das Bio-Öl Neuco, wären erst ab einem Wert von 17,60 Euro pro Liter zu haben.
Bei dem bei den deutschen so beliebten Vanilleeis ein ebenso ernüchterndes Urteil: Stiftung Warentest vergab in einem Test von 22 Produkten gleich neunmal die Note "mangelhaft". Darunter das Vanilleeis der Marke ...
Landliebe. Das Hauptmanko bei der beliebtesten Eissorte sei die fehlende Vanille. Die Stiftung Warentest vermutet Sparsamkeit als Grund, da die Rohstoffpreise echter Vanille extrem schwankend sind.
Die These unterstützt auch die Preisklasse des Testsiegers. Haägen Dasz Vanilla ist das beste Eis laut Test und mit elf Euro pro Liter auch das teuerste.
Allerdings heißt "teuer" nicht gleich "bessere Qualität". Zwar wird die Marke Actimel mit "sehr gut" bewertet, jedoch wird es hier als nur als "genau so gut" wie ein normaler Naturjoghurt beschrieben. Hier handelt es sich um ein falsches Werbeversprechen.
Außerdem wird vor ihm gewarnt: "Vorsicht Zuckerbombe!". Weniger süß und ebenfalls "sehr gut": die Bio-Joghurts von Alnatura und Söbbeke.
Und für die, die in ihr Joghurt gern ein paar Cornflakes schütten: Hier kann man unbesorgt sein laut Ökotest. Im Test schnitten acht Cornflakes mit "sehr gut" ab, weitere acht mit "gut". Lediglich ein Produkt ist "befriedigend".
Auch bei der Deutschen Markenbutter nahezu durchweg "sehr gute" Ergebnisse. Nur ein Produkt erhält nur ein "befriedigend" von den Testern: die Landliebe Butter - und das trotz ihres hohen Preises mit 1,25 Euro.
Die untersuchten Kräuterfrischkäse können sich sehen lassen. Bis auf eine Ausnahme sind alle "sehr gut" oder "gut". Schade, dass gerade die beliebte Topmarke Philadelphia Kräuter mit dem Gesamturteil "befriedigend" das Schlusslicht im Test ist.
Einfacher gehts nicht: Packung auf und ab in den Ofen. Mit der Qualität scheint es schwieriger. Von 18 Pizzen sind nur drei "gut" laut Stiftung Warentest. Eine davon die "Ristorante Pizza Speziale" von Dr Oekter.
Wo wir schon gerade beim Fastfood sind: Bei den Chips sieht es ähnlich aus. Die Hälfte der getesteten Produkte steckt so voller Schadstoffe, dass sie nur noch ein "ungenügend" bekommen. Dagegen kommen die Kettle Chips Cheeses & Onion und ...
... die Funny Frisch Chipsfrisch Ungarisch ohne aus.
Erfrischend, spritzig, frisch - das beliebte Krombacher Radler ist unter den deutschen Radler-Marken die Nummer eins. Das ergab eine Untersuchung des Magazins "Ökotest".
Und wer zu seinem kühlen Radler auch gern ein Würstchen verzehrt, kann bei den 13 "sehr guten" Würstchensorten ohne Bedenken das ein oder andere in die Pfanne hauen. Die restlichen vier sind "gut".
Zum Würstchen muss auf jeden Fall ein ordentlicher Klecks "Delikatess-Senf mittelscharf" von Netto Marken-Discount. Dieser erhält von "Ökotest" die Bestnote "sehr gut".
Egal ob Pommes, Würstchen oder Gegrilltes - mit Ketchup schmeckt’s einfach besser. Von "Ökotest" empfohlen werden nur wenige. Einer davon "Heinz Tomato Ketchup".
Zum Komplettieren der Grillparty fehlt nur noch eins: die Aufbackbrötchen. Erstaunlich: 13 Produkte, 13 Mal "sehr gut" - an Aufbackbrötchen haben die Tester nichts auszusetzen.
Mancher Kaffee schmeckt nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest "modrig-muffig" oder nach "feuchter Pappe".
Die Mischungen Tchibo Gran Cafe (Bild), Tip Gold von Metro und A&P von Kaiser's Tengelmann schnitten am schlechtesten mit der Note "mangelhaft" ab. Dagegen ...
... erhielten Bellarom Gold von Lidl (Bild) und Markus Gold von Aldi Nord die Bestnote "gut". Diese waren auch die preisgünstigsten im Test und kosten jeweils 2,49 Euro für 500 Gramm.
Zum Schluss noch ein letzter Tip: Viele Suppen aus dem Gefrierfach kommen ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe aus. Also, ein Blick ins Kühlregal lohnt sich.
"Was auch immer geschieht, die Party ...
... ist vorbei." Der Chef des Münchener Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, ...
... Hans-Werner Sinn, sagte das in einem Bericht zur Wirtschaftslage am 18. März 2008.
"Wir müssen damit rechnen, dass das kommende Jahr, zumindest in den ersten Monaten, ein Jahr schlechter Nachrichten wird." (Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Interview der "Welt am Sonntag" vom 23. November.)
"Wir nähern uns einem Abgrund, von dem wir nicht wissen, wie tief er ist." (Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am 26. November über die wirtschaftliche Entwicklung.)
"Entweder wir schwimmen gemeinsam oder wir gehen gemeinsam unter." (EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso über die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns gegen die Finanzkrise am 29. Oktober.)
"Wenn Sie alle Risiken vermeiden wollen, haben Sie bald keine Risiken mehr zu vermeiden, weil Sie nicht mehr im Geschäft sind." (Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann)
"Ich glaube, keine andere Phase der Weltwirtschaft war ähnlich gefährlich wie das, was wir hier erleben." (ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über die internationale Finanzkrise am 9. September.) (Archivbild aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929)
"Die Welt wird nicht mehr so sein wie vor der Krise." (Finanzminister Peer Steinbrück am 25. September.)
"Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss." (Bundespräsident Horst Köhler am 14. Mai)
"An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins - und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten." (Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am 28. Januar zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten.)
"Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind." (Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 5. Oktober.)
"Ja, die Bundesrepublik Deutschland ist in einer Rezession." (Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) im Bundestag am 25. November.)
"Einen deutschen Fall Lehman darf und wird es nicht geben." (Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, am 17. November.)
"Wenn einer am Ertrinken ist, können Sie auch nicht lange diskutieren, ob sie ihn mit dem Schlauch- oder dem Motorboot retten." (Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm im Rundfunksender hr- iNFO über staatliche Hilfe für den Autobauer Opel am 17.
"Der Kurs ist klar, Daimler gibt Gas." (Daimler-Chef Dieter Zetsche am 14. Februar zur Entwicklung des Autobauers.) ...
... "Es fällt derzeit schwer, Prognosen für den Rest der Woche, des Monats oder des Jahres abzugeben. Unsere Branche steht am Scheideweg." (Daimler-Chef Dieter Zetsche am 20. November zur Entwicklung des Autobauers.)
"Wir fahren klar auf Sicht." (Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf dem Autosalon in Paris am 2. Oktober.)
"In meinen 27 Jahren im Geschäft habe ich so etwas noch nie erlebt. Es war, als hätte jemand das Licht ausgeknipst." (Der US-Vertriebschef von General Motors, Mark LaNeve, zum Autoabsatz in Amerika im Oktober am 3. November.)
"Bereinigt um den Anstieg der Einwohnerzahl war es der schlimmste Monat seit dem Zweiten Weltkrieg." (Der Absatz-Analyst von General Motors, Michael DiGiovanni, zur Entwicklung des US-Automarktes im Oktober am 3. November.)
"Ich bin hier vom Saulus zum Paulus geworden", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Mitte November angesichte der Übertreibungen an den Börsen über das Eingreifen von Aufsichtsbehörden in die Märkte.
"Schwarze Montage waren einmal ein Jahrzehnt-Ereignis - jetzt kommen sie regelmäßiger als die Busse in London." (Ein Londoner Börsenhändler zum Kurseinbruch am Aktienmarkt am 6. Oktober, einem Montag.)
"Aber bis heute von einer Kreditklemme in Deutschland zu sprechen, ist absolut falsch und führt auch zu einer ganz gefährlichen Diskussion." (Josef Ackermann, Deutsche-Bank-Chef, im Dezember)
Das verfügbare Einkommen der Bundesbürger wird im kommenden Jahr real um ein halbes Prozent sinken. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Berechnung der Bank UniCredit für die Tageszeitung "Die Welt".
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In diesem Jahr betrage das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nach den Berechnungen der Bank rund 1,6 Billionen Euro. Im kommenden Jahr werde das verfügbare Einkommen sogar ein wenig höher sein, wegen der höheren Inflation werde es aber real sinken.
Daran können nach Ansicht der Volkswirte von Unicredit auch die geplanten Entlastungen der Bundesregierung wenig ändern: "Die kommenden Entlastungen aus dem Fiskalprogramm und dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz dürften 2010 nicht mehr ausreichen, um das verfügbare Einkommen weiter ansteigen zu lassen" sagt Alexander Koch, Deutschland-Volkswirt von UniCredi. "Auch die Rentner werden dann nächsten Juli keine Erhöhung wie in diesem Jahr bekommen. Eine Nullrunde gilt als sicher", sagte er weiter.
Im vergangenen Jahr verfügten die deutschen Verbraucher über 1,588 Billionen Euro. Zum verfügbaren Einkommen gehören nicht nur Löhne und andere Einkünfte, sondern auch Sozialtransfers.
(AP, N24)
23.11.2009 19:23 Uhr
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