"Harmonie-Welt"

China plant biblisches "Disneyland"

Achterbahn in Noahs Arche? Nachdem Sittenwächter Pläne für ein "Eros-Land" durchkreuzt haben, soll im Norden Chinas für rund 440 Millionen Euro ein gänzlich keuscher Vergnügungspark entstehen.

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Christentum auf dem Vormarsch: Mehr als eine Million Christen leben in der Volksrepublik China.
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Militärshow der Superlative: Mit einer gigantischen Propaganda-Veranstaltung feiert die Volksrepublik China ihr 60-jähriges Bestehen.
Die Staatsführung im Reich der Mitte hat zu den offiziellen Feierlichkeiten ...
... rund 100.000 Soldaten in Peking zusammengezogen, von denen 8.000 ...
... bei einer Parade die militärische Stärke des Landes demonstrieren sollen. Und so ...
... marschieren mehr als zwei Stunden lang Uniformierte im Stechschritt über den Platz des Himmlischen Friedens: Truppen in Kampfmontur ebenso wie ...
... Frauen in Rot. Garniert wird das Ganze mit ...
... der neuesten Militärtechnik, die China zu bieten hat.
Panzer, ...
... verschiedene ...
... Raketenfahrzeuge und ...
... nuklear bestückbare Interkontinentalraketen.
Chinas Staatspräsident Hu Jintao nimmt die Parade stehend in seiner Staatskarosse ab - ein Fahrzeug des chinesischen Typs "Rote Fahne" im Übrigen.
Und so werden er und die geladenen Festgäste mit Wohlwollen das imposante ...
... Muskelspiel zur Kenntnis genommen haben. Weithin zu sehen ist auch ...
... die Flugshow, die die Parade begleitet. Um zu gewährleisten, dass diese auch gut zu sehen ist, hat ...
... China sogar am Wetter geschraubt. Zuvor ist mit Hilfe von Chemikalien für kräftigen Regen gesorgt worden, um die Luft zu reinigen und vor unliebsamen Wetterkapriolen zu bewahren. An die martialische Schau ...
... schließt sich ein ziviler Festzug an.
Mit knalligen Farben und dem ...
... erneuten Aufwand von gigantischen Menschenmassen ...
... rücken die Akteure die Volksrepublik in das nach Sicht der Staatsführung richtige Licht. Und so werden neben ...
... dem Staatspräsidenten - der im traditionellen Mao-Gewand erscheint - auch die vermeintlichen ...
... gesellschaftlichen Errungenschaften Chinas gewürdigt.
An diesem Teil der Festivitäten beteiligen sich dann noch einmal rund 200.000 Menschen. Und sie erinnern an die ...
... Staatsgründung vor 60 Jahren ebenso wie ...
... an die Olympischen Sommerspiele in Peking im Jahr 2008. Ein Themenwagen ...
... verweist auf das chinesische Raumfahrtprogramm, ein weiterer ...
... auf den technologischen Fortschritt in China.
Viele Chinesen nehmen die Feierlichkeiten mit Begeisterung auf. Und so entstehen Bilder, die ...
... das Regime sicher gerne sieht. Patriotische und glückliche Chinesen, die ..
... im System voll aufgehen. Dabei kann nur ein Bruchteil der Bewohner des Milliardenstaates an der Show direkt teilnehmen. Die meisten ...
... sind auf "Public Viewing" auf Plätzen oder ...
... zuhause angewiesen. Soweit die gewünschten Bilder - doch die Realität in China ist freilich eine andere: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Kritik am System wird noch immer unterdrückt.
Folgerichtig daher, dass an diesem Tag vielerorts - wie hier im nepalesischen Kathmandu - demonstriert wird. Die Protestierenden fordern die Freiheit Tibets ein. Und so bleibt auch am großen chinesischen Feiertag ...
... die Erkenntnis: Auch noch so glanzvolle Bilder können nicht darüber hinweg täuschen, dass China noch viele Probleme hat und den Menschen ein gutes Stück zur Freiheit fehlt.
Fußball dominiert die Sportwelt in vielen Staaten Europas, Afrikas, Südamerikas und Asiens. Doch nicht überall auf der Welt ist „Soccer“ die Sportart Nummer Eins. Auch im Sport gilt nämlich: Andere Länder, andere Sitten.
In den USA ist American Football ähnlich beliebt wie bei uns der Fußball. Beim Football geht es darum, einen eiförmigen Ball so weit wie möglich in das gegnerische Feld und bis an dessen Ende zu bringen. Für diesen „Touchdown“ gibt es nämlich die Punkte.
Starke Ähnlichkeit mit Football hat das besonders in Frankreich und Großbritannien beliebte Rugby. Dabei müssen die Spieler ebenfalls versuchen, den eiförmigen Ball an den gegnerischen Spielern vorbei zum Ende des Spielfelds zu tragen.
Die eigentliche Nationalsportart der USA ist Baseball. Auch in Kuba, Japan, Venezuela und Taiwan steht dieses Spiel ganz oben auf der Beliebtheitsskala.
Basketball gehört ebenfalls in den USA zu den beliebtesten Sportarten, aber auch auf den Philippinen und in den baltischen Ländern.
Eishockey gehört vor allem in Kanada, Russland, Tschechien, Schweden, der Schweiz und Finnland zu den beliebtesten Sportarten.
Hockey wird auch auf dem Rasen gespielt. Feldhockey ist die Nationalsportart von Indien. In anderen Ländern fristet die Sportart nur ein Schattendasein. Das Spielziel ist mit dem des Eishockeys identisch.
Cricket ist in Großbritannien, Indien und Pakistan äußerst populär. Zwei Schlagleute einer Mannschaft versuchen das so genannte „Wicket“, eine wackelige Konstruktion aus Holzstäben, mit ihren Holzschlägern vor den Ballwürfen der Gegner zu schützen.
Die irische Nationalsportart ist das Hurling. Ein Ball wird mit einem Holzschläger getragen oder geschlagen, mit den Füßen getreten oder mit der flachen Hand geschlagen.
Tischtennis ist bei uns nur ein gelegentlicher Zeitvertreib. In China ist es aber die absolut wichtigste Sportart. Die hektisch agierenden Spieler bringen es dabei auf wahre Rekordleistungen.
In Chinas kleinem Nachbarland, dem Königreich Bhutan, ist hingegen das Bogenschießen die angesagteste Sportart. Dabei wird aus einer Entfernung von bis zu 90 Metern auf eine Zielscheibe geschossen.
Ansonsten steht Asien ganz im Zeichen des Kampfsports. In Kambodscha und Laos ist das Kickboxen besonders beliebt. Es ist eine Mischung aus Karate und Boxen. Erlaubt sind neben Schlägen auch Tritte, mitunter auch unterhalb der Gürtellinie.
In Korea ist das Taekwondo die offizielle Nationalsportart. Der Kampfsport ähnelt der Karate, ist jedoch wesentlich schneller und dynamischer. Zudem wird mehr mit den Füßen und Beinen gearbeitet.
Kabaddi ist die Nationalsportart von Bangladesch. Ein Spieler muss so viele Gegner wie möglich durch Berührung „markieren“ und dabei die gesamte Zeit die Luft anhalten. Punkte gibt es für jeden „markierten“ Gegner.
In der Mongolei erfreut sich das Ringen großer Beliebtheit. Die Regeln entsprechen denen des europäischen Ringens. Die beiden Kontrahenten versuchen, den Gegner zu Fall zu bringen und dessen Schultern auf den Boden zu drücken.
Eine Variante des Ringens ist das Schwingen. Bei diesem Schweizer Nationalsport wird versucht, den Gegner auf den Rücken zu legen. Dabei werden spezielle Schwungtechniken verwendet.
Eine weitere eidgenössische Spezialität ist das Hornussen. Ein Spieler schlägt den „Hornuss“ mit einem Schläger auf das gegnerische Spielfeld. Die gegnerische Mannschaft versucht, diesen mit Schutzschilden aufzuhalten, bevor er den Boden berührt.
Beim kanadischen Nationalsport Lacrosse haben die Spieler Schläger, die an einem Ende ein Fangnetz besitzen. Damit wird der Gummi-Spielball gefangen, getragen, gepasst und ins Tor geschossen.
Der argentinische Nationalsport ist das Pato. Dabei stehen sich zwei Mannschaften auf Pferden gegenüber und versuchen, den Spielball in den gegnerischen Korb zu befördern. Ursprünglich wurde dafür eine lebende Ente verwendet.
In Chile gilt das Rodeo als Nationalsport. Die berittenen Teilnehmer müssen so schnell und so elegant wie möglich diverse Vierbeiner einfangen.
Nichts für Vegetarier: Beim Nationalsport von Kirgisistan, dem Buzkashi, wird ein Tierkadaver – eine tote Ziege oder ein Kalb – auf dem Spielfeld abgelegt. Reiter versuchen diesen an den anderen Spielern vorbei zum Schiedsrichter zu schaffen.

Geschäftsleute wollen in China einen biblischen Vergnügungspark eröffnen. Der 2,3 Quadratkilometer große Park soll in der Provinz Liaoning im Nordosten der Volksrepublik entstehen, wie der Geschäftsmann Leung Moon Lam verkündete. Nach Angaben des gläubigen Christen soll es in dem Freizeitpark namens "Harmonie-Welt" Attraktionen geben, die die Geschichte chinesischer und westlicher Kulturen erzählen.

Dabei solle es auch um Geschichten aus der Bibel gehen, darunter die Arche Noah und der Auszug der Israeliten aus Ägypten.

"Es würde keinen Sinn ergeben, über westliche Kultur zu sprechen, ohne die Bibel zu erwähnen", sagte Leung, der das Logistikunternehmen China South City gegründet hat. Auch andere Religionen wie Buddhismus und Taoismus würden thematisiert, außerdem seien eine Hochzeitskapelle, ein Hotel und Geschäfte geplant. Die Pläne sollen demnach schon bald den chinesischen Behörden vorgelegt werden, die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Die Investitionen sind auf 659 Millionen Dollar (440 Millionen Euro) veranschlagt.

(AFP, N24)

23.11.2009 21:39 Uhr

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