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Melamin-Skandal

Milchpanscher in China hingerichtet

Zwei Verantwortliche für die folgenschwere Verunreinigung von Milch und Milchpulver mit Melamin sind in China hingerichtet worden. Durch die Milchpanscherei starben 2008 mindestens sechs Kinder.

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Im Jahr 2008 wurden in ganz China bestimmte Milchprodukte aus den Regalen genommen. In vielen Fällen waren diese mit dem gesundheitsschädlichen Melamin gestreckt worden.

Mehr als ein Jahr nach dem Milchskandal in China sind am Dienstag zwei dafür Verantwortliche hingerichtet worden. In einem der bislang größten Lebensmittelskandale in China starben mindestens sechs Kinder an den Folgen einer Melamin-Verseuchung von Milchpulver, mehr als 300.000 erkrankten. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden der Rinderzüchter Zhang Yujun und der Molkerei-Betreiber Geng Jinping hingerichtet.

Die beiden Verurteilten wurden im Januar schuldig gesprochen, wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Herstellung und Verkauf giftiger Nahrung. Sie sollen ein Protein-Pulver hergestellt und verkauft haben, das Melamin enthielt. Melamin, das zur Herstellung von Kunststoff und Düngemitteln genutzt wird, sollte verwässerte Milch bei Kontrollen gehaltvoller erscheinen lassen. Das Pulver wurde an Milchproduzenten verkauft, die die Melamin-verseuchte Milch an die Sanlu Group lieferten, den damals größten Molkereikonzern Chinas. Bei Kleinkindern führte das Melamin zu Nierensteinen und Nierenversagen.

Der Skandal um das Melamin-verseuchte Milchpulver wurde im September vergangenen Jahres aufgedeckt. Insgesamt 21 Personen wurden vor Gericht gestellt. Die harten Strafen unterstrichen die Entschlossenheit der Regierung, gegen Probleme bei der Lebensmittelsicherheit vorzugehen und den Skandal schnell hinter sich zu bringen. Ungeklärt sind aber immer noch Vorwürfe, dass der Skandal schon länger bekannt war, vor den Olympischen Sommerspielen in Peking aber unterdrückt wurde.

(AP, N24)

24.11.2009 12:31 Uhr

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