Erster Adventssamstag

Gute Stimmung im Einzelhandel

Das erste Adventswochende beschert positive Prognosen. Trotz milder Temperaturen ist der Einzelhandel am heutigen Samstag gut ins Weihnachtsgeschäft gestartet.

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"Die Leute vergessen das Schenken in der Krise nicht", sagte der Präsident des Hessischen Einzelhandelsverbands, Frank Albrecht, am Samstag in Frankfurt. Andrang und Umsatz am ersten Adventswochenende versprächen ein sehr stabiles Geschäft. Auch in Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden- Württemberg zeigte sich der Handel durchaus zufrieden. Gefragt waren die klassischen Weihnachtsgeschenke, vor allem Spielzeug und Unterhaltungselektronik. Kummer machte den Händlern das milde Wetter. Bei Frost verkaufe sich Winterbekleidung besser.

Der Handel hofft, dass mit dem Advent auch der Winter einkehrt. "Ich wünsche mir Minusgrade und Schneeflocken, das steigert die Kauflust", sagte Bernd Ohlmann, Sprecher des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels (LBE). Bei dem milden Wetter frage niemand nach Handschuhen oder warmen Socken. Nach Angaben des LBE macht der bayerische Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft ein Fünftel seines Jahresumsatzes. Bei den Spielwaren sind es sogar 40 Prozent.

Bargeld und Gutscheine

Bei den Geschenken setzte sich der Trend zum Gutschein fort. "Ein Viertel aller Geschenke liegt mittlerweile als Geld oder Gutschein unterm Weihnachtsbaum", berichtete Ohlmann.

Vor allem Flachbildschirme werden gekauft, auch Espressomaschinen fanden reißenden Absatz, wie der baden-württembergische Einzelhandel berichtete. Die Menschen reagierten noch etwas verhalten, sagte die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes des Bundeslandes, Sabine Hagmann, in Stuttgart. Wirtschaftskrise und Schweinegrippe könnten das Geschäft in den nächsten Wochen nicht bremsen, meinte Albrecht.

Er machte den Kunden zudem Hoffnung auf attraktive Angebote, da kaum ein Händler seine Preise erhöht habe. Allerdings könnte mancher Artikel schneller als früher vergriffen sein. Viele Händler hätten ihre Läger diesmal nur vorsichtig gefüllt. Selbst ein stabiles Geschäft vor Weihnachten werde den Handel in der Jahresbilanz aber nicht mehr vor einem Umsatzminus bewahren. Er rechne unter dem Strich 2009 mit einem Rückgang von zwei Prozent.

Verkaufsoffener Sonntag umstritten

Nach Verbandsangaben in Sachsen-Anhalt sind die Händler positiv gestimmt. "Bei uns ist es auf jeden Fall gut besucht", teilte zum Beispiel das Management des Einkaufsparks Nova Eventis in Günthersdorf (Saalekreis) mit. Auch ins Magdeburger Allee-Center strömten viele Kunden und Besucher. An diesem Sonntag wollen dem Verband der Kaufleute zufolge vor allem in kleineren Städten die Geschäfte öffnen, etwa in Naumburg, Zerbst, Wolmirstedt und Schönebeck.

Allerdings will die Gewerkschaft Verdi gegen Einkäufe an Adventssonntagen mobil machen. In den Städten in Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen, in denen Läden öffnen, sollen dem Verdi- Landesbezirk zufolge "Adventskarten" mit entsprechenden Aufrufen verteilt werden. Die Sonntage bedeuteten für die Verkäufer Stress statt Einstimmung auf Weihnachten.

(dpa, N24)

28.11.2009 20:27 Uhr

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