Wettskandal

17 Länder und weitere Sportarten betroffen

Erst war es der Fußball, nun sollen auch im interationalen Tennis und Basketball Spiele verschoben worden sein. Zumindest ermittelt die Bochumer Staatsanwaltschaft in diese Richtung.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Mit Wetten lässte sich viel Geld verdienen, wenn man sie manipuliert.

Über den Verdacht zu weiteren Manipulationsversuchen im internationalen Wettskandal berichtet der "Spiegel". Demnach seien Tennis- und Basketballspiele betroffen, darunter sogar eine Playoff-Partie aus der Basketball-Bundesliga im Juni. In den Akten der Ermittler aus Bochum soll es zudem Hinweise geben, nach denen ein Frauen-Doppel im Tennis im April im marokkanischen Fes verschoben wurde. Im Fußball stieg die Zahl der betroffenen Ligen von neun auf 17 Länder.

Die ersten beschuldigten Fußball-Profis seien zu Geständnissen bereit, berichtete "Spiegel" weiter. Ein ehemaliger Zweitliga-Spieler wolle bald gegenüber der Bochumer Staatsanwaltschaft aussagen, wie Mitglieder der Wettmafia ihm ein Darlehen in sechsstelliger Höhe gewährten und ihn später zur Manipulation von Spielen gedrängt haben sollen.

550.000 Euro Bestechungsgelder

Die mutmaßlichen Drahtzieher des europäischen Fußball-Wettskandal haben angeblich mehr als 550.000 Euro Bestechungsgeld an zu Manipulationen angestiftete Spieler in mehreren Ländern gezahlt. Von dieser Summe gingen die Ermittler der Bochumer Staatsanwaltschaft aus, berichtete "Focus".

Die Bande habe um den mutmaßlichen Drahtzieher Ante S. offenbar gezielt nach betrugsbereiten Fußballern gesucht. Sie hätten analaysiert, ob Spieler zum Glücksspiel neigten oder Schulden hätten. Nach lockeren Erstkontakten seien die Spieler dann moralisch unter Druck gesetzt und mit bis zu fünfstelligen Summen bestochen worden.

Zudem habe die Bande auch eigene Leute als Strohmänner in Wettbüros eingeschleust, berichtet "Focus" unter Berufung auf einen Insider, der lange Zeit selbst zu der Bande gehört habe. Durch diese Strohmänner hätten die Betrüger auch Wetten platzieren können, die von normalen Angestellten nicht angenommen worden wären. So soll beispielsweise ein Wettbüro in Nürnberg von einem 34-Jährigen geleitet worden sein, der laut Staatsanwaltschaft Bochum zur "Führungsebene" der weltweit opererierenden Wettmafia gehören soll.

(dpa, sid, N24)

28.11.2009 14:22 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Sport